Windows 7 abgekündigt – was ist nun zu tun?

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Mit der Einführung von Windows as a Service hat Microsoft seine Wartung agiler aufgestellt. Halbjährlich werden ab sofort neue Features, Qualitäts- und Sicherheitsupdates sogar monatlich veröffentlicht. Was zunächst gut klingt, bringt in der IT erheblichen Mehraufwand mit sich. Daher zögerten Unternehmen die Migration auf die neueste Windows-Version bis zuletzt hinaus. Jetzt aber muss gehandelt werden.

upgrade_gerd_altmann_pixabay

Mit der Einführung von Windows as a Service hat Microsoft seine Wartung agiler aufgestellt. Halbjährlich werden ab sofort neue Features, Qualitäts- und Sicherheitsupdates sogar monatlich veröffentlicht. Was zunächst gut klingt, bringt in der IT erheblichen Mehraufwand mit sich. Daher zögerten Unternehmen die Migration auf die neueste Windows-Version bis zuletzt hinaus. Jetzt aber muss gehandelt werden.

In weniger als zwölf Monaten, zum 14. Januar 2020, endet der Support für das Betriebssystem Windows 7. Für viele Unternehmen steht daher noch in diesem Jahr der Wechsel auf Windows 10 ganz oben auf der To-do-Liste. Um den Umstieg zu erleichtern, hat der Softwarehersteller DeskCenter Solutions einen 7-Stufen-Plan zusammengestellt. Mit diesen Schritten lässt sich die Migration für alle stationären und mobilen Clients erfolgreich vorbereiten und durchführen.

1. Transparenz schaffen

Der Erfolg einer Windows 10-Migration ist stark von den Hard- und Software-Gegebenheiten abhängig. Deshalb gehört die Überprüfung von Systemvoraussetzungen wie Architektur und freiem Festplattenspeicher ganz an den Anfang. Für Hardware, die mit den Anforderungen des neuen Betriebssystems nicht mehr zurechtkommt, kann so rechtzeitig Ersatz beschafft werden. Zudem gilt es, alle installierten Anwendungen und deren Versionsstände zu erfassen.

Idealerweise ermittelt die IT in einem Zug die Nutzungshäufigkeit und analysiert, wie viele Anwendungen für die gleiche Funktion im Unternehmen existieren. Denn der Umstieg auf Windows10 bietet die Gelegenheit, das Software-Portfolio zu reduzieren. Wird die Anzahl der Anwendungen bereits im Vorfeld verringert, spart das später Zeit und Kosten bei der Migration und bei Updates. Ein Werkzeug für Unified Endpoint Management (UEM) übernimmt in dieser frühen Projektphase die vollständige Inventarisierung von Hard- und Software. Die Visualisierung der Ergebnisse in Dashboards und Berichten bildet die Grundlage für die folgenden Schritte.

2. Kompatibilitätschecks durchführen

Nicht jedes Programm und Peripheriegerät verträgt sich mit Windows 10. Deshalb ist das Testen aller Applikationen und Komponenten unerlässlich. Werden inkompatible Anwendungen oder Hardware-Treiber ermittelt, hat die IT mehrere Optionen: Sie kann die Software durch eine alternative Applikation, mit einer Terminalserver- oder virtuellen Anwendung ersetzen. Alternativ kann man beim Rollout Windows10 auch so konfigurieren, dass das Verhalten einer früheren Version des Betriebssystems simuliert wird. Auch Treiber, die unter Windows10 nicht lauffähig sind, müssen aktualisiert werden. Über ein UEM-Tool wie DeskCenter sind diese Schritte mit individualisierten Workflows leicht automatisierbar.

3. Methoden und Ablauf planen

Als nächstes sind Methode und Ablauf für den Rollout zu definieren. Als Methoden stehen Inplace-Migration, Baremetal oder Image-Technologie zur Wahl. Vorbereitend sollten zunächst die Infrastruktur geprüft und beispielsweise Domainstrukturen sowie Gruppenrichtlinien eingerichtet und aktualisiert werden. Zum Rollout gehört zwingend die Erstellung eines Fallback-Plans, wie beispielsweise ein Full-Backup der Clients. Dies erleichtert die Wiederherstellung von einzelnen Daten bis hin zum vollständigen Recovery im Fall eines unvorhersehbaren Zwischenfalls.

4. Zuerst kleiner Rollout

In einer ersten Phase stehen Produktivtests nur in einzelnen Fachabteilungen an. Hierbei lassen sich die definierten Rollout-Routinen bereits auf Herz und Nieren prüfen. Durchläufe mit wenigen Pilotusern und -systemen liefern wertvolle Daten zu Upgrade-Verhalten und Performance der neuen Software. Überträgt man diese Erkenntnisse automatisiert an ein integriertes Helpdesk-System, können sie nachvollziehbar ausgewertet werden. Das macht Risiken transparent, Rollout-Routinen lassen sich noch adaptieren. Auch für die Planung von Anwenderschulungen liefern die im Helpdesk eingegangen Testergebnisse und Störungsmeldungen wertvolle Informationen. Der nächste Test kann bereits bei einer breiteren Anwenderbasis erfolgen, ebenfalls automatisiert über eine UEM-Lösung.

5. Big Bang – der Rollout im Großen

Idealerweise lässt sich der Rollout zeitgesteuert – bei Bedarf auch am Wochenende – durchführen. Per “Wake on LAN” durchlaufen die Systeme das Betriebssystem-Setup für Windows 10. Damit ist es jedoch noch nicht getan, denn auch die Anwendungen auf den Clients müssen unter Umständen direkt im Anschluss aktualisiert werden. Die IT profitiert hier zusätzlich von UEM, da sich die Verteilung der Softwarepakete direkt in den Betriebssystem-Rollout integrieren lässt. Damit schlägt sie während der Migration zwei Fliegen mit einer Klappe.

6. Rechtskonformer End-of-Life

Rechner, die im Rahmen des Migrationsprojekts ausgemustert werden, sollten einen vordefinierten End-of-Life-Prozess durchlaufen. Datenträger sind dabei so zuverlässig zu löschen, dass eine Wiederherstellung der Daten unmöglich wird. Gemäß BSI-Empfehlung soll dazu die Festplatte bis zu sieben Mal überschrieben werden. Erst dann können die Altsysteme gefahrlos entsorgt oder gespendet werden.

7. Nach dem Upgrade kommt das Patchen

Windows 10-Sicherheits-Updates sollten sowohl auf stationären wie auf mobilen Geräten möglichst schnell eingespielt werden – gleichgültig, ob sich der Client regelmäßig oder selten im Netzwerk anmeldet. Eine Entlastung der IT-Abteilung ist möglich, indem neue Software-Updates automatisiert verteilt werden. Auch dies sollten IT-Manager beim Umstieg auf das neue Betriebssystem bereits auf dem Radar haben.

Ein manueller Umstieg auf Windows10 ist ein zeitaufwändiges und kostspieliges Unterfangen, worauf die Analysten von Gartner schon 2016 hingewiesen haben. Demnach ließe sich mit Automation 69 Prozent an Zeit und 43 Prozent der Kosten einsparen. Berücksichtigt man, dass Microsoft monatlich Updates liefert, führt an der Einführung eines UEM-Tools kein Weg mehr vorbei. (sg)

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