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Unternehmendaten: „Wer nicht an sie herankommt, steht vor dem Ruin“

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Unternehmendaten: „Wer nicht an sie herankommt, steht vor dem Ruin“

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TeamDrive hat jetzt die Initiative „Sicherer IT-Hafen Deutschland“ gestartet. Damit will Geschäftsführer Detlef Schmuck in Zeiten von Handelskonflikten verhindern, dass deutsche Unternehmen von heute auf morgen von ihren bei US-Diensten gespeicherten Daten abgeschnitten werden.
Unternehmensdaten

Quelle: sdecoret/shutterstock

Die USA bedrohen chinesische und europäische Firmen, die den Interessen der US-Regierung zuwiderlaufen, mit teils drastischen Sanktionen. Das Spektrum erstreckt sich von der Online-Plattform Tiktok über die IT-Firma Tencent bis hin zum Fährhafen Sassnitz im Zusammenhang mit der Nordstream-2-Pipeline. In der Regel sind solche Sanktionen mit Zugangssperren zu den Servern und somit den Unternehmensdaten, dem Einfrieren der Firmenvermögen in den USA und Haftbefehlen gegen die Verantwortlichen verbunden.

Unternehmensdaten müssen geschützt werden

Vor diesem Hintergrund hat der Hamburger Datendienstleister TeamDrive GmbH die Initiative „Sicherer IT-Hafen Deutschland“ ausgerufen. Tenor: Die deutsche Wirtschaft ist aufgefordert, ihre Firmendaten durchgängig bei Anbietern, die ihren Hauptsitz in Deutschland haben und deren Server ausschließlich in Deutschland stehen, zu speichern. Bei einer Datenspeicherung im Ausland könnte die US-Regierung jederzeit per Dekret den Zugang sperren, und sei es nur als Kollateralschaden eines umfassenderen Sanktionsprogramms.

„Wer nicht an seine Daten herankommt, steht vor dem Ruin“

 „Ein Unternehmen, das von heute auf morgen nicht mehr auf seine Datenbestände zugreifen kann, wird binnen kürzester Zeit in den Ruin getrieben“, gibt Detlef Schmuck, Geschäftsführer der TeamDrive GmbH und Initiator von „Sicherer IT-Hafen Deutschland“ zu bedenken. Er erklärt: „Bislang richten sich die Sanktionen der US-Regierung in der Digitalwirtschaft ausschließlich gegen chinesische Firmen. Doch das Gehabe der USA bei Nordstream-2 und das Aussetzen des EU-US Privacy Shield durch den Europäischen Gerichtshof EuGH könnte beinahe über Nacht auch deutsche Unternehmen in die Bredouille bringen, die sich auf US-Datendienste stützen.

Was dürfen Datendienste nach der EuGH-Entscheidung noch

Rechtlich ist es nach der EuGH-Entscheidung schon heute mehr als zweifelhaft, ob US-Konzerne wie Amazon, Google oder Facebook ihre Datendienste überhaupt noch in Europa anbieten dürfen. Der Sanktionsangriff auf den Fährhafen Sassnitz steht exemplarisch für die Willkür der US-Regierung bei der Verteidigung ihrer wirtschaftlichen Interessen auch deutschen Firmen gegenüber. Wer vermag schon zu sagen, ob der amtierende Präsident nicht plötzlich ein Dekret erlässt, das deutsche Unternehmen von ihren bei US-Anbietern gespeicherten Daten abschneidet. Für beinahe alle Firmen wäre es der Ruin, wenn sie nicht mehr an ihre Daten herankämen.“

Teamdrive
Detlef Schmuck ist Geschäftsführer der Teamdrive GmbH.

Detlef Schmuck stellt klar, dass selbst verschlüsselte Daten in einem Hochsicherheitszentrum nichts nützen, wenn der Zugriff darauf durch Sanktionen gesperrt ist. „Jeder deutsche Geschäftsführer oder Vorstand muss sich darüber im Klaren sein, dass alle US-Datendienstanbieter natürlich der US-Gesetzgebung unterliegen. Wenn die US-Regierung per Dekret vorschreibt, dass diese Anbieter Firmendaten europäischer Unternehmen nicht herausgeben dürfen, dann sind die US-Anbieter gezwungen, diesen Anweisungen zu folgen. Dabei ist es völlig belanglos, welche Service- oder sonstigen Verträge die deutschen Unternehmen mit der jeweiligen US-Firma geschlossen haben.“

Unternehmensdaten sollten auf deutschen Servern gespeichert werden

Im Rahmen der Initiative „Sicherer IT-Hafen Deutschland“ empfiehlt TeamDrive eine hybride IT-Strategie: Für die Funktionalität sollten die hiesigen Unternehmen weiterhin auf US-Programme zugreifen, aber die Speicherung der Firmendaten sollte ausnahmslos bei deutschen Datendienstleistern auf Servern in Deutschland erfolgen. Als Beispiel hierfür nennt Detlef Schmuck die Kombination von Microsoft Office mit dem eigenen Datendienst, wie sie TeamDrive anbietet. „Office und TeamDrive arbeiten nahtlos zusammen“, versichert Detlef Schmuck, und die Daten bleiben in deutscher Hand unabhängig davon, welchen Restriktionen oder Sanktionen künftig Microsoft als US-Anbieter möglicherweise unterliegen wird.“

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