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T-Systems übernimmt SAPs europäisches externes Hosting-Business

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Endlich Klarheit – die fast 90 europäischen SAP-Kunden, die bislang von SAP selbst „gehostet“ wurden, wechseln zu T-Systems. Bereits seit Ende 2008 wurde darüber spekuliert, wer der neue Eigentümer der SAP Hosting-Tochter werden würde. Die Transaktion soll, die Zustimmung der Kartellbehörden vorausgesetzt, bereits Anfang Oktober vollzogen werden. Ein Transfer von Mitarbeitern oder Assets ist nicht vorgesehen.

Erst im Januar 2009 war das Hosting- und Application Management-Business der früheren Tochter SAP Hosting AG & Co. KG in den Konzern, d.h. die Gesellschaften SAP AG und SAP Deutschland AG & Co. KG, verschmolzen worden.

Insbesondere bei den SAP Service-Partnern hatte die Positionierung der SAP im Hosting-Geschäft stets für Irritation gesorgt. Zum einen gab es regelmäß;ig Bekenntnisse des Software-Riesen, nicht als direkter Wettbewerber seiner Hosting-Partner auftreten zu wollen. Zum anderen wurde die Hosting-Tochter allzu häufig als einer der größ;ten Wettbewerber im Markt wahrgenommen.

Zusätzlich intensiviert wurden die Diskussionen angesichts der Mittelstandslösung SAP Business ByDesign; während Wettbewerber wie Microsoft oder Oracle versuchten, möglichst frühzeitig und transparent ihre Hosting-Partner-Strategien bzgl. ihrer SaaS-Lösungen offen zu legen, führte SAPs diesbezüglich weniger klare Positionierung – nicht zuletzt angesichts des eigenen Hosting-Business – zu Verunsicherung unter den Partnern.

Mit dem Verkauf dürfte nun etwas Ruhe bzw. zumindest Klarheit einkehren – unter den Partnern, ebenso wie unter den SAP Hosting-Kunden. Letztere mussten während der letzten Monate mit der Unklarheit leben, wie die Zukunft ihres Hosting-Providers aussehen wird. Und die Botschaft der SAP an ihre Hosting-Partner scheint nun eindeutig: unser Kerngeschäft ist die Software, nicht deren Hosting.

Aus Sicht von Pierre Audoin Consultants (PAC) die richtige Entscheidung; zum einen ist SAP, gerade im selbst definierten Zukunftsmarkt Mittelstand, abhängig von einer funktionierenden und loyalen Partner-Community. Zum anderen stellt sich gerade angesichts der durch die Wirtschaftskrise erschwerten Rahmenbedingungen die Frage nach der Kernkompetenz: Ist es sinnvoll für ein Softwarehaus, in groß;em Stil Rechenzentren selbst zu betreiben und damit mit spezialisierten Dienstleistern, die in der Regel zudem gleichzeitig wichtige Channel-Partner sind, im Wettbewerb zu stehen? Gerade angesichts der „Kommoditisierung“ von Hosting-Leistungen ist es umso wichtiger, sich mit innovativen, sprich immer kosteneffizienteren und flexibleren, gleichzeitig sicheren und verfügbaren Angeboten vom Wettbewerb abzugrenzen.

Und für den Kunden sind die echten Vorteile eines „Alles-aus-einer-Hand“-Konzepts letztlich nur sehr bedingt; durch die lange Historie des SAP Service-Partner-Konzepts, insbesondere auch des Hostings von SAP-Anwendungen durch Partner, lassen sich „Service-Tower“ wie Systemintegration, Application Management und Hosting ohne zu viel Synergieverlust voneinander abgrenzen und durch verschiedene Parteien erbringen.

Aus Sicht von T-Systems bedeutet die Übernahme einen weiteren Schritt zu einer stärkeren „Europäisierung“ des Geschäfts, und auf dem Weg zur Positionierung als einer der weltweit führenden SAP-Dienstleistungspartner. Zuletzt konnte T-Systems mehrere Erfolge mit ihren „Dynamic Services for SAP“ verkünden, darunter Groß;aufträge von Shell oder Continental. Allerdings dürfte SAPs im Hosting eher mittelstandsgeprägtes Kundenportfolio v.a. in die Strategie des Deutsche Telekom-Konzerns passen als in jene von T-Systems. Erst Ende 2008 teilte T-Systems mit, sich zukünftig auf Groß;kunden konzentrieren zu wollen; weite Teile der vorigen T-Systems-Mittelstandseinheit waren in die DTAG-Unit „Deutsche Telekom Geschäftskunden“ rückintegriert worden.

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