Studie zur Datensicherheit: Verbraucher unterschätzt eigene Verantwortung

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62 Prozent der Verbraucher sehen die Firmen in der Verantwortung für die Sicherheit ihrer persönlichen Daten. Zugleich aber haben die Konsumenten selbst ein mangelndes Sicherheitsbewusstsein und nutzen nicht die ihnen zur Verfügung stehenden Sicherheitsmaßnahmen. Das sind einige Ergebnisse einer aktuellen Studie zum Thema Datensicherheit.

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62 Prozent der Verbraucher sehen die Firmen in der Verantwortung für die Sicherheit ihrer persönlichen Daten. Zugleich aber haben die Konsumenten selbst ein mangelndes Sicherheitsbewusstsein und nutzen nicht die ihnen zur Verfügung stehenden Sicherheitsmaßnahmen. Das sind einige Ergebnisse einer aktuellen Studie zum Thema Datensicherheit.

Laut einer Umfrage des Sicherheitsspezialisten Gemalto unter mehr als 10.000 Endusern weltweit würden 70 Prozent der Befragten keine weiteren Geschäfte mit einer Organisation tätigen, sollte bei dieser eine Datenschutzverletzung bekannt werden. Darüber hinaus glauben sieben von zehn Verbrauchern (69 Prozent), dass Firmen die Sicherheit von Kundendaten nicht sehr ernst nehmen würden.

Immer noch und immer wieder dasselbe Passwort

Trotz dieser Bedenken kam die Gemalto-Studie zu der Erkenntnis, dass die Verbraucher sich nicht ausreichend absichern, da mehr als die Hälfte (56 Prozent) immer noch dasselbe Passwort für mehrere Online-Konten verwendet. Selbst wenn Unternehmen robuste Sicherheitslösungen wie die Zwei-Faktor-Authentifizierung anbieten, geben zwei Fünftel (41 Prozent) der User zu, die Technologie nicht für die Sicherung von Konten in den sozialen Netzwerken zu verwenden, so dass sie dort anfällig für Datenschutzverletzungen sind.

Blos kein Datenpannen-Opfer

Ein großer Teil der Anwender (62 Prozent) ist der Meinung, dass die Unternehmen die Verantwortung für die Sicherheit der Daten tragen sollten. Dies verpflichtet Organisationen, zusätzliche Maßnahmen zum Schutz der Verbraucher und zur Durchsetzung robuster Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Außerdem müssen die Verbraucher über die Vorteile einer Einführung dieser Maßnahmen aufgeklärt werden. Einzelhandelsunternehmen (61 Prozent), Banken (59 Prozent) und soziale Netzwerke (58 Prozent) haben also noch viel Arbeit vor sich, da es sich dabei um Branchen handelt, bei denen die Verbraucher den Anbieter wechseln würden, wenn sie Opfer einer Datenpanne wären.

Sicherheitsmechanismen vorgeben, nicht nur anbieten

“Die Verbraucher geben offenbar gerne die Verantwortung für den Schutz ihrer Daten an ein Unternehmen ab, erwarten aber, dass diese ohne jeglichen Aufwand sicher aufbewahrt werden”, sagt Jason Hart, CTO im Bereich Identity and Data Protection bei Gemalto. “Angesichts kommender Rechtsanpassungen, etwa der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union, ist es Aufgabe der Unternehmen, den Usern die richtigen Sicherheitsmechanismen vorzugeben, um die Datensicherheit zu gewährleisten. Es genügt nicht mehr, diese Lösungen als Option anzubieten. Diese Protokolle müssen von Anfang an obligatorisch sein – sonsten drohen den Unternehmen nicht nur finanzielle Folgen, sondern auch rechtliche Schritte seitens der Verbraucher.”

Trotz ihres Verhaltens sind die Sicherheitsbedenken der Verbraucher hoch, da zwei Drittel (67 Prozent) befürchten, dass sie in naher Zukunft Opfer einer Datenschutzverletzung werden könnten. Die Nutzer sind der Meinung, dass die Verantwortung beim Unternehmen liege – wenn ihre Daten gestohlen würden, würde die Mehrheit (93 Prozent) der Verbraucher rechtliche Schritte gegen die kompromittierte Firma einleiten oder erwägen.

Soziale Netzwerke als Bedrohung

Wenn es um die Sektoren geht, denen die Verbraucher am wenigsten vertrauen, glauben mehr als die Hälfte (58 Prozent), dass soziale Netzwerke eine der größten Bedrohungen für ihre Daten darstellen. Währenddessen haben 20 Prozent Angst vor Reise-Websites. Besorgniserregend dabei ist, dass 9 Prozent der Befragten glauben, dass keine Websites für sie ein Risiko darstelle.

Auf der anderen Seite vertrauen ein Drittel (33 Prozent) der Verbraucher Banken am meisten, wenn es um ihre persönlichen Daten geht, obwohl diese häufig zur Zielscheibe werden und Opfer von Datenschutzverletzungen sind. Danach folgen branchenzertifizierte Stellen (12 Prozent), Gerätehersteller (11 Prozent) und staatliche Organe (10 Prozent).

Besserung in Sicht?

Hart sagt weiter: “Es ist erstaunlich, dass Verbraucher ihre eigenen Daten gefährden, indem sie trotz zunehmender Sicherheitsbedenken mögliche Maßnahmen nicht anwenden. Dies führt zu einer alarmierenden Anzahl von Verletzungen – 80 Prozent -, die durch schwache oder zuvor gestohlene Zugangsdaten verursacht werden. Sowohl auf der Geschäfts- als auch auf der Verbraucherseite muss sich bald etwas ändern, sonst ist keine Besserung in Sicht.”

Über die Umfrage: 10.500 erwachsene Verbraucher weltweit wurden von Vanson Bourne befragt. Zu den Ländern gehörten die USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Indien, Japan, Australien, Brasilien, Benelux, Vereinigte Arabische Emirate und Südafrika. Alle Befragten nutzen aktiv Online-/Mobile-Banking-Konten in den sozialen Medien beziehungsweise Konten bei Onlineshops.

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