Remote Work: Drei von vier Deutschen wünschen sich flexibles Arbeiten

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Remote Work: Drei von vier Deutschen wünschen sich flexibles Arbeiten

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Eine neue Studie von Okta zeigt, dass die große Mehrheit der Mitarbeiter selbst wählen möchte, wie sie zukünftig arbeitet. Einige Arbeitnehmer glauben jedoch nicht, dass ihr Arbeitgeber ihnen diese Flexibilität auch zukünftig erlaubt.
Remote Work Working Online-Meetings

Quelle: fizkes/shutterstock

Mehr als ein Jahr nach dem ersten bundesweiten Lockdown möchten viele Arbeitnehmer nicht mehr zu ihrer früheren Arbeitsweise zurückkehren. Das ergab eine neue Studie von Okta, Anbieter von Cloud-Lösungen für das Identity und Access Management, und Censuswide. Die Studie, an der europaweit mehr als 10.000 Angestellte im Büro teilnahmen, darunter über 2.000 in Deutschland, belegt, dass Mitarbeitende sich nach einem Jahr pandemiebedingter Remote Work die Freiheit wünschen, selbst zu entscheiden wo, wann und wie sie arbeiten.

Drei Viertel (75 Prozent) der Befragten in Deutschland wären mit Gesetzesänderungen einverstanden, die es Unternehmen verbietet, sie zu zwingen, vor Ort im Büro zu arbeiten. 43 Prozent wünscht sich Ausnahmeregelungen, wie für Personal bei Rettungsdiensten und ein Drittel (33 Prozent) ist der Meinung, dass ein Vorschreiben des Arbeitsortes in allen Fällen gegen das Gesetz verstoßen sollte. Regierungen diskutieren bereits über die Anpassung bestehender Arbeitsrechte zur Erleichterung flexiblerer Arbeitsmodelle. Gleichzeitig plant die Europäische Union Gesetze, wie das „Recht auf Nichterreichbarkeit“ außerhalb der festgelegten Arbeitszeiten, um Arbeitnehmerrechte zu stärken.

Remote Work
Eine Mehrheit von 42 Prozent wünscht sich hybrides Arbeiten. (Grafiken: Okta)

Remote Work: Unternehmen sollten Prozesse neu bewerten

„Viele Menschen in Deutschland haben mehr als ein Jahr lang von zu Hause aus gearbeitet. Es zeigt sich deutlich, dass Mitarbeitende sich zukünftig die Freiheit wünschen, selbst zu entscheiden, ob sie ins Büro zurückkehren, Remote Work oder eine Kombination aus beidem bevorzugen. Ob durch eine Änderung der Gesetzeslage oder auch ohne – Unternehmen sollten die Möglichkeit nutzen, Althergebrachtes und Prozesse neu zu bewerten und bessere Arbeitsmethoden zu ermöglichen. Wie dies zu höherer Produktivität, Innovationskraft und Mitarbeiterzufriedenheit führt, machen bereits viele Unternehmen vor und sind so besser für die Zukunft aufgestellt und als Arbeitgeber attraktiver“, erklärt Sven Kniest, Regional Vice President Central & Eastern Europe bei Okta.

Angestellte bevorzugen dynamische Arbeitsmodelle

22 Prozent der Büroangestellten in Deutschland möchten fünf Tage pro Woche im Büro arbeiten. In einer vergleichbaren Umfrage, die Okta im Mai 2020 durchführte, gaben noch 30 Prozent der Arbeitnehmer an, dass sie wieder Vollzeit ins Büro zurückkehren möchten. Obwohl in Deutschland im europäischen Ländervergleich der Wunsch, Vollzeit im Büro zu arbeiten noch immer am stärksten ausgeprägt ist, geht der Trend hin zu dynamischeren Arbeitsmodellen. 42 Prozent wünschen sich einen hybriden Ansatz, bei dem sie sowohl Tage im Büro als auch Zuhause verbringen, 18 Prozent wollen dauerhaft von zu Hause arbeiten.

Arbeitnehmer haben individuelle Präferenzen. Diese stimmen jedoch nicht immer mit dem Arbeitsmodell überein, von dem sie erwarten, dass ihr Arbeitgeber es zukünftig umsetzen wird. Für die Zeit nach den Einschränkungen glaubt die Hälfte (51 Prozent) der Befragten in Deutschland, dass ihnen mehr Flexibilität geboten wird, zum Beispiel, dass sie nicht mehr an allen Tagen ins Büro müssen. Weitere 29 Prozent vermuten, dass sie Vollzeit an den Büroarbeitsplatz zurückkehren müssen. Bei 16 Prozent haben die Arbeitgeber das Thema Flexibilität am Arbeitsplatz für die Zeit nach den Einschränkungen noch nicht angesprochen.

Büros für die neue Arbeitswelt rüsten

Neben der Umsetzung flexibler Arbeitsmodelle stehen Unternehmen vor der zusätzlichen Herausforderung sicherzustellen, dass die physischen Arbeitsplätze für all jene, die wieder ins Büro zurückkehren möchten, sicher sind. 32 Prozent der Deutschen geben an, sich sicherer zu fühlen, wenn eine geringere Anzahl von Personen gleichzeitig im Büro zugelassen ist.

Weitere Maßnahmen, die zum Sicherheitsgefühl der Mitarbeitenden beitragen sind:

  • Maskenpflicht (28Prozent)
  • Social Distancing (26 Prozent)
  • Flexiblere Arbeitszeiten, um die Rushhour beim Pendeln zu vermeiden (19 Prozent)
  • Technologie zur Verbesserung der Sicherheit, wie Telefone, die helfen, den nötigen Abstand zu halten (16 Prozent)

14 Prozent der Büroangestellten befürworten außerdem verpflichtende Impfpässe, weitere 14 Prozent unterstützen freiwillige Impfausweise. Es wurde bereits bestätigt, dass Impfzertifikate eine Rolle beim internationalen Reisen spielen werden. Außerdem wird diskutiert, ob sie auch bei der sicheren Rückkehr an den Arbeitsplatz unterstützen können.

„Unternehmen sollten auf die Wünsche ihrer Teams reagieren und die notwendigen Maßnahmen treffen, um sie zu unterstützen – ganz egal, wo sie arbeiten“, sagt Kniest. „Wenn Mitarbeitende ins Büro zurückkehren wollen, müssen entsprechende Sicherheitsvorkehrungen am Arbeitsplatz getroffen werden. Möchten sie lieber im Homeoffice arbeiten, braucht es eine geeignete technische Ausstattung, die es erlaubt, jederzeit sicher und produktiv zu arbeiten und auf nötige Ressourcen zuzugreifen. In der neuen Arbeitswelt geben die Mitarbeitenden den Ton an. Der Standort hat nicht mehr oberste Priorität und neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden sich für den Arbeitgeber entscheiden, der ihre individuellen Anforderungen und Bedürfnisse am besten erfüllt und berücksichtigt.“

Unternehmen setzen noch immer auf provisorische Sicherheitslösungen

Neben der Vorbereitung der physischen Büroräume haben Unternehmen auch bei der Sicherheit noch Nachholbedarf. 35 Prozent der Büroangestellten in Deutschland geben an, noch immer Passwörter als einzige Sicherheitsmaßnahme zu nutzen, um sich vor Cyber-Bedrohungen zu schützen. Mehr als in den Niederlanden (23 Prozent), Schweden (29 Prozent) und Frankreich (32 Prozent). Nur im Vereinigten Königreich und in Italien kommen noch häufiger Passwörter zum Einsatz. Knapp ein Drittel (30 Prozent) gibt außerdem an, VPNs zu verwenden, 23 Prozent nutzen Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) und 16 Prozent wissen nicht, ob ihr Arbeitgeber Sicherheitsmaßnahmen einsetzt.

Remote Work: Verbesserungspotential bei Sicherheitsmaßnahmen

 „Es ist positiv, dass bereits einige Mitarbeitende und Unternehmen Technologien wie Multi-Faktor-Authentifizierung zum Schutz von Cyber-Bedrohungen nutzen. Die Tatsache, dass es bisher jedoch noch weniger als ein Viertel sind und viele noch immer allein auf Passwörter oder veraltete Technologien wie VPNs setzen, zeigt aber auch, dass es bei den Sicherheitsmaßnahmen noch viel Verbesserungspotential gibt. Zu Beginn der Pandemie mussten Unternehmen schnell auf Remote Work umstellen und haben kurzfristig Maßnahmen ergriffen, um sich zu schützen“, ist Sven Kniest überzeugt.

„Heute, ein Jahr später, sind viele dieser provisorischen Lösungen noch immer in Betrieb. Ein erfolgreiches und sicheres hybrides Arbeitsmodell erfordert die Konsolidierung aller Aspekte der IT. Um dies zu erreichen, brauchen Unternehmen Flexibilität bei der eingesetzten Technologie und einen strategischen Ansatz, wie sie den sicheren Zugriff ihrer Mitarbeiter auf Unternehmensdaten und -informationen verwalten, egal wo sie sich befinden. Denn eines ist sicher: Die Arbeitswelt wird nie wieder so sein, wie wir sie vorher kannten“, so Kniest abschließend.

Zur Methodik der Studie: Für die Studie „The New Workplace Report 2021“ von Okta führte Censuswide im März 2021 über eine Online-Plattform eine Umfrage durch. Bei der Umfrage handelte es sich um eine landesweit repräsentative Stichprobe von Büroangestellten in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Schweden, der Schweiz und Spanien. Der Gesamtumfang der Stichprobe betrug 10.070, darunter 2.003 Befragte aus Deutschland. Okta ist Anbieter von Identitätslösungen für Unternehmen. Die Okta Identity Cloud ermöglicht es Unternehmen, die richtigen Personen zum richtigen Zeitpunkt sicher mit den richtigen Technologien zu verbinden. Mit 7.000 vorgefertigten Integrationen zu Anwendungen und Infrastrukturanbietern können Anwender die besten Technologien für ihr Unternehmen nutzen. (sg)

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