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Remote-Arbeit: Warum der Faktor Mensch zu wenig beachtet wird

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Remote-Arbeit: Warum der Faktor Mensch zu wenig beachtet wird

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Wie gut deutsche Großunternehmen inzwischen auf Remote-Arbeit und digitale Arbeitsplätze vorbereitet sind, hat eine aktuelle Umfrage von Avanade untersucht. Wenngleich eine Mehrheit bereits entsprechende Plattformen und Services nutzt, gibt es immer noch viele Herausforderungen bei der Optimierung des Workplace.
IT-Sicherheit

Quelle: StockStudio/Shutterstock

  • Studie von Avanade zu Remote Working: 55 Prozent der befragten Unternehmen geben an, für die Nutzung entsprechender Plattformen und Services vorbereitet zu sein.
  • Nachholbedarf liegt bei der Zusammenführung der digitalen mit den realen Erfahrungen der Mitarbeiter.
  • Eine der Herausforderungen bei der Verbesserung der Workplace Experience liegt in der Modernisierung der IT-Infrastruktur.

Erstaunliches Ergebnis der Umfrage ist, dass die meisten Unternehmen bei der Einführung von Remote-Arbeit den Fokus auf Technologie legen und kulturelle Aspekte sowie die Zusammenführung der digitalen mit den realen Erfahrungen der Mitarbeiter etwas hinterherhinken. Jeweils zwölf Prozent der Befragten gaben an, diesen beiden Merkmalen erst im Laufe des kommenden Jahres oder später Beachtung schenken zu wollen, sodass hier eine Verbesserung ab Mitte 2020 zu erwarten ist.

Remote-Arbeit: Deutsche Unternehmen sind gut aufgestellt

Demnach schneiden die deutschen Unternehmen bei der Remote-Arbeit auch im internationalen Vergleich gut ab: Weltweit hatten sich zum Erhebungszeitpunkt erst 44 Prozent der Befragten Entscheider ihre Unternehmen diesbezüglich am Ziel gesehen, 47 Prozent hatten den Transformationsprozess jedoch begonnen. Auch im Hinblick auf kulturelle Aspekte (17 Prozent) und der Zusammenführung digitaler und realer Mitarbeitererfahrungen (20 Prozent) sind die deutschen Unternehmen in Führung.

Frankreich und Italien sind mit 52 beziehungsweise 53 Prozent auf einem ähnlichen Implementierungsniveau wie Deutschland. Spanien (31 Prozent), die nordischen Länder Europas (35 Prozent) sowie Japan (37 Prozent) fallen relativ deutlich ab, wenn es um die vollständige Umsetzung moderner Plattformen und Services für digitale Arbeitsplätze geht. Die USA lagen mit 41 Prozent im Mittelfeld.

Faktor Mensch und Kultur berücksichtigen

Als größte Aufgabe bei der Verbesserung der Workplace Experience – also den positiven Mitarbeitererfahrungen – empfanden die Befragten hierzulande die Modernisierung der IT-Infrastruktur. Hier sahen 62 Prozent der befragten Unternehmen Herausforderungen, wobei Mehrfachnennungen möglich waren. Auf den weiteren Plätzen folgten die Themen Produktivität (49 Prozent) und Skalierung beziehungsweise Automatisierung der IT-Infrastruktur (46 Prozent). Der Faktor Mensch und Kultur wurde hier hingegen mit nur 33 Prozent als gering gewertet. Im internationalen Vergleich tun sich deutsche Unternehmen damit offenbar in Sachen IT schwerer als ihre Pendants im Ausland.

Die Modernisierung der IT war für alle anderen Befragten deutlich weniger herausfordernd (alle anderen Länder unter 50 Prozent). Das ist umso erstaunlicher, als zum Beispiel die Zahl der Applikationen relativ vergleichbar ist: Sowohl in Deutschland als auch in den befragten ausländischen Unternehmen verwendet die große Mehrheit (überall mehr als 93 Prozent) der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Mittel zwischen fünf und 15 Anwendungen wie Office-Tools täglich, die meisten sogar nur fünf bis zehn.

Zur Methodik der Studie: Die Erhebung wurde im Januar 2020 von Vanson Bourne im Auftrag von Avanade durchgeführt. Befragt wurden in Deutschland 150 Großunternehmen, alle mit einem Umsatz von mindestens 500 Millionen Euro und 95 Prozent von mindestens einer Milliarde Euro. 148 von ihnen beschäftigen zwischen 5.000 und 25.000 Mitarbeiter, die restlichen zwei über 25.000. Jeweils zwölf Prozent der Unternehmen gehören zu den Branchen Maschinenbau, Finanz, Konsumgüterindustrie und Handel, etwas 40 Prozent aus anderen Bereichen.

Weltweit haben 1.375 Entscheidungsträger an der Umfrage teilgenommen, die in Deutschland zu einem Fünftel aus dem Personalbereich, dem betrieblichen Umfeld und der IT stammten, jeweils rund 15 Prozent sind im Marketing oder Support und weitere zehn Prozent in anderen Bereichen beschäftigt. Die größte Gruppe stellten hierzulande mit je etwa 15 Prozent CIOs und Verantwortliche für den Kundenservice. Avanade ist Anbieter von digitalen Services, Business- und Cloud-Lösungen sowie designorientierten Anwendungen auf Basis des Microsoft-Ökosystems.  Die im Jahr 2000 von Accenture LLP und Microsoft Corp. gegründete Avanade stellt die treibende Kraft hinter der Accenture Microsoft Business Group, die Unternehmen mit Hilfe der Microsoft-Plattform bei der Digialisierung unterstützt. (sg)

Lesen Sie auch: Cybersicherheit in der Corona-Krise: 7 Tipps für sichere Remote-Arbeitsplätze

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