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Rechenzentrum der Telekom: Rund um die Uhr gut aufgehoben

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Eltern verlassen sich auf Britax Römer, Britax Römer verlässt sich auf die Telekom: Der Hersteller von Autokindersitzen und Kinderwagen betreibt sein ERP-System in einem Rechenzentrum des Dienstleisters. Die Vorteile für den international aufgestellten Mittelständler: Die Unternehmens-IT läuft äußerst zuverlässig.

Von Katja Deichl

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Versafix, Trifix oder Kidfix? Hinter diesen Namen steckt Kindersicherheit made in Germany: Die Autokindersitze von Britax Römer stehen weltweit für innovative Produkte von hoher Qualität. Einen Beitrag für die Innovationskraft leistet die kontinuierliche Forschung und Entwicklung in hauseigenen Crashtest-Anlagen, wie sie auch in der Automobilindustrie zum Einsatz kommen. 1971 gegründet, brachte das Ulmer Unternehmen Römer Wingard noch im selben Jahr den ersten Kindersitz auf den Markt. 1979 übernahm die britische Britax das Traditionsunternehmen. Seitdem entwickelt der Mittelständler Britax Römer kontinuierlich innovative Sicherheitssysteme, etwa die Isofix-Verankerung oder einen Seitenaufprallschutz für Kindersitze und Babyschalen. Die Nachfrage nach der Traditionsmarke ist groß: Im Ulmer Werk von Britax Römer, dem Werk mit dem höchsten Produktionsvolumen, rollen täglich bis zu 8.000 Autokindersitze vom Band. „Wir bieten den Eltern eine große Auswahl an Sitzen und Bezügen“, sagt Hans-Jürgen Etzel, IT-Leiter Europa bei Britax Römer in Ulm. „Denn jedes Land hat andere Anforderungen, etwa an das Design, aber auch durch gesetzliche Bestimmungen.“

Vielfalt erfordert Einheitlichkeit

Aufgrund seines Erfolges eröffnete das Unternehmen Standorte weltweit: von Europa über Australien bis nach Neuseeland und Hongkong. Die weltweite Aufstellung wurde schließlich zu einer Herausforderung für den Mittelständler. Etzel erinnert sich: „Es gab kein einheitliches ERP-System. Viele Schwesterunternehmen handelten ganz eigenständig und jedes Unternehmen war für seine eigene IT-Infrastruktur verantwortlich.“ Dabei muss genau diese fehlerfrei funktionieren. Ulm beispielsweise hat Lagerkapazitäten für zwei Tage – und ist daher auf ein System zur Einsatzplanung angewiesen. „Ohne ein hochverfügbares ERP-System steht unsere Produktion still“, erläutert Etzel. „Fehlen die Auftragsdaten aus dem ERP-System, dann fehlen unseren Mitarbeitern die Informationen, was sie produzieren sollen, welche Komponenten anzuliefern sind, aber auch, an welche Adressen geliefert werden muss.“ Um die Kundenwünsche weiterhin erfüllen zu können, entschied sich das Unternehmen für eine Generalüberholung der gesamten IT. Erklärtes Ziel: ein leistungsfähiges, in allen Niederlassungen Europas einheitliches ERP-System sowie die ausfallsichere Vernetzung der internationalen Standorte. Die Idee, ein eigenes Rechenzentrum zu bauen, um hier die gesamten Programme und Daten der europäischen Niederlassungen und Werke zu hosten, verwarfen die Verantwortlichen schnell. Ebenso die Möglichkeit, die Server in den eigenen Räumen unterzubringen. Den Grund nennt Etzel: „Wir wollten eine sehr flexible Lösung.“

Daten und Anwendungen jederzeit verfügbar

Sein Unternehmen entschied sich für die Zusammenarbeit mit der Telekom. „Sie ist seit vielen Jahren erfolgreich im Housing-Bereich aktiv“, so Etzel zu den Gründen und ergänzt: „Zudem ist sie international aufgestellt, was besonders wichtig ist, um das weltweite MPLS-Netz aufzubauen und zu betreuen.“ Der Dienstleister vernetzte alle Standorte von Britax Römer weltweit über ein MPLS-Netz. Darüber greifen die Römer-Mitarbeiter von jedem Ort aus auf ihre Anwendungen und Daten zu. Außerdem führte Römer das ERP-System Microsoft Dynamics sowie die Microsoft-Programme Lync, SharePoint und Exchange unternehmensweit einheitlich ein – und brachte seine Server in einem Telekom-Rechenzentrum unter. Auf den Systemen laufen neben dem ERP-System auch das E-Mail-System, die Webserver mit den Internetauftritten der einzelnen Firmenstandorte sowie das E-Mail- und Dokumentenarchiv.

Cloud erfüllt Sicherheitsanforderungen

Die Lösung erfüllt hohe Sicherheitsansprüche unter mehreren Aspekten: So kümmert sich die Telekom rund um die Uhr um die Server des Kindersitzherstellers. Damit ist dessen Hardware optimal aufgehoben, was Klimatisierung, Stromversorgung und Online-Anbindung sowie Videoüberwachung betrifft. Für noch mehr Ausfallsicherheit sorgt Britax Römer, indem sämtliche Daten redundant gespeichert werden. Und auch was den Datenschutz angeht, bewegt sich Römer auf sicherem Terrain: Da Britax Römer die Server in einem Rechenzentrum mit deutschem Standort untergebracht hat, gelten die hiesigen Datenschutzbestimmungen, die zu den strengsten weltweit zählen. Insgesamt ist Hans-Jürgen Etzel mit dieser Lösung sehr zufrieden – nicht zuletzt, weil sie seit mehr als drei Jahren ohne einen Ausfall läuft: „Das macht den Aufbau einer eigenen Server-Farm überhaupt nicht mehr nötig.“ (ak)

Autor: Katja Deichl ist IT-Autorin in Köln.

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