16.11.2021 – Kategorie: IT-Sicherheit

Ransomware-Angriff: 6 Tipps, wie Unternehmen das verhindern können

Ransomware-Angriff

Nahezu jedes Unternehmen ist heute durch Cyberattacken gefährdet. Durch die richtigen Maßnahmen lässt sich jedoch ein Ransomware-Angriff mit Datenverlust verhindern.

Die jüngsten Opfer von Ransomware, wie Media Markt/Saturn, der Medizin-Dienstleister Medatixx oder der US-Broker Robinhood, zeigen die Bandbreite der Ziele der Angreifer: Letztlich ist jede Branche und jedes Unternehmen gefährdet. Aber auch wenn ein Ransomware-Angriff wie ein unvermeidliches Übel wirkt, können Unternehmen zahlreiche Maßnahmen ergreifen, um einen Angriff und Datenverlust in Ihrem Unternehmen zu verhindern. Gastautor Michael Scheffler von Varonis Systems erklärt, was hierbei zu beachten ist und gibt wichtige Tipps.

1. Ransomware-Angriff: Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter

Nutzen Sie Sicherheitsschulungen in Ihrem Unternehmen, um Ihren Mitarbeitern ein besseres Verständnis für Cybersicherheit und deren Bedeutung zu vermitteln. Die Durchführung dieser Schulungen trägt wesentlich dazu bei, dass sich eine Sicherheitskultur etabliert und das Unternehmen widerstandsfähiger gegen Cyberangriffe wird.

2. Reduzieren Sie Ihren Explosionsradius

Dieser entspricht dem Schaden, der durch die Kompromittierung eines einzigen beliebigen Benutzers oder Geräts verursacht werden kann. Je weniger Berechtigungen jedes einzelne Konto hat, desto kleiner ist der Explosionsradius. Deswegen ist es von größter Bedeutung, den Zugriff insbesondere auf kritische Daten auf diejenigen zu beschränken, die ihn auch wirklich für ihre Arbeit benötigen.

3. Verwenden Sie E-Mail- und Endpunkt-Schutzmaßnahmen

Scannen Sie alle E-Mails und filtern Sie bösartige Anhänge und Links heraus. Halten Sie Firewalls und Sicherheitssoftware mit den neuesten Malware-Signaturen stets auf dem neuesten Stand. Ebenso ist es hilfreich, Mails, die von außerhalb des eigenen Netzwerks stammen, besonders zu kennzeichnen. Implementieren Sie ein Zero-Trust-Sicherheitsmodell: Gehen Sie davon aus, dass Ihr Schutzsystem überwunden wird, und stellen Sie sicher, dass alles innerhalb Ihres Perimeters sicher und geschützt ist. Beim Zero-Trust-Ansatz werden bei jedem Benutzer und jedem Gerät die Zugangsdaten bei jedem Zugriff auf eine Ressource innerhalb oder außerhalb des Netzwerks überprüft.

4. Ransomware-Angriff: Erkennen Sie abnormales Verhalten

Durch die intelligente Analyse des Nutzer- und Entitätsverhaltens (UEBA) lässt sich ungewöhnliches Verhalten von Benutzern und Geräten identifizieren und automatisiert stoppen noch bevor größerer Schaden entsteht.

5. Stärken Sie Ihr Passwortsystem vor einem Ransomware-Angriff

Die Sicherheit von Passwörtern ist entscheidend für den Schutz Ihrer Assets wie sensible Unternehmensdaten. Setzen Sie in Ihrem Unternehmen eine Zwei-Faktor-Authentifizierung ein, um die gemeinsame Nutzung von Passwörtern und die mehrfache Verwendung desselben Passworts zu verhindern. Zur zusätzlichen Sicherheit kann auch ein Single-Sign-On-System beitragen.

6. Erstellen Sie unveränderliche Offsite-Backups

Stellen Sie sicher, dass Sie über Sicherungskopien aller wichtigen oder sensiblen Daten und Systeme verfügen. Trainieren Sie Ihre Wiederherstellungsmaßnahmen für den Fall, dass es zu einem Ransomware-Angriff kommt. Schränken Sie den Zugriff auf Backups ein, da es Ransomware-Angreifer oft auf Backup-Dateien abgesehen haben, um die Möglichkeiten der Wiederherstellung einzuschränken. Dabei ist jedoch zu bedenken, dass Backups im Falle von Double-Extortion-Ransomware, bei der vor der Verschlüsselung zunächst wichtige Daten exfiltriert werden, keinen Schutz bieten. Daher sollten Lösungen im Einsatz sein, die Datendiebstahl erkennen und stoppen können. (sg)

Varonis IT-Security-Trends
Michael Scheffler ist Country Manager DACH bei Varonis Systems. (Bild: Varonis)

Über den Autor: Michael Scheffler, Country Manager DACH von Varonis. Der IT-Sicherheits-Anbieter verfolgt seit seiner Gründung 2005 einen anderen Ansatz als die meisten anderen Anbieter, indem er die sowohl lokal als auch in der Cloud gespeicherten Unternehmensdaten ins Zentrum der Sicherheitsstrategie stellt. Hierzu gehören sensible Dateien und E-Mails, vertrauliche Kunden-, Patienten- und Mitarbeiterdaten, Finanzdaten, Strategie- und Produktpläne und sonstiges geistiges Eigentum.

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