03/2021

Die Suche nach der goldenen Zukunft

Digitale Geschäftsmodelle erfordern mehr als gute Ideen

Im produzierenden Gewerbe erweitern datenbasierte Services den bisherigen Produktfokus. Modelle, die darauf aufbauen, bieten reichlich Potenzial für mehr Geschäft nach dem reinen Kauf.

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DIGITAL BUSINESS CLOUD 03/2021

Liebe Leserschaft,

womit verdient unser Unternehmen in drei, fünf, zehn Jahren sein Geld? Wer das wissen will, kommt nicht darum herum, sich schon jetzt damit auseinanderzusetzen. Denn die Suche nach einer möglicherweise goldenen Zukunft hat viel mit digitalen Geschäftsmodellen zu tun. Wer diese goldene Zukunft entwickeln und implementieren möchte, braucht allerdings wesentlich mehr als gute Ideen. Das ist die Kernerkenntnis der Beiträge zu unserer Titelstrecke, die dieses Thema aus unterschiedlichen Perspektiven aufgreift.

Im produzierenden Gewerbe beispielsweise erweitern datenbasierte Services den bisherigen Produktfokus. Darauf aufbauende Modelle bieten reichlich Potenzial für mehr Geschäft nach dem reinen Kauf. Zwar waren Differenzierung im Preis und evolutionäre Fortschritte bei der Produktqualität lange Zeit die tragenden Säulen des Geschäftsmodells von Unternehmen im produzierenden Gewerbe. Aber reicht das heute noch aus? Laut dem „State of the Connected Customer Report“ von Salesforce sind heute für acht von zehn Privat- und Geschäftskund:innen Service und Kundenerlebnis mindestens genauso wichtig wie das Produkt an sich. Innovative Serviceideen, sowohl in der Pre-Sales- als auch in der Post-Sales-Phase, entscheiden
also wesentlich über den möglichen Geschäftserfolg.

„Digitalisierung“ müsste zum Zauberwort des Jahres gekürt werden. Lief es bisher in den Unternehmen eher schleppend mit der digitalen Transformation, soll jetzt durch Corona alles sehr schnell gehen. Nicht immer so einfach: Denn Investitionen in Technologie allein sind nur eine Seite der Medaille. Die andere Seite: Beschäftigte, die sich Digital Skills aneignen müssen, um auch in Zukunft produktiv und wettbewerbsfähig zu sein und die vielen neuen Technologien sicher zu beherrschen. Aber wie? Ein Projekt beim Energieunternehmen Uniper zeigt, wie Unternehmen die Herausforderung einer Skill-Transformation angehen können: mit Brainsnacks, Barcamps und Einzelcoaching.

Der Diplom-Informatiker, Computer-Nerd und anerkannte High-Tech-Experte Dr. Stefan Wess ist über viele Jahre Autor und Herausgeber von Büchern und Fachartikeln zum Thema „Künstliche Intelligenz“ und Mitglied im Aufsichtsrat des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz. Im exklusiven Interview beleuchtet er die Chancen und Herausforderungen der deutschen Industrie im globalen Wettrennen um die Digitalisierung. Sein Fazit: Die erste und zweite Welle haben wir klar verloren. Aber in der aktuellen Welle geht es jetzt um B2B, um Fabriken und die Kernindus­trie. Da fange das Rennen gerade erst an und sei zudem kein Sprint, sondern ein Marathon. Und in Bezug auf ­die Digitalisierung seien die deutschen Industrieunternehmen inzwischen wachsam geworden. Ich hoffe, Sie gehören auch dazu! Denn, so Dr. Wess: Wenn auf diese Aufmerksamkeit nun auch ein konsequentes Handeln folgt, ist der Kampf um die digitale Vorherrschaft trotz aller Unkenrufe noch lange nicht entschieden.

Viel Spaß auf der Entdeckungsreise durch die Ausgabe!

Ihr
Heiner Sieger

Chefredakteur DIGITAL BUSINESS CLOUD
[email protected]

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DIGItal skills
Weiterbildungsmaßnahmen müssen an den individuellen Lernbedürfnissen der Mitarbeitenden und an der Vielfalt der Lerntypen ausgerichtet werden

Dossier KI
Im globalen Wettbewerb um die Spitzenstellung bei Digitalisierung und KI sieht Empolis-CEO Dr. Stefan Wess Chancen, aber auch Gefahren

 

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