01/2012
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digitalbusiness 2012/01

Wir haben uns längst daran gewöhnt: Die ITK-Welt erfindet sich in immer kürzeren Zyklen immer wieder neu. Und die Zeiträume für neue Innovationen, bahnbrechende Produkte und zukunftsweisende Entwicklungen und Trends werden immer kürzer. Waren es früher noch Zeiträume, die sich in Jahren messen ließen, sind es heute eher Monate oder nur Wochen, die den Takt angeben. Es gibt aber etwas, bei dem der Rhythmus (fast) immer gleich geblieben ist: die CeBIT in Hannover. Über viele Jahre war sie Trendbarometer der ganzen Branche. Nach dem 2000-Hype und dem Platzen der IT-Blase schlingerte die weltgrößte ITK-Messe auf einmal orientierungslos zwischen den Polen Business und Comsumer hin und her. Mal versuchte es der Veranstalter mit (noch) mehr Business-Orientierung, dann wurde wieder der Verbraucher als IT-Anwender entdeckt. Die CeBIT wollte sich jedes Jahr neu erfinden. Seit Frank Pörschmann neuer CeBIT-Chef ist, und alle von der Konvergenz der IT-Technologien reden, scheint wieder mehr Beständigkeit in die Messehallen zurückzukehren: Die schon im vergangenen Jahr eingeführten Themenschwerpunkte werden auch die CeBIT 2012 bestimmen: CeBIT pro, CeBIT lab, CeBIT gov und CeBIT life.
Als Leitthema könnte man derzeit wohl kaum ein treffenderes als „Managing Trust“ finden. Wenngleich der BITKOM-Präsident Prof. Kempf bei der CeBIT-Pressekonferenz Zweifel äußerte, ob das Motto auch jeder sofort verstehen würde, dürfte schnell klar werden, dass es um Vertrauen und Sicherheit in der digitalen Welt geht. „Die Wirtschaft muss nicht nur für sichere und möglichst transparente Dienste sorgen, sondern stellt auch die Sicherheitstechnik bereit. Die Anwender schließlich müssen ebenfalls ihren Beitrag leisten, damit sie sich vertrauensvoll im Web bewegen können, sei es durch den Selbstschutz ihrer Daten oder den Einsatz von Sicherheitssoftware“, erklärte Prof. Kempf und bekräftigte dann: „Wenn digitale Geschäftsmodelle auf Dauer tragen sollen, ist eines unerlässlich: das Vertrauen der Anwender.“
Die Realität sieht zuweilen doch noch anders aus. So halten laut einer BITKOM-Umfrage 55 Prozent der Internetnutzer ihre Daten im Netz tendenziell für unsicher, nur eine Minderheit von 42 Prozent glaubt an die Sicherheit der persönlichen Daten. Welche Herausforderungen auf IT-Administratoren beim Thema Mobile Security im Unternehmen zukommen, können Sie in dem großen Bericht  zur Sicherheit mobiler Geräte ab Seite 38 lesen.
Das Jahr geht bald dem Ende zu, ein guter Anlass, zurückzublicken. Gerade meldete der BITKOM die neuesten Marktzahlen der ITK-Branche. So werden  die Umsätze weltweit auf knapp 2,6 Billionen (!) Euro steigen, was einem Plus von 3,5 Prozent entspricht. Bei den Weltmarktanteilen kommt die USA auf 29, die EU auf 26 und Deutschland auf fünf Prozent. 2011 erwartet der BITKOM für den heimischen Markt ein Umsatzvolumen von 145 Milliarden Euro, was im kommenden Jahr auf 148 Milliarden Euro steigen soll, also ein Plus von zwei Prozent ausmacht. Insbesondere die starke Nachfrage nach TK-Diensten, IT-Services und Software (Stichwort „Cloud Computing) beflügeln die Umsätze der Anbieter.
Und was erwartet uns 2012? Wichtigste Botschaft von BITKOM-Präsident Prof. Kempf: „Die ITK-Anbieter blicken optimistisch in das Jahr 2012.“ So rechnen 69 Prozent der Unternehmen mit steigenden Umsätzen, 20 Prozent erwarten stabile Erlöse und nur elf Prozent gehen von einem Rückgang aus. Trotz Schuldenkrise und Turbulenzen an den Finanzmärkten würde sich die Hightech-Branche sehr robust entwickeln, so Prof. Kempf weiter. Als wichtigste Trends haben die Experten für 2012 Cloud Computing (siehe S. 20), Mobile Apps, IT-Security (siehe S. 38), Social Media (siehe S. 36), Virtualisierung (siehe S. 25) und Business Intelligence (siehe S. 8) lokalisiert. Was, die kennen Sie schon alle? Macht nichts, denn auf eines können Sie vertrauen: Auch im nächsten Jahr wird sich die ITK-Branche immer wieder neu erfinden …

Das gesamte Team von digitalbusiness wünscht allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr. Wir freuen uns, wenn Sie uns treu bleiben, Ihr

Stefan Girschner
Leitender Redakteur digitalbusiness

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