Automatisierung

Intelligente Lösungen für echten Mehrwert in der smarten Fertigung

Nur ein automatisiertes Materialflussmanagement ermöglicht es Unternehmen, ihre intralogistischen Prozesse im Blick zu behalten und dabei Mehrwert zu schaffen.

DIGITAL BUSINESS CLOUD 06/2021

DIGITAL BUSINESS CLOUD 06/2021

Liebe Leserin, lieber Leser

Kein Geringerer als der israelische Historiker und
Erfolgsautor Yuval Noah Harari („Eine kurze Geschichte der Menschheit“, „Homo Deus“) malte Ende Oktober beim GIGA-Gipfel im Gespräch mit Handelsblatt-Chefredakteur Sebastian Matthes ein bedrohliches
Szenario an die Wand: Wie würde eine Welt aussehen, in der alle Daten an nur zwei Orten zusammenfließen würden: in China und in den USA? Wie abhängig
seien dann andere Länder und – würden diese irgendwann zu „Datenkolonien“ degradiert?

Ein interessanter Gedankengang. Denn in Europa fürchten nicht wenige Topmanager, wie zuletzt auch
Telekom-Chef Timotheus Höttges auf der DigitalX, die Abhängigkeit unserer Wirtschaft von relevanten digitalen Diensten und Plattformen, deren Daten am anderen Ende der Welt verwaltet und genutzt werden. Politisch inspirierte Projekte wie GaiaX zielen ja nicht von ungefähr darauf, diese Abhängigkeit zu minimieren.

Immerhin: Der Rat der EU ist dran. Um der
Marktmacht der Tech-Giganten Paroli zu bieten, verhandeln die Damen und Herren gerade über den
Entwurf des Digitale-Märkte-Gesetzes (DMA). Der soll
unfairen Marktpraktiken Vorschub leisten und die
großen Tech-Konzerne zu mehr Wettbewerb verpflichten. Das Papier sieht empfindliche Strafen von bis zu zehn Prozent des weltweiten Umsatzes und bei längerer Missachtung sogar die Zerschlagung von Unternehmen vor. Doch das ist ein langer und mühsamer Weg.
So hat Stéphanie Yon-Courtin (Renew Europe Group), die Berichterstatterin des ECON (Ausschusses für
Wirtschaft und Währung) mit ihrem Berichtsentwurf
Anfang September noch 110 Änderungsanträge
eingereicht. Eine endgültige Abstimmung des gesamten Plenums des Parlaments wird voraussichtlich
Mitte Dezember stattfinden.

Mit Daten befasst sich auch unsere aktuelle Ausgabe. Im Titelbeitrag etwa geht es um Trackingdaten, die in der Smart Factory haufenweise anfallen. Die dazu eingesetzte Tracking-Lösung heißt „loopa“. Sie besteht aus verschiedenen Hardwarekomponenten wie Beacons, Nodes und Edge-Devices, die über eine cloudbasierte Plattform vernetzt sind. In dieser Cloud findet auch die Aggregation der erhobenen Tracking-Daten statt,
wodurch das intelligente System ineffizienten Prozessen vorbeugen kann, indem es die generierten Daten mit speziellen Datenanalyse-­Tools selbstständig untersucht und auswertet.

In der Rubrik „HR Insight“ greifen wir eine Kontroverse abseits von Daten auf: Weniger Anrufe, E-Mails und
Besprechungen – das ist die Wunschliste vieler Mitarbeiter. Allein Führungskräfte verbringen 23 Stunden pro Woche in Besprechungen, obwohl rund 70 Prozent
Meetings für unproduktiv und ineffizient halten. Um dieses Problem zu lösen, gäbe es einen einfachen Schritt: Meetings konsequent abschaffen. Das hat das
Digitalstudio TheSoul Publishing getan, als es seine „no-meetings“-Richtlinie eingeführt und gleichzeitig interne E-Mails verboten hat. Mit der erstaunlichen
Erkenntnis: „Meetings braucht kein Mensch!“ ●

Lesen Sie selbst!

Ihr
Heiner Sieger, Chefredakteur
DIGITAL BUSINESS CLOUD
hsi@win-verlag.de

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