04 2013

digitalbusiness CLOUD 2013/04

„Antrieb Mittelstand“ – diese Woche hat die Roadshow in Unterschleißheim bei München Station gemacht. Initiiert vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) und der Telekom Deutschland, will die Veranstaltung kleineren und mittelständischen Unternehmen den Weg zur Digitalisierung ihrer Geschäfte weisen. Nachholbedarf in Sachen „schöne digitale Welt“ scheinen noch immer viele KMUs zu haben, betrachtet man das große Interesse der rund 500 Besucher.
Worin liegen denn nun die größten Hürden für einen klassischen Mittelständler, in die moderne IT-Welt einzutauchen: Laut dem Gastgeber C. Chris­tian Rätsch von der Telekom Deutschland sind es vor allem Marketing-Englisch und Technik-Deutsch. Das Ziel von Antrieb Mittelstand gibt er vor: „Wenn die Teilnehmer heute Abend nach Hause gehen, sollen sie verstehen, um was es geht. Denn: Immer noch sind nur 60 Prozent des Mittelstands im Netz vertreten und nur 40 Prozent von ihnen betreiben digi­tales Marketing.“
Auch die anderen Hauptsponsoren der Veranstaltung wie Dell, Microsoft, und Nokia versprechen den Anwendern, dass diese die Weichen für die Digitalisierung ihres Geschäftslebens leicht stellen könnten. Ein hoher Anspruch, der sich an der Realität messen lassen muss. Denn es geht um so wichtige Themen wie Zusammenarbeit durch Vernetzung, Kundenbeziehungen elektronisch noch besser pflegen, online den Umsatz steigern, digital die Organisation verbessern und Firmendaten in der Cloud speichern.
Auf die Herausforderungen geht auch der Unternehmensberater Edgar K. Geffroy in seinem Vortrag „Der Triumph des digitalen Kunden“ ein. Er spricht die anwesenden Unternehmer direkt an: „Das Internet muss Chefsache sein, da es nicht delegiert werden kann.“ Geffroy weiß, wovon er spricht, stand doch seine eigene Beratungsfirma im Bankenkrisenjahr 2008 kurz vor dem Aus. In dieser Situation sei ihm klar geworden, dass er seine Geschäftstätigkeit komplett neu aufstellen müsse. Die entscheidenden Eckpfeiler dabei: Mobilität und Vernetzung. Zugleich konnte er durch den Einsatz von Cloud-Lösungen die IT-Kosten um 90 Prozent senken.
Gerade in mittelständischen Unternehmen gibt es nach wie vor hartnäckige Vorbehalte gegenüber Cloud-basierten Diensten – es sei hier nur die Datensicherheit genannt. An erster Stelle wird von 65 Prozent der Unternehmen der Kontrollverlust über die eigenen Daten als größter Nachteil von Cloud Computing angegeben, wie der aktuellen Studie „IT-Sicherheit und Datenschutz 2013“ der Nationalen Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit (NIFIS e.V.) zu entnehmen ist. Dr. Thomas Lapp, Vorsitzender der NIFIS, bringt das Kernproblem auf den Punkt: „Die Unternehmen haben keine Kenntnis darüber, wer die so gespeicherten Daten mitliest oder kopiert.“ Die meisten Verträge für Cloud-Computing-Dienste enthalten zwar Datenschutzregelungen, doch Gesetze wie der Foreign Intelligence Surveillance Act (FISA) oder der Pat­riot Act höhlen die Regelungen aus. Unternehmen hätten daher keinen Schutz davor, dass US- oder nationale Behörden unbemerkt Daten kopieren.
Aber keine Sorge, auch in der aktuel­len Ausgabe finden Sie wieder jede Menge Beiträge, die Ihnen zeigen, wie Sie ihre Geschäfte und die damit verbundenen Prozesse mittels Cloud-basierter Lösungen und Services optimal abwickeln. In diesem Zusammenhang möchten wir Sie gerne auf die kürzlich relaunchte Webseite www.digital-business-magazin.de aufmerksam machen, auf der Sie neben tagesaktuellen Meldungen auch ein stetig wachsendes Archiv mit interessanten Fachartikeln finden.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Entdecken der neuen Features. Gerne erwarten wir Ihre Meinungen und Anregungen – natürlich auch zu dieser Ausgabe, Ihr

Stefan Girschner
Leitender Redakteur
digitalbusiness CLOUD

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