Tappen Sie nicht in die Cloud-Falle!

CRM als Software-as-a-Service

Cloud-basierte SaaS-Lösungen sind äußerst verführerisch und bieten eine Vielzahl von Vorteilen. Allerdings ist höchste Vorsicht geboten. Denn ist die Cloud-Falle erst einmal zugeschnappt, kann dies schnell zu einem Kontroll- oder Datenverlust führen.

01 2016

digitalbusiness CLOUD 01/2016

Wie die Zeit vergeht – einen Monat „alt“ ist schon wieder das neue Jahr.  Und manch einer der gerade als brandneu titulierten Trends entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als „alter Wein in neuen Schläuchen“. Dieser Verdacht drängt sich auch bei dem von den großen IT-Herstellern geradezu inflationär verwendeten Begriff „Digitale Transformation“ auf.
Die immense Bedeutung dieses eigentlich schon bekannten Trends spiegelt sich auch bei zahlreichen Roundtables und Fachkonferenzen wider, häufig mit der Botschaft verbunden, dass sich besonders mittelständische Unternehmen der Digitalisierung öffnen müssten. Gibt es hierfür auch nachvollziehbare Gründe? Bei einem von dem Digital-Business-Anbieter Arithnea veranstalteten Presse-Roundtable waren sich jedenfalls alle Teilnehmer darin einig, dass deutsche Unternehmen, die sich jetzt auf den digitalen Wandel vorbereiten würden, diese Herausforderungen auch meistern würden. Beim Status quo der digitalen Transformation in Deutschland sahen die Experten von der IHK München und Oberbayern, Grenkeleasing und BSH Hausgeräte, allerdings noch einen großen Nachholbedarf.
Franziska Neuberger, Referatsleiterin IKT und Medien bei der IHK für München und Oberbayern, brachte die aktuelle Lage auf den Punkt: „Viele KMUs setzen zwar bereits einige losgelöste Ad-hoc-Projekte um, schrecken aber noch vor einer umfassenden Strategie oder gar einem grundlegenden Veränderungsprozess zurück. Sie sind derzeit einfach noch oft von der Komplexität des Themas und den Änderungen, die die Digitalisierung mit sich bringt, überfordert.“
Klaus Rovara von der BSH Hausgeräte wies darauf hin, welche Möglichkeiten einigen Herstellern dadurch entgehen würden. So nutzt beispielsweise die BSH Hausgeräte für ihre 14 Marken neben den länderspezifischen Webseiten auch die sozialen Medien zur Interaktion mit den Kunden, die auch Produktbewertungen einschließt. „Der Nutzen, den BSH in Sachen Produktentwicklung, Sortiments- und Preisgestaltung aus Social Media ziehen kann, ist fantastisch. Wir erfahren über die verschiedenen Kanäle genau, was sich unsere Kunden wünschen und somit auch, was unseren Umsatz maßgeblich beeinflusst“, freut sich Rovara.
Für Grenkeleasing berichtete Christoph Khodja als Leiter der IT Solution Center, wie der IT-Leasing-Anbieter durch die Digitalisierung die Vertragsabschlussprozesse mit den Kunden vereinfachen und den operativen Aufwand im Backoffice reduzieren konnte. Alle Experten waren sich darin einig, dass bei den Themen Datenschutz und Datensicherheit gerade deutsche Unternehmen eine große Chance hätten, weil sie aufgrund der hierzulande geltenden (strengen) Regeln Wettbewerbsvorteile hätten.
Das Thema „Digitalisierung“ spielt natürlich auch in unserer großen Expertenumfrage zu den aktuellen IT-Trends 2016 und den damit verbundenen Herausforderungen eine bedeutende Rolle – neben weiteren aktuellen Themen wie IT-Security, Business Analytics, Cloud Computing, Social Business und Internet of Things. Die spannenden Einschätzungen der IT-Experten finden Sie ab Seite 14.
Ich wünsche Ihnen auch mit dieser Ausgabe viele interessante neue Einblicke und freue mich auf Ihre Meinungen und Anregungen, Ihr

Stefan Girschner
Leitender Redakteur

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