Das Rechenzentrum modernisieren

IT-Planung für 2015

Braucht der Mittelstand eine passende IT-Modernisierungsoffensive? Bernd Hanstein von Rittal erklärt im ­Interview, warum ­IT-Verantwortliche ihre Rechenzentren modernisieren sollten.

01 2015

digitalbusiness CLOUD 01/2015

Der bevorstehende Jahreswechsel bietet immer wieder einen guten Grund für einen Ausblick auf die Entwicklungen im kommenden Jahr. Und genau deshalb finden Sie in dieser Ausgabe auch eine große Umfrage unter ausgewählten IT-Anbietern und Dienstleistern. Auf acht Seiten präsentieren Ihnen die Experten ihre Prognosen für den Cloud-Markt 2015 und ihre persönlichen Einschätzungen zu den wichtigsten Trends wie Datensicherheit, mobile Enterprise und Big Data (ab Seite 14). Ebenfalls einen interessanten Einblick in künftige Entwicklungen gibt unsere Titelgeschichte, in der Bernd Hanstein von Rittal erklärt, wie mittelständische Unternehmen ihre Rechenzentrums-Infrastruktur modernisieren und auf diese Weise zugleich ihre eigene Wettbewerbsstärke verbessern können.  
Zu einem Ausblick auf das neue Jahr gehören natürlich auch aktuelle Prognosen zum IT-Markt. Die Analysten von Strategy& haben in ihrer aktuellen Global-ICT-50-Studie die vier Teilbranchen des digitalen Anbietermarktes, also Hardware, Software, Telekommunikation und IT-Services untersucht. Laut dem Analystenhaus hat sich der Wettbewerb unter den weltweit tätigen Top-Unternehmen in der IKT-Branche weiter verschärft. So würde auf Nachfrageseite der Trend zur Verlagerung von IT-Dienstleistungen in die Cloud anhalten, zugleich verstärke sich auch der Druck auf die Anbieter, innovative Geschäftsmodelle einzuführen. Nicht besonders verwunderlich ist, dass unter den Top-Ten-Unternehmen im IKT-Sektor nur eines deutschen Ursprungs zu finden ist, nämlich die SAP AG in Walldorf. Im diesjährigen Ranking konnte sich SAP von Platz vier auf drei verbessern und liegt damit hinter IBM und Microsoft. Auf den Plätzen vier bis zehn folgen Oracle, Cisco, Apple, Samsung, Google, HP und Accenture, bis auf das südkoreanische Samsung allesamt US-amerikanische Unternehmen.
Die Analysten von Strategy& sehen als dominierenden Trend in der IKT-Branche nach wie vor Cloud Computing. Von dieser Entwicklung würden insbesondere Anbieter aus dem Software- und Internetbereich profitieren. So konnten diese ihre Umsätze um elf Prozent auf 284 Milliarden US-Dollar steigern, zugleich sanken jedoch die Margen von 25 auf 22,5 Prozent. Daraus ließe sich ableiten, dass der steigende Umsatz mit Cloud-basierten Diensten weniger profitabel ist als das klassische Geschäftsmodell, Softwarelizenzen zu verkaufen. Als Beispiel nennt Strategy& den Softwarehersteller Adobe, der sich gerade in diesem Transformationsprozess vom Lizenz- zum Abonnementgeschäft befinde und wohl auch deswegen aus dem Top-Ranking herausgefallen wäre. Nach erfolgreicher Umstrukturierung erwarten die Analysten aber eine Rückkehr von Adobe in die Top-50-Liste. Der Erfolg von SAP wird hingegen gerade auf den hohen Umsatzanteil zurückgeführt, den der Konzern inzwischen mit Cloud-Diensten erzielt. So erwarten die Analysten, dass der Anteil von Cloud am gesamten Softwaregeschäft, also ohne die Erlöse aus der Wartung, bis 2017 auf mehr als ein Drittel ansteigen werde. Man könnte sagen, ein echtes Erfolgsmodell für die Transformation eines Softwareherstellers zu einem Cloud-Anbieter. Und damit ein Vorbild für viele Anbieter, die diesen Transformationsprozess noch vor sich haben.
Ich wünsche Ihnen wie immer viele interessante Einblicke bei der Lektüre dieser Ausgabe – und kommen Sie gut und vor allem gesund in das neue Jahr,

Ihr
Stefan Girschner

Leitender Redakteur
digitalbusiness CLOUD

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