03 2011

digitalbusiness 2011/03

Nach einem langen Winter erwarten viele sehnsüchtig den Frühling. Und mit ihm zieht neuer Optimismus durchs Land. Die Europäische Kommission prognostizierte vor kurzem für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von 2,4 Prozent in Deutschland. Wie schon in den vergangenen zwei Jahren liegt damit die deutsche Wirtschaft weit vorn in der Eurozone, wo das Bruttoinlandsprodukt „nur“ bei 1,6 Prozent in diesem Jahr liegen soll. Aber wo Sonne ist, ist auch Schatten, wie zuletzt die Ereignisse in Japan gezeigt haben. Die Auswirkungen von Erdbeben, Tsunami und havariertem Atomkraftwerk im Norden der japanischen Hauptinsel sind für die Volkswirtschaft Japans noch nicht abzuschätzen: Produktionsrückgang, sinkendes Bruttoinlandsprodukt, verstrahlte Landstriche. Und in der Folge nehmen die Risiken für die Weltwirtschaft und ganz besonders die IT-Industrie eher zu. Darüber hinaus könnten noch andere Krisen wie der Euro-Schutzschirm die grundsätzlich optimistische Stimmung der deutschen Wirtschaft eintrüben.

Auf der diesjährigen CeBIT war die Aufbruchstimmung bei Anbietern und Anwendern förmlich zu fühlen und spiegelte sich auch in steigenden Besucher- und Ausstellerzahlen wider: Dieses Jahr kamen knapp 340.000 Besucher nach Hannover. Und Deutsche-Messe-Vorstand Ernst Raue konnte stolz verkünden: „Mehr als 500 CIOs internationaler Konzerne mit einem jährlichen Einkaufsvolumen von über 50 Milliarden Euro haben die CeBIT 2011 besucht – so viele wie noch nie.“ Auch sonst verdichten sich die Zeichen, dass sich die IT-Branche dank Cloud, Business Software und mobiler Anwendungen in einer erneuten Wachstumsdekade befindet. Vorbehaltlich der jüngsten Ereignisse in Japan. Eine besondere Rolle bei der Modernisierung der IT in vielen Unternehmen spielen die neuen Social-Web- und Collaboration-Anwendungen. IBM, Microsoft und andere Hersteller setzen hier voll auf webbasierte und flexibel integrierbare Anwendungen, die als Private oder Hybrid Cloud angeboten werden. IBM fühlt sich mit den neuen Social-Business-Erweiterungen für Lotus Notes gut gerüstet, wie man auch an der diesjährigen Lotusphere in Orlando ablesen konnte. Trotz der Kritik einiger IBM Business Partner, die ihren Kunden weiterhin konventionelle E-Mail-Systeme verkaufen wollen. Lesen Sie hierzu auch unseren Nachbericht zur Lotusphere 2011.

Mit der Tendenz, onlinebasierte Angebote zu nutzen, rückt auch vermehrt die IT-Sicherheit ins Blickfeld der Anbieter und der Unternehmen als Anwender. Hier gilt es, eine ganze Reihe von wichtigen Faktoren zu beachten, seien es sichere Netzwerke, sichere Datenhaltung oder sichere Anwendungen. In dieser Ausgabe finden Sie einen Schwerpunkt zur IT-Sicherheit. So können Sie sich ab Seite 32 über die aktuellen Security-Trends in diesem Jahr informieren. Und im Gespräch mit digitalbusiness erklärt Tobias Täuber von Agenda Informationssysteme, warum die Online-Datensicherung gerade für kleinere und mittelständische Unternehmen so wichtig ist (ab Seite 22).

Da Social Web, Collaboration und Vernetzung für Unternehmen jeder Größe immer wichtiger wird, haben wir das auch mal von der Mitarbeiterseite her gesehen und mit „Köpfe“ eine neue Rubrik in das Heft genommen. Hier werden wir Sie künftig über wichtige Personalien in der IT-Branche informieren.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen dieser Ausgabe,

Stefan Girschner
Leitender Redakteur digitalbusiness

Themenhighlights

Erfolgreicher Online-Handel
Shop-Manager im Fokus
Multitalente im E-Commerce behalten den Kunden im Blick

Datensicherung mit Weitsicht
Flexible Ansätze für die Online-Sicherung geschäftskritischer Daten

Zeiteffiziente ­Vor-Ort-Inspektionen
Digitaler Stift überträgt Handschriftliches ­automatisch in zentrale Datenbank

Informationssicherheit durch Risikoanalyse
Bedrohungspotenzial mithilfe einer Risikoanalyse bewerten

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