02 2011

digitalbusiness 2011/02

Die Aktuelle Wachstumsprognose  für die IT-Branche sieht nicht so schlecht aus: BITKOM-Präsident Prof. Scheer geht von insgesamt zwei Prozent Wachstum der IT-Branche in diesem Jahr aus. Mit 4,2 Prozent überproportional stark ansteigen soll der Umsatz mit Softwareprodukten, allein in Deutschland soll er bei 15,2 Milliarden liegen. Wenngleich solche Zahlen keine Freudenstürme entfachen dürften, schaut die Branche nach Jahren der Stagnation zuversichtlich in die Zukunft. In vielen Unternehmen herrscht ein regelrechter Investitionsrückstau bei den Informationstechnologien. Besonders mittelständische Unternehmen wollen die alten Anwendungen zur Steuerung ihrer betrieblichen Abläufe durch moderne Software ersetzen. Ebenso stark nachgefragt werden Business-Intelligence-Anwendungen. Diese liefern strategische Informationen über die Entwicklung des Unternehmens und der Märkte und erleichtern damit die Entscheidungsfindung der Firmenchefs. Lesen Sie zu diesem Thema auch unser Interview mit Oliver Oursin vom IBM-Geschäftsbereich Business Analytics.

Mitte Januar fand der 4. Innovationsgipfel in München statt. Diesmal auf der Agenda:  Nachhaltiges Wachstum durch Innovationen. Ein nicht ganz neuer Ansatz, aber immer wieder gerne von der Industrie und Politik ins Spiel gebracht. Ein verantwortungsbewusster, nachhaltiger Umgang mit Ressourcen schont die Umwelt, reduziert den Energieverbrauch – und kommt bei den Verbrauchern gut an. Passende Lösungen haben die meisten Hersteller längst im Portfolio. Zum Beispiel SAP: Ohne ihr System für Enterprise Ressource Planing (ERP) wäre für Unternehmen ein effizientes Management von Ressourcen schon lange nicht mehr möglich. Oder der Smartphone-Hersteller RIM, der an das Potenzial deutscher Forscher und Entwickler glaubt und heute als einziger Hersteller mobiler Endgeräte einen eigenen Entwicklungsstandort  in Deutschland betreibt. Auch hier wird das Innovationspotenzial durch Nachhaltigkeit gefördert.
Aber haben Sie schon mal von einem „nachhaltigen Design“ gehört? Oder vom „hochautomatisierten Fahren“? Richtig vermutet, es geht um die Autos. Sie interessieren sich für die neuesten Automodelle? Dann können Sie sich dieses Jahr den Weg zum Genfer Autosalon sparen. Erstmals werden auf der CeBIT neue Modelle von Ford und Rover ihre Premiere feiern. Und was haben Autos auf einer IT-Messe zu suchen? Nun, die neueste Fahrzeuggeneration gleicht immer mehr einer rollenden Internet- und Kommunikationszentrale.

Aber keine Sorge, natürlich werden auf der weltgrößten ITK-Messe auch jede Menge Lösungen und Services für den Einsatz im Unternehmen zu sehen sein. Wenngleich einige Marktbeobachter schon seit Jahren predigen, die Zeit der Großmessen sei vorüber, konnte sich die CeBIT auch in dem schwierigen Markt­umfeld der letzten Jahre behaupten. Und für viele Aussteller ist es immer noch die wichtigste Plattform zur Präsentation neuer Produkte und für den Kundenkontakt. Jutta Jakobi, Leiterin Messen und Veranstaltungen bei IBM Deutschland, bestätigt diese Einschätzung. So sei auf keiner anderen Messe die Kontaktquote so hoch wie auf der CeBIT. Die 45 Stunden Messepräsenz mit ihrer Effizienz würden daher den erheblichen logistischen und finanziellen Aufwand vollkommen rechtfertigen. Mehr über den diesjährigen Auftritt von IBM in Hannover finden Sie im Vorbericht auf Seite 17.

Im letzten Editorial hatte ich über den neuen HotSpot-Zugang bei Lufthansa-Flügen berichtet. Und da lese ich jetzt in einer aktuellen Umfrage des BITKOM, dass 55 Prozent der Deutschen die Handynutzung in Flugzeugen ablehnen, aber nur 19 Prozent ihre uneingeschränkte Benutzung an Bord befürworten. Die Passagiere wollen also während ihres Flugs nicht auf ihre (vermeintliche) Ruhe verzichten. Was lehrt uns das? Nicht alles technisch Machbare muss umgesetzt werden, der Mensch bleibt im Mittelpunkt. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine erfolgreiche CeBIT – ob als Aussteller oder als Besucher, Ihr


Stefan Girschner
Leitender Redakteur digitalbusiness

Themenhighlights

Rechenzentrums-Infrastruktur
Container-Rechenzentrum für den Mittelstand

Soziale Software erfolgreich einsetzen
Bessere Kommunikation, mehr Effizienz, optimierter Informationsaustausch

Moderne Unternehmenskommunikation
Neue Herausforderung an die Kommunikationsarchitektur im Unternehmen

Prozessmanagement im Mittelstand
Prozesse restrukturieren und erfolgreich organisieren in mittelständischen Betrieben

Entdecken Sie die Printmagazine des WIN-Verlags