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PAC kommentiert die Übernahme von Sun durch Oracle

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PAC kommentiert die Übernahme von Sun durch Oracle

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Nachdem die EU-Kommission die Übernahme von Sun durch Oracle genehmigt hat, ist nun der Weg frei für Komplettangebote aus Software und Hardware. Aus Sicht der Analysten von PAC befindet sich Oracle damit in einer komfortablen Position.

„Wir können nun das Geschäft von IBM der 60er Jahre betreiben, jedoch eine offene Plattform bieten“, geben sich Oracles Co-President Chuck Phillips and andere Manager selbstbewusst. Tatsächlich kann Oracle mit dem Kauf von Sun Microsystems nun auch Hardware verkaufen und damit Komplettsysteme anbieten, die vom Rechner über Betriebssysteme, Datenbanken und Middleware bis zur Geschäftsapplikation alle Bestandteile beinhalten. Erste Ansätze in diese Richtung sind die dedizierten Datenbank-Storage-Systeme „Exadata“ und „Exadata 2“.

In Verbindung mit Verwaltungswerkzeugen wie beispielsweise dem „Oracle Enterprise Manager“ kann Oracle ein durchgängiges Management von IT-Prozessen bieten: von der Hardware über die Datenbank, Business-Intelligence/Data Warehouse und Middleware bis zu den Anwendungen. Dies wäre interessant für Rechenzentrumsausrüster, für das aufstrebende Cloud Computing sowie für groß;e Unternehmen, die selbst Rechenzentren betreiben. So vorkonfigurierte und leicht wartbare Systeme erlauben es Firmen, sowohl private als auch öffentliche Clouds zu errichten.

Diese Strategie trägt aus Sicht von PAC allerdings nur dann Früchte, wenn sie nicht nur Oracle, sondern auch den Kunden und Oracle-Partnern Vorteile bringt. Dazu können preislich attraktive Gesamtlösungen zählen, die aus gut aufeinander abgestimmten Softwarekomponenten bestehen. Bislang hat Oracle jedoch ausschließ;lich Softwarehäuser gekauft. Mit der Sun-Hardware begibt sich der Konzern auf neues, unbekanntes und noch dazu durch heftigen Wettbewerb gekennzeichnetes Geschäftsterrain. Klären muss Oracle ferner, welche Rolle Open-Source-Produkte wie MySQL und OpenOffice in der Produkt- und vor allem der Vertriebsstrategie von Oracle spielen werden. Ob und wann wird beispielsweise MySQL als Bestandteil der Fusion Middleware vermarktet werden?

Wie auch immer die Geschäftsstrategie am Ende aussehen wird: Oracle wächst durch den Sun-Kauf deutlich. Nach Berechnungen von PAC klettert der Umsatz des gemeinsamen Unternehmens allein im Segment Software und IT-Services bezogen auf das Jahr 2009 auf etwa 900 Mio. Euro, was Oracle damit den siebten Rang auf dem deutschen Markt einbringt. Wie die Marktforschungsdaten von PAC belegen, konnte Oracle in den letzten Jahren nicht nur durch Übernahmen zulegen, sondern stets auch organisches Wachstum erzielen.

Doch ist die Kombination von Hard- und Software nicht automatisch ein Wettbewerbsvorteil. Suns Schwierigkeiten beim Absatz groß;er Server sind nicht weggewischt, weil nun Oracle-Software darauf läuft. Der Anbieter muss beweisen, warum die eigene Software auf der Sun-Hardware Vorteile bietet gegenüber einer Kombination von HP-/Dell-/IBM-Rechnern und Oracle-Software. Neben der Leistung und dem Funktionsumfang zählen dazu begleitende Dienstleistungen und Support. Suns Service-Sparte erzielte ihre Umsätze vor allem durch Hardware-bezogene Dienstleistungen sowie mit Outsourcing. Damit wird Oracle das eigene IT-Service-Portfolio kaum aufwerten können.

Skeptisch ist PAC, ob es Oracle gelingen wird, sich mit Hilfe von Komplettsystemen wesentliche Wettbewerbsvorteile gegenüber SAP zu verschaffen: Durch die Kombination von Hard- und Software verbessert sich das eigene Angebot an ERP-, SCM- und CRM-Lösungen nicht automatisch. Trotz Übernahmen von Anbietern wie Peoplesoft, J.D. Edwards und Siebel hat Oracle seine Stärke auf dem Markt für Geschäftsapplikationen nicht ausbauen können.

Die Komplettprodukte dürften eher in Richtung „Oracle-Infrastruktursoftware plus Sun-Hardware von der Stange“ tendieren. Zwar interessiert sich die SAP-Klientel auch für solche Produkte, sie stellen indes keine Alternative zu Geschäftssoftware dar.

Nach Einschätzung von PAC wird es für Oracle wichtig sein, die Rolle des Komplettanbieters kundenfreundlich zu gestalten. Schließ;lich begeben sich Firmen beim Erwerb der Lösungen in die Abhängigkeit eines einzigen Anbieters.

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