Werbung

Optimale Chemotherapie dank neuer Big-Data-Analyse

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Optimale Chemotherapie dank neuer Big-Data-Analyse

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Auf einer Wissenschaftler-Tagung zum Thema "Big Data in der Medizin" hat das gastgebende Hasso-Plattner-Institut (HPI) eine neue Lösung präsentiert, mit der in Minutenschnelle die für einen Krebspatienten optimale Chemotherapie ermittelt werden kann. Bislang dauerte es oft Wochen, bis Onkologen den weltweit wachsenden Bestand an Daten über Untersuchungs- und Test-Ergebnisse ausgewertet hatten.
hpi_hauptgebaeude_2480x1654

Auf einer Wissenschaftler-Tagung zum Thema „Big Data in der Medizin“ hat das gastgebende Hasso-Plattner-Institut (HPI) eine neue Lösung präsentiert, mit der in Minutenschnelle die für einen Krebspatienten optimale Chemotherapie ermittelt werden kann. Bislang dauerte es oft Wochen, bis Onkologen den weltweit wachsenden Bestand an Daten über Untersuchungs- und Test-Ergebnisse ausgewertet hatten.

Zusammen mit dem Berliner Forschungspartner Charité setzt das Potsdamer Institut eine von ihm entwickelte Höchstgeschwindigkeits-Datenbank ein. Dadurch können Ärzte zum Beispiel das Ansprechen von Tumoren auf bestimmte Medikamente besser vorhersagen und die Wirkstoffmengen reduzieren.

„Krebsforscher versetzen wir außerdem in die Lage, Zusammenhänge zwischen Varianten in den Erbanlagen von Patienten und der Wirkung von Medikamenten bei diesen zu ermitteln“, erläuterte HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel auf dem Symposium, dessen Mitveranstalter die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina ist. Nach Meinels Worten können Annahmen erstmals innerhalb von Minuten überprüft und Indikatoren für die Auswahl von bestimmten Kombinations-Therapien abgeleitet werden.

Daten historischer Fälle kombiniert

„Wir kombinieren Daten historischer Fälle, um bei der Auswahl der passenden Behandlung für akute Patienten zu unterstützen“, sagte HPI-Wissenschaftler Dr. Matthieu-P. Schapranow. Die Informationen über Patienten, Tumore und Medikamentenwirkungen würden mit neusten medizinischem Wissen aus aller Welt verknüpft. „Ein mathematisches Modell bewertet die Daten verschiedener Patienten und ermöglicht so eine Prognose der individuellen Ansprache eines einzelnen Patienten auf ein spezifisches Medikament in Echtzeit“, unterstrich Schapranow.

Er verwies auf Untersuchungen amerikanischer Forscher aus dem Jahr 2012, nach denen drei von vier Chemo-Therapien nicht den gewünschten Erfolg erzielten. Auf dem Kölner PerMediCon-Kongress zur persönlichen Medizin waren die Potsdamer und Berliner Forscher für ihre Lösung ‚Drug Response Analysis‘ vergangene Woche mit dem ersten Preis ausgezeichnet worden.

Potsdamer Symposium am 1. und 2. Juli

An dem Potsdamer Symposium zur Nutzung riesiger Datenmengen in der Medizin nehmen am 1. und 2. Juli mehr als 80 geladene Forscher und Industrievertreter teil. Ihnen geht es darum, internationale Ansätze in der biomedizinischen Grundlagenforschung, der individualisierten Medizin und der klinischen Praxis zu erörtern. Auch Lösungsansätze für Probleme der Handhabung, Interpretation und Verwendung riesiger Datenmengen sollen diskutiert werden.

Zu den Referenten des Symposiums, das Brandenburgs Wissenschaftsministerin Prof. Sabine Kunst eröffnet, gehören unter anderem die Professoren Detlev Ganten (Charité, Berlin), Heyo Krömer (Universitätsmedizin, Göttingen), Thomas Lengauer (Max-Planck-Institut, Saarbrücken), Rudi Balling (Centre for Systems Biomedicine, Luxemburg) und Gérard Krause (Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Braunschweig). HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel stellt Anwendungen der Echtzeit-Analyse von riesigen Datenmengen in der personalisierten Medizin vor. Als Mitgastgeber wird der Humangenetiker Prof. Peter Propping, Mitglied des Leopoldina-Präsidiums, ein Grußwort halten.

Die Ergebnisse des Symposiums werden dokumentiert und vom HPI zur Nutzung auf dem HPI-Portal www.tele-task.de bereitgestellt. Auf dem bevorstehenden World Health Summit sollen die Ergebnisse des Symposiums am HPI in Workshops aufgegriffen und weitergeführt werden. Der siebte World Health Summit findet vom 11.-13. Oktober 2015 mit mehr als 1.200 Teilnehmern aus über 80 Ländern im Auswärtigen Amt in Berlin statt (www.worldhealthsummit.org).

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Unternehmen, die ihre Daten schützen wollen, stehen heutzutage einer nie dagewesenen Bedrohungslandschaft gegenüber. Die Zahl der Hackerangriffe mit Ransomware steigt, die Lösegeldforderungen klettern in die Millionen und führen zu erheblichen Betriebsstörungen, wie der Global Threat Report 2020 zeigt. Ein Gastbeitrag von Sascha Dubbel von CrowdStrike.
Werbung

Top Jobs

Data Visualization App/BI Developer (m/f/d)
Simon-Kucher & Partners, Germany/Bonn or Cologne
› weitere Top Jobs
Werbung

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Werbung
Werbung

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Cyber Defense: Wie Unternehmen Hackerangriffe erfolgreich abwehren

Cyber Defense

Mehr erfahren

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

    * Jederzeit kündbar

    Entdecken Sie weitere Magazine

    Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

    Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.