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Onlineshop: 3 Risiken bei der IT-Infrastruktur ausschalten

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Onlineshop: 3 Risiken bei der IT-Infrastruktur ausschalten

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Laut der US-amerikanischen National Retail Federation lag der Umsatz im Weihnachtsgeschäft 2019 bei über 728 Milliarden US-Dollar. Zugleich steigen die Beliebtheitswerte von Onlineshopping, insbesondere über mobile Geräte, weiter an. Um auf den Kundenansturm vorbereitet zu sein, muss die IT-Infrastruktur entsprechend vorbereitet sein.
Verschlüsselungsverfahren

Quelle: SWKStock - Shutterstock

Worin die drei größten Risiken für die IT-Infrastruktur liegen und wie sich Unternehmen mit eigenem Onlineshop darauf am besten vorbereiten, erklärt Gastautor Karsten Stöhr, Solutions Engineer bei DataStax.

1. Immer mehr Datenbanktypen und Datensilos

Die Datenbanken-Umgebung wird immer differenzierter. Zugleich setzen Unternehmen mit Onlineshop verstärkt auf verschiedene Datenbanken an unterschiedlichen Orten. Daraus folgt eine immer größer werdende Zahl an Datensilos. So klagen laut einer Studie von Gatepoint Research 58 Prozent der befragten Unternehmen über flächendeckende Datensilos in ihrer IT-Architektur. Dies erschwert es allerdings, alle Instanzen zu verfolgen, wodurch das Risiko von Datenlecks höher ist als je zuvor. Die komplizierten Datenstrukturen machen Daten außerdem unflexibel – Aktualität und Redundanz, die gerade für das Weihnachtsgeschäft sehr wichtig sind, lassen sich so kaum garantieren.

Ziel beim Datenmanagement muss daher eine einheitliche Datenbank sein, um die Komplexität zu reduzieren. Diese sollte zwar ein einheitliches sowie für Applikationen transparentes Schema sicherstellen, aber auch auf jeder Public und Private Cloud laufen und sich auf mehrere Clouds verteilen lassen. Das führt zu verkürzten IT-Wartungszyklen, weniger Datensilos und vereinfacht damit den Betrieb — gerade in Spitzenzeiten.

2. Digitale Veränderungen sind noch unerprobt

Eine von DataStax durchgeführte Umfrage zeigt, dass 62 Prozent der befragten Unternehmen bereits Teile oder ihren gesamten Workload in die Cloud verschoben haben, ein Großteil davon erst im vergangenen Jahr. Die Belastungsspitzen für die IT vor Weihnachten treffen dann oft ohne vorherige, ausgedehnte Testphase auf die neuen Infrastrukturen – vom Webshop und Bestellsystem über mobile Systeme für den Kunden bis hin zu modernen Applikationen.

Die fehlende Erprobung stellt ein großes Risiko da: So sind laut der Umfrage über die Hälfte der IT-Entscheider besorgt, dass die physischen und digitalen Touchpoints den Spitzenauslastungen im Onlineshop nicht gewachsen sind. Die Belastung trifft auch die darunter liegenden Datenbanken. Eine verteilte, masterlose Datenbankank-Architektur, die unabhängig von allen Cloud-Optionen ist, kann hier Abhilfe schaffen, mögliche Schwächen der Infrastruktur ausgleichen und Points of Failure verhindern.

3. Hohe Nachfrage zu bestimmten Zeiten

Beim Weihnachtseinkauf wie auch an anderen Spitzentagen geht der Trend immer stärker zu Last-Minute-Shopping. Die Konzentration auf bestimmte Tage im Online-Hanldel und stationären Handel führt zu kurzfristigen Spitzenauslastungen unbekannter Höhe und extremen Anforderungen an die IT-Infrastruktur. Das ist problematisch, denn laut einer Studie von Google verlassen 53 Prozent der potenziellen Käufer einen Onlineshop wieder, wenn diese nach drei Sekunden nicht vollständig geladen ist.

Eine optimale Customer Experience ist geschäftsentscheidend, denn eine negative Kundenerfahrung wirkt sich nicht nur kurzfristig auf den Umsatz aus – 14 Prozent der Kunden kaufen mehr, wenn ihre Erfahrung positiv ist. Negative Erfahrungen beeinträchtigen hingegen langfristig die Markenwahrnehmung und Kundenloyalität. Unternehmen müssen diesen Spitzenanforderungen also unbedingt ohne Performanceverlust und in Echtzeit gerecht werden können.

Onlineshop: Vorteile einer skalierbaren Datenbank-Architektur

Ein hochskalierbarer Ansatz in der Datenbank-Architektur hat zwei wesentliche Vorteile: Einerseits bewältigt er Spitzenlasten, indem er horizontal skaliert, einfach weitere Knoten hinzufügt und in jeder Cloud läuft. Andererseits können mit einer Peer-to-Peer-Architektur bei einem Serverausfall Anfragen an einen anderen Datenbankknoten weitergeleitet werden. Somit werden auch auf unerprobten Cloud-Infrastrukturen Agilität, Flexibilität und Hochverfügbarkeit in sensiblen Zeiten gewährleistet.

Auch wenn Spitzenzeiten beim Onlineshopping eine Herausforderung für Unternehmen darstellt, ist sie für IT-Abteilungen zu bewältigen. Firmen sind gefragt, ihre IT-Infrastruktur frühzeitig auf die Spitzenanforderungen vorzubereiten. Damit stellen sie sicher, dass sie die Kundenerwartungen jederzeit erfüllen können und somit keine Verluste verzeichnen, sondern vom vorweihnachtlichen Kaufrausch der Kunden profitieren.

Lesen Sie auch: Fünf wichtige E-Commerce-Trends im Jahr 2020

Über den Autor: Karsten Stöhr ist Solutions Engineer bei DataStax. Das Unternehmen bietet Lösungen für verteiltes Datenmanagement und Cloud-Services, mit der sich unter anderem Apps betreiben lassen. (sg)

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