Neue Trends in der technischen Kommunikation

Rund 4.300 Fachleute und Führungskräfte für technische Kommunikation trafen sich vom 24. bis 26. Oktober in Stuttgart. Im Internationalen Congresscenter Stuttgart auf dem Messegelände beim Flughafen veranstaltete der Fachverband tekom seine Jahrestagung und lud zu Vorträgen, Workshops, Tutorials sowie einer Messe ein.

Bereits zum vierten Mal war die tekom im Internationalen Congresscenter (ICS) zu Gast und auch in diesem Jahr bot der Fachverband ein Programm aus Grundlagen, Praxis, Technik und Zukunftstrends für die technische Kommunikation. Kein Wunder, dass die Tagung für viele technische Redakteure die erste Adresse ist, um sich beruflich auf dem neuesten Stand zu halten. Inzwischen hat sich ihre inhaltliche Qualität und thematische Bandbreite auch außerhalb Deutschlands herumgesprochen. Die tcworld conference, der englischsprachige Teil der Jahrestagung, zieht seit Jahren Gäste aus der ganzen Welt an. Darunter auch Softwarehersteller und Dienstleister für Redaktion, Übersetzung und Lokalisierung. Die insgesamt 154 Aussteller aus 27 Ländern zeigten in den Messehallen C1 und C2 zahlreiche Neuheiten.

Zielgruppen der Jahrestagung

Die Tagungsteilnehmer und Messebesucher sind überwiegend technische Redakteure. Sie arbeiten hauptsächlich in Industrieunternehmen und erstellen dort Gebrauchs- und Betriebsanleitungen für unterschiedlichste technische Produkte, Maschinen und Anlagen, außerdem für Fahrzeuge, Software und Medizintechnik. Aber auch benachbarte Bereiche entdecken die Jahrestagung, zum Beispiel Mitarbeiter für Übersetzung, Lokalisierung, Wissensmanagement, Prozessmanagement und Marketing. Zwei Bereiche waren Thema des neuen Branchenforums – am 24. Oktober über Lernmedien und am 25. Oktober über Serviceinformation. Das Ziel war, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur technischen Kommunikation aufzuzeigen, außerdem, wie technische Redakteure und Fachleute für Lernmedien und Service voneinander profitieren können. Angesprochen waren neben technischen Redakteuren Mitarbeiter aus Serviceorganisationen und aus dem Lernbereich.

Themen der Jahrestagung

Die Digitalisierung gewinnt auch in der technischen Kommunikation an Fahrt. Dabei geht es nicht nur darum, Inhalte gedruckter Anleitungen in einer digitalen Form zu veröffentlichen. Dazu zählt zum Beispiel die mobile Dokumentation, die Produktinformationen, Videos und technische Daten als App bereitstellt. Auch Augmented Reality und Virtual Reality unterstützen vermehrt Reparatur- und Wartungsarbeiten.

Ende 2017 soll iiRDS starten, Thema in zahlreichen Vorträgen auf der Jahrestagung. Die Abkürzung steht für „Intelligent Information Request and Delivery Standard“. Entwickelt wurde der Standard von einer Arbeitsgruppe der tekom. Er ermöglicht eine neue Stufe der Digitalisierung: die Bereitstellung von intelligenter Information – unabhängig von Branchen oder Herstellern. Die Vorteile des Standards gehen in zwei Richtungen: die Abfrage (Request) und die Bereitstellung (Delivery) von Information. Damit ist es möglich, zu einem individualisierten Produkt automatisiert das passende Informationsprodukt zu erstellen.

Branchenereignisse 2018

Auch die tekom-Jahrestagung 2018 findet wieder im ICS statt, nämlich vom 13. bis 15. November. Zuvor veranstaltet die tekom ihre Frühjahrstagung am 19. und 20. April in Koblenz. Ein inhaltlicher Schwerpunkt liegt auf den überarbeiteten Normen für technische Kommunikation und wie sie durch den digitalen Wandel beeinflusst werden. Aktuelle Informationen zu beiden Tagungen sind im Internet abrufbar: http://tagungen.tekom.de

Über tekom Deutschland: Die Gesellschaft für Technische Kommunikation – tekom Deutschland e.V. ist der deutsche Fachverband für technische Kommunikation. Als größter Fachverband für technische Kommunikation in Europa repräsentiert tekom Deutschland rund 8.500 Mitglieder, die in der technischen Kommunikation oder in anderen Bereichen der Informationsentwicklung und des Informationsmanagements tätig sind. Der Fachverband versteht sich als Plattform für den Informations- und Erfahrungsaustausch, fördert die Aus- und Weiterbildung sowie die Professionalisierung seiner Mitglieder. Die Verbandsarbeit wird von 180 Ehrenamtlichen und zehn Mitarbeitern der Geschäftsstelle geleistet.

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