17.08.2023 – Kategorie: Technologie

Neue Technologien – zum Anfassen auf der Reply Xchange in München

Neue Technologien ReplyQuelle: Sandra Eckhardt/Reply

Reply präsentierte auf der diesjährigen Xchange in München eine Vielzahl von Innovationen und Trends. Im Fokus standen dabei die Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf Business-Anwendungen sowie neue Technologien und Anwendungen wie Generative KI, Digital Humans, Robotics und vernetzte Produkte.

Besucher konnten sich auf der Reply Xchange in der BMW Welt in München am 14. Juni außer zu innovativen Technologien auch zu den Themenbereichen wie Cybersecurity, Digital Experience und 3D mit Experten von Reply austauschen. Im Ausstellungsbereich wurden den Besuchern neue Technologien und deren Funktionsweise erklärt. Hier einige besonders interessante Beispiele für Technologien, die die Zukunft prägen könnten.

Neue Technologien: Generative KI im Fokus

KI bietet Unternehmen großes Potenzial, verändert die Geschäftswelt – und revolutioniert die Art wie wir leben und arbeiten. Im Mittelpunkt der aktuellen Entwicklung steht generative KI, die Inhalte wie Texte, Bilder, Videos oder auch Code maschinell erstellen kann. Generative KI dient vielen als Quelle der Inspiration; Unternehmen profitieren von schnelleren Prozessen und können ihre Produktivität steigern. Fortschritte in der Verarbeitung natürlicher Sprache und der Erstellung anspruchsvoller Sprachmodelle ermöglichen Firmen, generative KI zunehmend für unterschiedliche Anwendungen einzusetzen.

Bei der Reply Xchange 2023 in München standen Anwendungen mit generativer KI im Fokus. (Bild: Stefan Girschner)

Digital Humans auf dem Vormarsch

Neue Technologien wie die Generative KI können die Voraussetzung für maßgeschneiderte Kundenerlebnisse bieten. Große Sprachmodelle (Large Language Models, LLM) sind die Basis für Unternehmen, um ihren Support zu verbessern. So können intelligente Digital Humans, die als hyperrealistische 3D-Figuren dargestellt werden, eine natürliche und empathische Kommunikation mit Nutzern übernehmen. Ein Beispiel zeigte einen digitalen Assistenten, der bei der Konfiguration eines Fahrzeugs berät. Und auf diese Weise eine neue Form der Interaktion und User Experience schafft. Der persönliche Verkaufsassistent interagiert über Sprache, Gesten und Text, liefert detaillierte Hintergrundinformationen und unterstützt bei der Fahrzeugkonfiguration.

Autonome Roboter für anspruchsvolle Aufgaben

Einer der Höhepunkte der Veranstaltung war der autonom agierende Roboterhund Spot von Boston Dynamics – ein Beispiel für die Vielfältigkeit von KI. Spot wird je nach Anforderung mit Sensoren und passender Technologie ausgestattet, um anspruchsvolle, riskante oder repetitive Aufgaben autonom zu erledigen. Das breite Spektrum an Anwendungsmöglichkeiten zeigte Reply in zwei Szenarien. So ist der Spot im Einsatz bei der Inspektion der Köhlbrandbrücke in Hamburg und kann autonom und innerhalb kurzer Zeit präzise Veränderungen am Baukörper über einen 3D-San erfassen sowie dokumentieren. Eine weitere wegweisende Entwicklung ist eine neue Teleoperations-Plattform, die es erlaubt, Spot von jedem Ort der Welt aus über einen Webbrowser oder eine 3D-Brille fernzusteuern. Durch die externe Steuerung nutzen Fachleute den Roboter für komplexe Aufgaben, ohne physisch vor Ort sein zu müssen.

Auf der Reply Xchange wurde gezeigt, wie sich mit dem Roboterhund Spot eine Brückeninspektion durchführen lässt. (Bild: Sandra Eckhardt/Reply)

Neue Technologien: Code automatisiert einsetzen

KI-gestützte Tools und Low-Code/No-Code-Plattformen ermöglichen es Unternehmen, leistungsstarke Software-Anwendungen schneller zu entwickeln. Ein Beispiel dafür ist der Check-Out-Prozess an der Supermarktkasse, der sich mithilfe von Low-Code/No-Code realisieren lässt. Kunden können ihre Produkte scannen und über eine App bezahlen. Diese Technologie befähigt nicht nur erfahrene Entwickler, sondern auch technisch weniger versierte Personen, flexibel anpassbare Applikationen zu erstellen, die komplexe Prozesse abbilden. Besonderes Augenmerk liegt auf der User Experience: Neue Technologien wie Low Code erlauben es, ansprechende Benutzeroberflächen für eine intuitive Bedienung schnell und einfach zu erstellen.

Over-the-Air-Updates für vernetzte Produkte

Neben den zahlreichen Praxisbeispielen im Demo-Bereich gab es eine Connectivity-Lösung für Schulthess zu sehen – ein führender Schweizer Anbieter von Waschtechnik. Die Lösung kombiniert IoT mit innovativen Technologien und hat zum Ziel, die Effizienz der Service-Prozesse zu steigern und neue Dienstleistungen zu schaffen. Durch die Nutzung einer Cloud-Infrastruktur und Embedded Software entstand ein umfassendes Ökosystem, das Smart Monitoring, Berichte, Hygienechecks sowie Over-the-Air-Updates für die Maschinen bietet. Die Bestellung von Ersatzteilen und Waschmitteln ist ebenfalls integriert. Über die native AWS-Technologie ist eine schnelle Implementierung möglich, sodass auch mittelständische Kunden wie Schulthess im Bereich digitaler Produkte mit größeren Wettbewerbern mithalten können.

Neue Technologien
Experten erklärten auf der Reply Xchange, wie sich Notfall-Drohnen einsetzen lassen. (Bild: Stefan Girschner)

Generative RPA für mehr Effizienz und Automatisierung

Generative RPA vereint die Vorteile von generativer KI und RPA: Diese Kombination unterstützt Unternehmen dabei, Prozesse effizient zu gestalten, den Automatisierungsgrad zu steigern, unstrukturierte Daten zu verarbeiten und letztlich die Kundenkommunikation zu verbessern. Der Vorteil bei dieser gezeigten Lösung: Die KI ist ohne Schnittstellen nach außen (On-Premise) installierbar, sodass sensible Unternehmensdaten geschützt sind – eine datenschutzkonforme Alternative zu ChatGPT oder ähnlichen Systemen. Sie lässt sich nahtlos in bestehende Systemlandschaften integrieren und erfordert im Vergleich dazu nur geringe Rechenleistung.

Auch zur Integration von KI in RPA-Prozessen standen Experten von Reply bereit. (Bild: Sandra Eckhardt/Reply)

Neue Technologien: Voice Interfaces im praktischen Einsatz

Als weiteres Beispiel für den vielfältigen Einsatz von KI wurde eine Sprach-Authentifizierung im Automobilbereich vorgestellt – ein visionäres Projekt für die Zukunft. Fahrzeuge könnten mithilfe von Sprachbefehlen entsperrt werden, wobei eine biometrische Verifizierung der Stimme unbefugten Zugriff verhindert. Die Kombination aus KI und Machine Learning gewährleistet eine zuverlässige Stimmerkennung, selbst unter dem Einfluss von Stress oder anderen Faktoren. Neue Technologien wie diese bieten den Vorteil, angemessen auf Stimmungen reagieren.

So erstellte Reply für den Automobilzulieferer Brose den digitalen Zwilling eines Modellfahrzeugs, um die Sprachschnittstelle zu simulieren und weiterzuentwickeln. Hierbei ist es wichtig, dass die Stimme eindeutig erkannt wird und die Kommunikation in einer entsprechenden Tonalität erfolgt. Gesteuert wird dies über die Speech Synthesis Markup Language (SSML). Durch die Integration von Befehlen in verschiedenen Sprachen und unter Berücksichtigung kultureller Aspekte lässt sich eine neue Form der Customer Experience schaffen. Voice Interfaces spielen in Zukunft vor allem in Situationen eine wichtige Rolle, in denen Personen die Hände für andere Aktivitäten verwenden, wie Fahren, Kochen, Training oder medizinische Behandlungen.

Sich mit KI vor Cyberangriffen schützen

Ein weiterer bedeutender Trend ist der Einsatz von generativer KI in den Bereichen Security und Compliance. Experten können so äußerst realistische „Honeypots“ erstellen, um Cyberangriffe abzuwehren, Schwachstellen in Systemen zu identifizieren und potenzielle neue Angriffsszenarien zu simulieren. Beim sogenannten Spear-Phishing werden Opfer durch geschickt gestaltete E-Mails dazu verleitet, auf Links mit bösartigem Inhalt zu klicken. Hacker können generative KI nutzen, um täuschend echte Phishing-Mails zu erstellen und so Passwörter abzugreifen. Daher ist es für Unternehmen unerlässlich, ihre Mitarbeiter systematisch auf potenzielle Angriffe vorzubereiten. Reply berät Unternehmen bei der Absicherung von Systemen, kompletten Industrieanlagen, Smart Home-Geräten und Multi-Cloud-Anwendungen – und unterstützt Unternehmen dabei, KI zur Cyberabwehr einzusetzen. (sg)

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