Neue Studie: KMUs hinken bei Online-Marketing hinterher

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Neue Studie: KMUs hinken bei Online-Marketing hinterher

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Die Digitalisierung beeinflusst fast alle Unternehmensbereiche. Vor allem digitales Marketing ist in der heutigen Zeit ein Muss, auch für KMUs, um sich im Markt zu beweisen und bei Neu- und Bestandskunden zu etablieren. Aber welche Bedeutung spielt Online-Marketing für KMUs in Deutschland?
Quelle: Groupon

Welche Bedeutung hat Online-Marketing für kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland? Wie eine neue Studie des Online-Marktplatzes Groupon ergeben hat, hinken deutsche Unternehmen im internationalen Vergleich hinterher. Groupon hat das Marktforschungsunternehmen Opinium beauftragt, 100 Marketingentscheider in deutschen KMUs zum Thema digitales Marketing zu befragen. Darüber hinaus wurden auch Entscheider in Großbritannien, Polen, Spanien und Italien durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass Deutschland im internationalen Vergleich hinterherhinkt und deutsche KMUs vermehrt auf klassische Marketingmaßnahmen setzen.

Das zeigt sich unter anderem darin, dass für 26 Prozent der Unternehmen das Direktmarketing, wie Flyer oder Broschüren der effektivste Marketingkanal ist. Anzeigen in der lokalen Presse landen des Weiteren mit 16 Prozent auf Platz vier. Ein positives Signal ist, dass sowohl die Website (mobil optimiert 21 Prozent, keine mobil optimierte Website 18 Prozent), sowie eine Social Media-Präsenz (18 Prozent) als effektive Kanäle angesehen werden.  In allen anderen befragten Ländern landet hingegen die Social Media-Präsenz auf dem ersten Platz. Allerdings befindet sich auch in Spanien, Italien, Großbritannien und Polen das Direktmarketing in den Top drei der effektivsten Marketingkanälen.

Kanalübergreifender Marketing-Mix

Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei der Frage ab, welche Marketingkanäle in den letzten zwölf Monaten genutzt wurden. Die beliebtesten Kanäle deutscher KMUs sind eine mobil optimierte Website (41 Prozent), Direktmarketing (37 Prozent), die eigene Social Media-Präsenz (37 Prozent), SEO (35 Prozent) und E-Mail- und Newsletter-Marketing (33 Prozent).

Quelle: Groupon
Dominik Dreyer ist Geschäftsführer der Groupon Deutschland.

“Ein kanalübergreifender und vielfältiger Marketing-Mix ist unabdingbar für eine erfolgreiche Kundenansprache und Unternehmenspräsenz. Der Kunde 4.0 tritt mit einem Unternehmen über mehrere digitale und physische Touchpoints in Kontakt. Vor allem durch die Nutzung von Smartphones, die stetig wächst und Teil des Alltags geworden ist, darf digitales Marketing nicht vernachlässigt werden”, sagt Dominik Dreyer, Geschäftsführer der Groupon Deutschland.

Zu wenig Budget für Online-Marketing

Ein Blick auf die Ausgaben des Marketingbudgets zeigen Potenzial. So geben deutsche KMUs durchschnittlich nur ein Fünftel (21 Prozent) ihres Budgets für digitale Marketingmaßnahmen aus. Jedes fünfte Unternehmen gibt sogar nur bis zu fünf Prozent seines gesamten Marketingbudgets für Online-Marketing aus. Heruntergebrochen auf die Unternehmensgröße zeigt sich, dass mittelständische Unternehmen (50 bis 249 Mitarbeiter) am meisten Budget für digitales Marketing allokieren. Hier liegt der Wert bei 36 Prozent. Am wenigsten Budget für digitale Kampagnen planen Mikro-Unternehmer (1 bis neun Mitarbeiter) ein. Hier werden nur 8,6 Prozent des Gesamtbudgets für Online-Marketing eingeplant.

Einzelhändler scheinen sich dem digitalen Potenzial bewusst zu sein und investieren ein Fünftel ihres Budgets online. Gefragt nach der Budgetplanung für die nächsten zwölf bis 24 Monate geben 42 Prozent der KMU-Entscheider an, dass sie die Ausgaben für Online-Marketingaktivitäten erhöhen wollen. Die Hälfte (53 Prozent) der Befragten plant hingegen keine Budgetanpassungen.

Tools und Technologien für die Zukunft

Der Einführung neuer Marketing-Tools und Technologien in der Zukunft steht hingegen durchschnittlich jeder vierte Marketingentscheider offen gegenüber. Bei der Planung sind von 33 Prozent personalisierte Marketingmaßnahmen und von 32 Prozent neue Zahlungsmethoden favorisiert. Jeder Vierte will in Zukunft zudem auf Chatbots setzen. Weitere gefragte Tools und Technologien sind Augmented und Virtual Reality-Anwendungen (21 Prozent), AI-unterstütztes Marketing (19 Prozent), sowie Influencer-Kooperationen (16 Prozent).

“Es ist erstaunlich, dass Influencer-Kooperationen nur von 16 Prozent in der Zukunft geplant sind. Influencer-Marketing ist eines der Trend-Themen im Marketing. Umso überraschender ist es, dass die Hälfte der deutschen KMUs (51 Prozent) Influencer nicht als wichtig für ihren Geschäftserfolg ansehen”, ergänzt Dominik Dreyer.  23 Prozent planen zudem ein Booking-Tool einzuführen. Dieses Feature bietet Groupon seinen Partnern bereits an und ermöglicht ein unkompliziertes Reservierungs- und Auslastungsmanagement.

Auswertung der Marketingaktivitäten entscheidend

Ein wichtiger Bestandteil von Marketingaktivitäten und -kampagnen, sowohl offline als auch online, ist deren Auswertung. Um den Return on Investment (ROI) zu analysieren, bieten sich verschiedene Daten an. 35 Prozent der deutschen KMUs nutzen jedoch keinerlei Daten, um den ROI zu bestimmen. Damit liegen deutsche Unternehmer weit hinter den anderen befragten Ländern. In Polen nutzen im Vergleich nur acht Prozent der KMUs keine Daten zur Marketinganalyse, gefolgt von Italien (neun Prozent), Spanien (elf Prozent) und Großbritannien (19 Prozent).

“Die Ergebnisse zeigen, dass es noch viel Nachholbedarf und Aufklärung im digitalen Marketing bei deutschen KMUs gibt”, berichtet Dreyer und fügt hinzu: “Neben einer klassischen Plattform ist Groupon auch ein Marketing-Tool und bietet einen umfangreichen Service. Das bedeutet, dass wir unsere Partner beraten und mit ihnen auf Wunsch gemeinsam maßgeschneiderte skalierbare Kampagnen entwickeln. Der Geschäftserfolg hat dabei oberste Priorität. 73 Prozent der Befragten wünschen sich Unterstützung und Beratung im Bereich Online Marketing.” 

Die Studie zeigt, dass von diesen Groupon-Services in der Vergangenheit bereits 14 Prozent der Marketingentscheider eines deutschen KMUs profitiert hat. Zwölf Prozent der Kooperationen haben davon in den letzten zwölf Monaten stattgefunden. (sg)

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