Neue ERP-Lösung – So gelingt einem E-Auto-Zulieferer die Effizienzsteigerung

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Durch die Automatisierung der internationalen Auftragsbearbeitung zwischen Hong Kong und Deutschland mit APplus gelingt der CML Europe eine deutliche Effizienzsteigerung.
Neue ERP-Lösung – So gelingt einem E-Auto-Zulieferer die Effizienzsteigerung

Quelle: guteksk7/shutterstock

Ob Energiewende oder Dieselskandal – der Druck auf die Automobilbranche zwingt Hersteller, in neue Antriebstechnologien wie Elektromobilität zu investieren. Eine Entwicklung, von der auch die Zulieferer der für E-Fahrzeuge zentralen Komponenten wie die CML Europe mit Sitz in Karlsruhe profitieren. Der Elektronik-Spezialist liefert bestückbare Leiterplatten, die unter anderem in Sensoren, Infotainment-Systemen oder der Ladeinfrastruktur zum Einsatz kommen. Die internationalen Kooperationen des Unternehmens erfordern einen mehrstufigen, länderübergreifenden Geschäftsprozess, der seit 2017 mit APplus unterstützt wird.

Zunehmender Bedarf an Leiterplatten für E-Autos

„Mit der zunehmenden Verbreitung von E-Autos steigt auch der Elektronikanteil in Fahrzeugen immer weiter an“, erklärt Hauke Otten, Mitglied der Geschäftsführung der Muttergesellschaft supplier-CML-Gruppe in Asien. „Damit wächst auch der Bedarf an Leiterplatten, die für die entsprechenden Anwendungen zum Einsatz kommen. Für uns bedeutet das: steigende Stückzahlen in einem expandierenden Markt. Große renommierte Automobilzulieferer und -produzenten zählen mittlerweile zu unseren Kunden.“ 2001 gegründet, liefert CML maßgeschneiderte Leiterplatten, die von Kunden passgenau bestellt und in individuellen Serien gefertigt werden.

Die Kundenakquise und das Angebotswesen erfolgen über die internationalen Vertriebsorganisationen des Unternehmens. Geht dort ein Auftrag ein, wird dieser zunächst lokal verarbeitet und anschließend nach Hong Kong an den Lieferanten übergeben: Die sCML-Gruppe in Asien sorgt für die Verfügbarkeit des benötigten Materials, plant die Produktion und gibt die Aufträge anschließend an chinesische Fertigungswerke weiter. Danach werden die fertigen Leiterplatten ins zentrale Distribution Center nach Hong Kong transportiert, von wo aus sie an die jeweiligen Kunden geliefert werden.

Der Altlösung entwachsen – Suche nach neuer ERP-Lösung beginnt

Mehr als zehn Jahre lang wurde diese mehrstufige Prozesskette mithilfe einer älteren ERP-Lösung bearbeitet. Diese war jedoch nicht in der Lage, den gesamten Ablauf integriert abzudecken, sodass an zahlreichen Stellen Brüche, manuelle Schritte und Doppelarbeiten erforderlich waren. „Seit etwa 2010 ist unsere Unternehmensentwicklung von einem deutlichen Wachstum geprägt“, berichtet Michael König, Mitglied der Geschäftsführung der CML-Gruppe. „In den folgenden Jahren zeigte sich mehr und mehr, dass unsere bisherigen Prozesse unserer Geschäftsgröße nicht mehr gerecht werden konnten.“

2015 startete CML somit ein Auswahlverfahren, um eine neue ERP-Lösung zu finden. Diese sollte Funktionen zur Stammdatenhaltung und Angebotserstellung liefern, Kalkulationen und Lagerhaltung unterstützen und auch die Möglichkeit zur Integration des Finanzsystems sowie für den Einsatz von Scannern bieten.

Am Ende des Auswahlprozesses fiel die Wahl der neuen ERP-Lösung auf APplus. „Was uns besonders an der Asseco-Lösung gefiel, war neben der modernen Optik auch der klare, nachvollziehbare Belegfluss“, erinnert sich Hauke Otten. „Und alle Informationen, die die Anwender benötigen, sind über die Links jederzeit zugänglich.“

Durch die unmittelbare Verzahnung zwischen Lieferant und Kunde können heute Auftragsdaten automatisiert nach Hong Kong übermittelt werden. Dort werden die eingehenden Aufträge geprüft, benötigte Materialmengen und Zeiten abgeglichen und der Auftrag schließlich automatisiert an den chinesischen Produzenten gegeben. Daraufhin erhält die CML Europe eine Bestätigung, sodass im dortigen APplus die Auftragsbestätigung ausgelöst werden kann.

ERP-Lösung: Verteilte Waren, zentrale Daten

Als reiner Individuallieferant spielt zudem eine effiziente Lagerverwaltung für CML Europe eine entscheidende Rolle. Denn jeder Auftrag ist spezifisch auf die Anforderungen des Kunden hin gefertigt, sodass lagernde Leiterplatten nicht querverwendet werden können. In der Vergangenheit waren die erforderlichen Verwaltungsprozesse im jeweiligen ERP-System jedoch lediglich rudimentär vorhanden. Informationen, in welchem der unterschiedlichen Läger (Wareneingangslager, Hauptlager oder Sortierlager) ein bestimmter Artikel liegt, waren nicht vorhanden.

Mit APplus wurde die Lagerhaltung nun Teil des ERP-Systems. Bereits der Versand der gefertigten Ware vom Distribution Center in Hong Kong an die CML Europe wird in Form des „Transport-Lagers“ in APplus abgebildet. Dabei werden Container- und Trackingnummer zuverlässig verbucht, sodass jederzeit nachverfolgbar ist, an welchem Ort sich welche Chargen gerade befinden.

Nach ihrer Ankunft im Lager der CML Europe werden die fertiggestellten Artikel mithilfe einer mobilen Scannerlösung im Wareneingangslager erfasst und anschließend entweder ins Hauptlager oder – falls eine Qualitätskontrolle erforderlich ist – ins Sortierlager weitergegeben. Daraufhin ist jederzeit unmittelbar einsehbar, welche Artikel sich in welcher Menge und mit welchen Chargennummern an einem bestimmten Lagerplatz befinden.

Projekterfolg dank starker Partnerschaft

Um einen sicheren Einsatz in Fahrzeugen zu gewährleisten, müssen die Leiterplatten von CML den hohen Sicherheitsstandards der Automotive-Branche gerecht werden. Auch die entsprechende Qualitätskontrolle wird mit APplus – in Kombination mit der Partnerlösung von Babtec – realisiert. Im Rahmen einer Sichtkontrolle wird die Leiterplatte zunächst auf Mängel wie Verschmutzungen oder Kratzer hin untersucht. Je nach Artikel gilt es daraufhin, spezifische Kriterien zu prüfen, zum Beispiel, ob die erforderlichen Bohrungen korrekt vorgenommen wurden.

Die geprüften Kriterien werden in Babtec verbucht und durch die bidirektionale Schnittstelle an APplus zurückgegeben, wo die jeweiligen Artikel nach erfolgter Freigabe als freier Bestand umgebucht werden.

„Uns ist bewusst, dass wir einen schwerpunktmäßig DACH-zentrierten Anbieter wie die Asseco Solutions durchaus vor eine herausfordernde Aufgabe gestellt haben, ihre Lösungen in einen internationalen Kontext über Zeitzonen hinweg nach Hong Kong und China zu bringen“, resümiert Michael König. „Von Seiten der Asseco bestand hier jedoch eine große Bereitschaft, diesen Weg mitzugehen. So schafften wir die Grundlage, gemeinsam dieses umfangreiche Projekt zu realisieren, bei dem sowohl die Asseco als auch wir aneinander und miteinander gewachsen sind.“

Lesen Sie auch: ERP-Systeme – So gelingt Unternehmen die Migration in die Cloud.

ERP-Lösung, Ralf Bachthaler
Bild: Asseco Solutions

Der Autor Ralf Bachthaler ist Vorstand bei Asseco Solutions.

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