Mittelstand nutzt verstärkt Steuersoftware aus der Cloud

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Mittelständische Unternehmen in Deutschland zögerten bisher, ihre geschäftskritischen Daten einem Cloud-Dienstleister anzuvertrauen. Wie der von KPMG und BITKOM veröffentlichte Cloud-Monitor zeigt, setzen inzwischen 44 Prozent,also fast die Hälfte der deutschen Unternehmen Cloud-Lösungen ein. Auch bei der DATEV eG steigt die Nachfrage nach sicheren Cloud-Lösungen für kaufmännische und steuerliche Prozesse.
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Mittelständische Unternehmen in Deutschland zögerten bisher, ihre geschäftskritischen Daten einem Cloud-Dienstleister anzuvertrauen. Wie der von KPMG und BITKOM herausgegebene Cloud-Monitor 2015 zeigt, setzen inzwischen 44 Prozent, also fast die Hälfte der deutschen Unternehmen Cloud-Lösungen ein. Dabei geht die Cloud-Nutzung nicht mehr nur von Großunternehmen aus. Bei Firmen mit einer Beschäftigtenzahl von 20 bis 100 liegt der Anteil bei 41 Prozent, die Cloud-Dienste einsetzen. Bei Unternehmen zwischen 100 und 1.999 Mitarbeitern sind es sogar schon 55 Prozent.

Neben Office-Diensten wie E-Mail und Kalender gehören auch ERP-Anwendungen gemeinsam mit Telefonie-Diensten mit einem Anteil von 29 Prozent zu den am zweithäufigsten genutzten Services aus der Wolke. Die steigende Nutzung kann auch der Softwareanbieter und IT-Dienstleister DATEV eG für seine vielfältigen Lösungen aus dem Cloud- und Outsourcing-Umfeld bestätigen: “Sowohl im Geschäftsjahr 2014 wie auch im ersten Halbjahr 2015 ist die Nachfrage nach sicheren Cloud-Angeboten für kaufmännische und steuerliche Prozesse kontinuierlich gestiegen”, sagt DATEV-Vorstandsvorsitzender Prof. Dieter Kempf.

Unternehmen online: sichere Anwendungen aus der Cloud

Nach Angabe der DATEV nutzen derzeit rund 56.000 Unternehmen das browserbasierte Anwendungspaket “DATEV Unternehmen online”, mit dem sich alle wichtigen kaufmännischen Anforderungen in der Cloud erledigen lassen. Sie organisieren damit ihre täglichen Geschäftsvorgänge – von den Kassen- und Rechnungsbüchern über Lohndaten und Zahlungsverkehr bis hin zu Buchführungs- und Gehaltsauswertungen. Die Online-Belegarchivierung als Hauptanwendung verwenden aktuell schon rund 112.000 Unternehmen. Gemeinsam mit ihren steuerlichen Beratern verwalten und bearbeiten sie ihre Buchführungsbelege in  elektronischer Form.

Digitalisierte Bilder der Originaldokumente werden dabei sicher im DATEV-Rechenzentrum archiviert, wo sie sowohl der Kanzlei als auch dem Unternehmen jederzeit zur Verfügung stehen. Rund 340 Millionen digitalisierte Belege werden inzwischen im DATEV-Rechenzentrum verwahrt, und jeden Monat kommen weitere sieben Millionen hinzu.

Sicheres Auslagern von Anwendungen und Daten in die Cloud

Auffällig bei den Ergebnissen der Cloud-Monitor-Befragung ist zudem, dass den deutschen Unternehmen das Thema Sicherheit beim Auslagern von Anwendungen und Daten in die Cloud sehr wichtig ist. So werden Private Clouds von der Mehrheit befürwortet, während drei Viertel der Unternehmen die Nutzung von Public Clouds wegen Sicherheitsbedenken ablehnen. Auch diese Anforderungen kann die DATEV erfüllen: Für sämtliche Cloud-Services, von der Datenverarbeitung über die Bereitstellung der Software, Infrastruktur, Datenverteilung und Sicherheitsdienste (Managed Security Services) bis hin zur Sicherung und Archivierung von Daten, realisiert der IT-Dienstleister ein sehr hohes Sicherheitsniveau.

DATEV auch im ersten Halbjahr 2015 auf Wachstumskurs

Wie die DATEV auf ihrer Jahrespressekonferenz am 10. Juli meldete, stieg der Umsatz der Genossenschaft in den ersten sechs Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15,2 Millionen Euro auf 438,9 Millionen Euro (im Vorjahr 423,7 Millionen Euro). Nachdem in den vergangenen Jahren zusätzliche, aus dem E-Government stammende Umsatzpotenziale realisiert werden konnten, pendelt sich das relative Umsatzwachstum 2015 mit 3,6 Prozent wieder in der langjährigen Relation ein. Zu den erfolgreichen Produktgruppen im ersten Halbjahr zählten das Rechnungswesen mit einem Zuwachs von 7,7 Millionen Euro, die Eigenorganisation (plus 1,8 Millionen Euro) und die Personalwirtschaft (plus 1,5 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis lag nach sechs Monaten mit 36,7 Millionen Euro, einem Minus von 4,1 Prozent, unter dem des Vorjahreszeitraums, da die sonstigen betrieblichen Erträge im ersten Halbjahr 2014 höher ausgefallen waren.

“Aufgrund der positiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwarten wir auch für das gesamte Geschäftsjahr 2015 eine erfreuliche Umsatzentwicklung. Die IT-Branche zeigt sich von ungebrochener Innovationsdynamik mit einer Wachstumserwartung von 3,2 Prozent. Diese Dynamik möchte die DATEV nutzen und erwartet daher für das laufende Geschäftsjahr ein Wachstum in mindestens dieser Größenordnung”, erklärte Prof. Dieter Kempf, Vorstandsvorsitzender der DATEV, auf der Jahrespressekonferenz in Nürnberg. Mit Stand vom 30. Juni 2014 stieg die Anzahl der Mitglieder auf 40.376 (im Vorjahr 40.286) und der Mitarbeiter auf 6.803 (im Vorjahr 6.713).

Digitalisierung von Prozessen schreitet voran

Als einen der großen Trends in den nächsten Jahre sieht die DATEV die fortschreitende Digitalisierung von Prozessen in und zwischen  Berufsstand, Unternehmen und Verwaltung. Das Ziel der digitalen Zukunft liegt in durchgängigen, medienbruchfreien  Abläufen. Die Weiterentwicklung von sicheren Cloud-Lösungen spielt dabei eine entscheidende Rolle. Dreh- und Angelpunkt der arbeitsteiligen Prozesse zwischen DATEV, ihren Mitgliedern und deren Mandanten ist das DATEV-Rechenzentrum. So können Anwender die Programme für Rechnungswesen, Personalwirtschaft, Steuerdeklaration und Kanzleisicherheit als komplette Cloud-Lösung nutzen.

“Wir können an unseren Nutzerzahlen ablesen, dass die Digitalisierung richtig Fahrt aufgenommen hat: Sowohl im Geschäftsjahr 2014 wie auch im ersten Halbjahr 2015 ist die Nachfrage nach sicheren Cloud-Angeboten für kaufmännische und steuerliche Prozesse kontinuierlich gestiegen”, erläuterte Kempf. Ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Akzeptanz von Cloud-Lösungen ist der einfache und sichere Zugang. Dies lässt sichanschaulich am rasant wachsenden Nutzerkreis für die Plattform “Arbeitnehmer online” ablesen: Seitdem Ende 2014 das komfortable und sichere smsTAN- Verfahren zur Authentifizierung eingeführt wurde, nutzen mittlerweile über 35.000 Arbeitnehmer die Plattform, um Gehaltsabrechnungen online abzurufen, mit steigender Tendenz stark steigend.

Auch bei der derzeit in der Entwicklung befindlichen mobilen Authentifizierungslösung DATEV SmartLogin stehen Sicherheit und einfache Nutzung im Fokus. Die Smartphone-App ermöglicht einen vergleichbar hohen Sicherheitsfaktor wie bei einer SmartCard, ist aber erheblich einfacher zu handhaben. Derzeit können Mandanten damit die eigene Steuererklärung für die elektronische Übermittlung an das Finanzamt freigeben. DATEV SmartLogin soll noch im Laufe des Jahres für weitere Cloud-Anwendungen zur Verfügung gestellt werden. (sg)

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