Managementberatung: Wie sich die Consulting-Branche durch die Digitalisierung verändert

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Die digitale Transformation macht auch vor der Consulting-Branche nicht halt. Managementberatung und IT-Beratung sowie Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften beraten ihre Kunden nicht nur in Fragen der Digitalisierung, sondern müssen sich auch den Herausforderungen ihres eigenen digitalen Wandels stellen.
Dienstleister

Quelle: Freedomz - Shutterstock

Immer mehr Firmen mit Schwerpunkt Managementberatung und IT-Beratung verspüren einen zunehmenden Druck, die eigenen Geschäftsmodelle, Methoden und Tools zu verändern und gemäß den neuen Anforderungen ihrer Kunden und technologischen Entwicklungen anzupassen. So werden beispielsweise digitale Beratungsinstrumente und Predictive-Analytics-Tools mit Self-Service-Funktion im Auswahlprozess für Beratungsmandate immer wichtiger.

Darüber hinaus führen technologische Entwicklungen wie Digital Marketing, E-Commerce und IoT dazu, dass die Datenmengen massiv ansteigen und deutlich mehr unstrukturierte Informationen vorliegen, die im Rahmen von Beratungsmandaten ausgewertet und analysiert werden müssen.

Folgen des digitalen Wandel auf den Consulting-Markt

Aufgrund der zunehmenden Relevanz von leistungsstarken Data-Analytics-Tools und Self-Service-BI-Lösungen hat Lünendonk nun seine dritte Auflage der Studienreihe „Consulting 4.0“ veröffentlicht. Für die aktuelle Studie mit dem Titel „Wie sich der digitale Wandel auf den Consulting-Markt auswirkt“ wurden über 120 Führungskräfte und Projektverantwortliche aus Management- und IT-Beratungen sowie Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften befragt. In fachlicher Zusammenarbeit mit Tableau, einem Anbieter von Visual Analytics, konzipiert, steht die Studie als interaktives Dashboard kostenfrei zur Verfügung. Interessenten können so direkt in die Daten klicken und sich die einzelnen Perspektiven unterschiedlicher Befragungsgruppen individuell anschauen.

Managementberatung: Stärkerer Einsatz von Data Analytics

Einen besonders hohen Bedarf für digitale und softwaregestützte Beratungs-Tools zur Analyse von Echtzeit- und Massendaten gibt es in Beratungsmandaten rund um die Analyse der Customer Journey sowie dem Monitoring der digitalen Kundenschnittstellen. Rund 70 Prozent der befragten Beratungsdienstleister werden in diesem Bereich sehr stark und stark von ihren Kunden beauftragt, um mit Hilfe von Software-Tools Projekte umzusetzen.

„Je mehr digitale und datenbasierte Geschäftsmodelle auf den Markt kommen und die Kundenkommunikation über digitale Kanäle erfolgt, umso wichtiger ist für die Unternehmen die kontinuierliche Messung der Kundeninteraktionspunkte. In die Analyse und Optimierung sind häufig Digitalagenturen und Consulting-Firmen involviert, die entsprechende Analyse-Kompetenzen haben müssen“, beschreibt Mario Zillmann, Partner bei Lünendonk und Studienverantwortlicher, die Herausforderungen vieler Kunden und Beratungen.

Mario Zillmann Lünendonk Quelle: Lünendonk & Hossenfelder GmbH
Mario Zillmann ist Partner bei der Lünendonk & Hossenfelder GmbH.

Managementberatung: Monitoring und die Analyse von Transaktionsdaten

Das Monitoring und die Analyse von Transaktionsdaten, beispielsweise Bestellungen, Bezahlungsprozesse oder Bestandsveränderungen, sind für 66 Prozent der Beratungen ein häufiges Einsatzgebiet für die Nutzung analytischer Software-Tools. Auch hier führt der Trend zu digitalen Geschäftsmodellen und zur Prozessautomatisierung dazu, dass einerseits deutlich mehr digitale Informationen anfallen, die andererseits kontinuierlich überwacht und ausgewertet werden müssen, um Prozessstörungen zu vermeiden.

„Realtime-Monitoring, Visualisierung und Process Mining sind in diesem Zusammenhang derzeit wichtige Trends“, erläutert Zillmann. 64 Prozent der Befragten gaben ferner an, dass sie sehr häufig bis häufig beauftragt werden, die Unternehmenssteuerung und das Management Reporting zu optimieren. Ziel ist, die Reporting-Zyklen zu verkürzen und den Empfängern Self-Service-Funktionen bereitzustellen, sodass sie direkt und ohne großen Aufwand auf relevante Kennzahlen und Informationen zugreifen können. „Insbesondere die starke Nutzung von mobilen Endgeräten sowie ein zu hoher Aufwand, immer mehr Informationen in das Berichtswesen zu integrieren, haben den Trend zu Self-Service-BI im Management Reporting massiv verstärkt“, berichtet Mario Zillmann.

Managementberatung: Datenauswertung und -analyse im Vordergrund

Die steigenden Datenmengen bei ihren Kunden führen dazu, dass auch die Beratungen innerhalb ihrer Mandate deutlich mehr Informationen und Daten auswerten und analysieren müssen. 16 Prozent der Befragten gaben an, dass sich die zu analysierende Datenmenge in den letzten zwei Jahren mehr als vervierfacht hat. In weiteren 42 Prozent der untersuchten Managementberatung und IT-Beratungen sowie Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften müssen aktuell dreimal mehr Daten ausgewertet werden als noch vor zwei Jahren.

ManagementberatungQuelle: Lünendonk & Hossenfelder

„Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, müssen Beratungsdienstleister in moderne Tools investieren, die es ihren Analysten und Beratern ermöglichen, Informationen und Daten schnell in ein Analyse-Tool zu integrieren, Kennzahlen zu visualisieren und Zusammenhänge zu erkennen“, beschreibt Mario Zillmann eine zentrale Herausforderung der Consulting-Branche. „Dazu bedarf es Investitionen in Self-Service-Analytics-Tools sowie in eine digitale Arbeitsplatzumgebung mit virtuellen Meetingräumen, Web-Portalen zur Anbindung der Kundendatenbanken an die eigenen Systeme und einer cloudbasierten IT-‐Infrastruktur, um Rechenleistungen bei der Analyse von Big Data zu maximieren.“

Managementberatung: Kunden stellen neue Anforderungen

Infolge der Entwicklungen rund um die Digitalisierung müssen sich viele Beratungen neu aufstellen und verändern. 29 Prozent der befragten Berater sehen in Software-Tools zur Erkennung von Zusammenhängen, also Predictive Analytics, zukünftig einen sehr hohen Stellenwert für eine erfolgreiche Projektumsetzung, 53 Prozent einen hohen Stellenwert. Die digitalen Beratungskomponenten Web-Portale, virtuelle Meetingräume oder Visualisierungs-Tools werden für 52 Prozent der Befragten künftig eine sehr große und laut weiteren 34 Prozent eine große Auswirkung auf den Projekterfolg haben. Aber auch im digitalen Zeitalter erachten 65 Prozent der befragten Berater das Beraterwissen und die Erfahrungen der Consultants als sehr hohen Stellenwert für eine erfolgreiche Projektumsetzung.

Die Lünendonk‐Studien und Publikationen gehören als Teil des Leistungsportfolios der Lünendonk & Hossenfelder GmbH zum „Strategic Data Research“ (SDR). In Verbindung mit den Leistungen in den Portfolio-‐Elementen „Strategic Roadmap Requirements“ (SRR) und „Strategic Transformation Services“ (STS) ist Lünendonk in der Lage, seine Beratungskunden von der Entwicklung der strategischen Fragen über die Gewinnung und Analyse der erforderlichen Informationen bis hin zur Aktivierung der Ergebnisse im operativen Tagesgeschäft zu unterstützen. Die Lünendonk & Hossenfelder GmbH in Mindelheim analysiert europaweit Unternehmen aus der Informationstechnik, Beratungs-, Prüfungs- und Dienstleistungsbranche. (sg)

Lesen Sie auch: Digitalisierungsprojekte: Viele SAP-Anwenderunternehmen hinken noch hinterher

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