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Managed Services: Unternehmen haben Nachholbedarf bei Digitalisierungsinitiativen

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Seit Beginn der Pandemie haben Unternehmen einen Wandel durchlaufen, um so ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken und ihre Effizienz zu steigern. Das geht aus dem „Global Managed Services Report 2021“ hervor, den NTT Ltd. jetzt veröffentlicht hat. Demnach erklären 87 Prozent der befragten Führungskräfte, dass sie wegen Covid-19 ihre Betriebsprozesse verändert haben.
Managed Services Sourcing-Markt

Quelle: LeoWolfert/shutterstock

In der Studie führen über 92 Prozent der Geschäfts- und IT-Führungskräfte an, dass ihre komplette Technologiestrategie entweder vollständig (50 Prozent) oder teilweise (43 Prozent) auf die neuen Anforderungen der Geschäftsstrategie des Unternehmens abgestimmt ist. Das zeigt gleichzeitig, dass IT-Teams stärker denn je auf die Anforderungen des Unternehmens eingehen müssen. Ebenso hat die Pandemie die Business-Stakeholder dazu veranlasst, bereits vorhandene IT-Services und -Lösungen, wie die Möglichkeit zur Remote-Arbeit, einem größeren Kreis von Mitarbeitern zugänglich zu machen. Unterstützt werden sie dabei durch Managed Services.

Doch trotz der größeren Übereinstimmung in punkto Technologiestrategie gibt es immer noch eine Diskrepanz bei den Prioritäten. Weltweit sind 70 Prozent der Business-Teams der Meinung, dass eine Technologiestrategie, die die Effizienz des Unternehmens steigert, von entscheidender Bedeutung ist. Dem stimmen nur 48 Prozent der IT-Teams zu. Außerdem halten 70 Prozent der Business-Teams weltweit Geschwindigkeit und Agilität für eine Schlüsselkomponente innerhalb der Strategie, im Gegensatz zu lediglich 53 Prozent der IT-Teams.

Managed Services: Innovativ, risikobereit und widerstandsfähig

Bei dem Versuch von Unternehmen, ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken, zeigt die Studie von NTT erhebliche Unterschiede in der Herangehensweise. Während einige die Kostenoptimierung als einen Weg für mehr Widerstandsfähigkeit sehen, zeigen sich andere „risikobereiter“: Für sie ist die Pandemie eine Chance, neue Marktpotenziale zu erschließen. Um dies zu erreichen, richten 34 Prozent der Befragten ihren Technologiefokus global aus.

Interessanterweise steigt diese Zahl auf 42 Prozent, wenn ein Unternehmen derzeit mindestens drei Viertel seiner IT von einem externen Anbieter verwalten lässt, also Managed Services nutzt. Bei Unternehmen, die nur einen geringen oder gar keinen Teil ihrer IT ausgelagert haben, sind dagegen lediglich 26 Prozent bereit, ihre Ausrichtung zu ändern.

Aktuelle Bedürfnisse und zukünftige Lieferung

Die Studie zeigt auch, dass die Offenheit gegenüber neuen Technologien und die Fähigkeit, Innovationen zu automatisieren und schnell zu implementieren, Schlüsselstrategien für den zukünftigen Geschäftserfolg sind. So sind in Europa 88 Prozent der Geschäftsführer und IT-Leiter der Meinung, dass neue Technologien entscheidend sind, allerdings glaubt weniger als ein Drittel (30 Prozent), dass diese ihnen auch zur Verfügung stehen, um die unmittelbaren Ziele des Unternehmens zu erreichen.

Diese Tatsache verdeutlicht ein Dilemma, vor dem viele Unternehmen stehen: Einerseits die Notwendigkeit, die gegenwärtigen Bedürfnisse auszubalancieren, und andererseits die Notwendigkeit, in Technologien und Prozessmodernisierung zu investieren, um von den Möglichkeiten der Skalierung und Weiterentwicklung zu profitieren.

Managed Services unterstützen Transformationsbemühungen

Da eine schnelle Markteinführung immer stärker zu einem wichtigen Unterscheidungsmerkmal im globalen Wettbewerb wird, ist die Optimierung der digitalen Transformation von großer Bedeutung. Unternehmen, die hier „risikobereit“ sind, können ihre Bemühungen bei der digitalen Transformation mit 50 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit verbessern. Die Studie zeigt auch, dass diese Unternehmen bei mehr als der Hälfte ihres IT-Supports mit einem Provider von Managed Services zusammenarbeiten.

Durch eine DevOps-Kultur und Plattformautomatisierung reduziert sich der Druck auf die IT-Abteilung bei der Infrastrukturverwaltung. Indem sich die IT-Mitarbeiter auf Innovationen konzentrieren können, ist auch eine Optimierung der Digitalen Transformation möglich. Gleichzeitig führen moderne Lösungen zu einer niedrigeren Mean Time to Repair (MTTR) sowie Kostenoptimierungen und ermöglichen kontinuierliche Verbesserungen im gesamten Unternehmen.

Agilität, Innovationsfreude und intelligente Technologien im Fokus

„Covid-19 hat Unternehmen weltweit vor enorme Herausforderungen gestellt und eine Neuausrichtung des Unternehmens und der IT gleichermaßen notwendig gemacht. Agilität, Innovationsfreude und intelligente Technologien sind in den Mittelpunkt gerückt, um auch künftig im Markt bestehen zu können“, erklärt Kai Grunwitz, Geschäftsführer der NTT Ltd. in Deutschland. „Das stellt gerade IT-Abteilungen, die bereits durch Legacy-Infrastrukturen, Budgetbeschränkungen und mangelnde Ressourcen unter hohem Druck stehen, vor eine fast unlösbare Aufgabe. Unternehmen müssen sich aber dem Thema Resilienz und damit der Digitalen Transformation auf eine neue und innovative Art und Weise nähern – vertrauenswürdige Technologiepartner können ihnen dabei helfen.“

Zur Methodik der Studie: Der „Global Managed Services Report 2021“ basiert auf einer Online-Umfrage von 1.350 Unternehmen in 21 Ländern – davon 330 in Europa –, die von Jigsaw Research im Auftrag von NTT Ltd. durchgeführt wurde. Befragt wurden im Zeitraum von Oktober und November 2020 Geschäfts- und IT-Entscheidungsträger in Unternehmen aus 15 verschiedenen Branchen. Der weltweit tätige IT-Dienstleister NTT Group ist jetzt zum besten Managed Service Provider Deutschlands (Anbieter mit einem Jahresumsatz von über einer Milliarde Euro) gewählt worden. Für den Preis werden Unternehmen befragt, wie zufrieden sie mit den Leistungen ihres Dienstleisters sind. (sg)

Lesen Sie auch: Digitalisierung in Deutschland: Ist die Corona-Pandemie der Sargnagel?

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