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Mainframe: Totgesagte leben (viel) länger

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Mainframe: Totgesagte leben (viel) länger

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 Riesig, laut und stark: So präsentierte sich der erste Großrechner bei seiner Weltpremiere vor fünfzig Jahren. Er war der unumstrittene Platzhirsch, bewundert und gefeiert. Ein wenig selbstverliebt war sich der IT-Bolide seiner unerreichten Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit bewusst. Und so ist es kein Wunder, dass sich der Mainframe irgendwann den Ruf einer alternden Diva zuzog, deren anspruchsvolle Spezialbehandlung nur noch wenige IT-Fachkräfte verstehen. Doch jetzt erobert sich der Großrechner einen Teil seiner Bühne zurück.

 Auftrieb durch Cloud Computing und Big Data

Nach Jahren der Stagnation verleihen Trends wie die Rezentralisierung der IT, Big Data sowie Mobility und Cloud Computing dem Großrechner wieder neuen Auftrieb. Während die IT seit den 90-er Jahren vor allem auf dezentrale Client-Server-Umgebungen getrimmt wurde, zeichnet sich nunmehr eine Trendwende in Richtung Zentralisierung von Rechenzentrumsleistungen und Konsolidierung von Serverfarmen ab. Genau hier kann der Mainframe seine Stärken wieder voll ausspielen. Denn Maschinen wie die Server der BS2000-Reihe ermöglichen es, nicht nur eine Vielzahl an virtuellen Servern zu starten, sondern nehmen durch ihre immense Leistungsfähigkeit deutlich mehr virtuelle Server Huckepack. Das spart Platz und Strom im Rechenzentrum und hilft, die Kosten zu senken. Damit avanciert der Mainframe zum zentralen Problemlöser für Betreiber von Rechenzentren: Denn Platzmangel und Energiekosten machen ihnen am meisten zu schaffen. Hinzu kommt, dass zentrale Aufgaben, zum Beispiel das Patch-Management, über den Mainframe laufen und dadurch Zuverlässigkeit und Sicherheit der Großrechner auch für die virtuellen Maschinen gewährleistet werden können.

Top-Leistung, moderne Funktionalitäten

Um den Ansprüchen im Serverpool moderner Rechenzentren gerecht zu werden, eignet sich der Mainframe als zentrales Hochleistungssystem also hervorragend. Das kritische Image haftet dem Giganten dennoch weiter an. Denn es spricht sich erst langsam herum, dass auch die Verwaltung längst nicht mehr so umständlich ist, wie viele glauben. Nach einem Face-Lift präsentiert sich der Großrechner heute mit einer grafischen Benutzeroberfläche und bietet Plug-Ins für die Administration etwa über mobile Endgeräte wie Tablet-PCs an. Zudem erleichtern moderne Entwicklungsumgebungen das Erstellen von Anwendungen für die Großrechnerwelt. Aus technologischer Sicht hat der Mainframe also lange noch nicht ausgedient. Fujitsu entwickelt deshalb Hardware und Betriebssystem kontinuierlich weiter und bringt im Turnus von drei Jahren neue Versionen auf den Weg zum Kunden.

Karriereturbo für Unerschrockene

Die Gefahren für den Großrechner lauern indes ganz woanders. Denn das angekratzte Image hat auch unter Studenten die Runde gemacht. Infolgedessen hat sich der Nachwuchs auf Technologien wie Java spezialisiert. Wenn es um die Administration von Großrechnern und um Cobol-Kenntnisse geht, liegt das Alter der Mainframe-Spezialisten in vielen Unternehmen weit über dem Durchschnitt der Belegschaft. Für jüngere Kollegen ist die Integration in ein Großrechnerteam deshalb gelegentlich etwas schwierig. Die Altersstruktur der Mainframespezialisten eröffnet jedoch auch ungeahnte Chancen für Newcomer: Junge Nachwuchskräfte können in der Nische mit ihren zusätzlichen Mainframekenntnissen punkten und selbst für größere Projekte schnell Verantwortung übernehmen. In anderen Bereichen der IT sind die Karrierepfade hingegen häufig deutlich länger.

Fazit

Der Mainframe wird auch in den kommenden Jahrzehnten eine zentrale Rolle in vielen Rechenzentren spielen. Dank neuer Einsatzszenarien macht er bereits verloren geglaubtes Terrain wieder gut und erobert sogar neues hinzu. Fakt ist, der Mainframe ist mehr als ein Server. Er ist der Taktgeber im Data Center. Aus wirtschaftlicher Perspektive wird er sich auch in den kommenden Jahrzehnten behaupten und außerdem als Steigbügelhalter für so manche Turbokarriere dienen.

Von Dr. Rolf Strotmann, Vice President Enterprise Server and Software bei Fujitsu

 

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