Künstliche Intelligenz: Unternehmen in DACH haben noch Potenzial

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Welche KI-Projekte haben Unternehmen schon realisiert und welche Pläne haben sie? Wo sehen sie die größten Hürden und welches Potenzial trauen sie der Technologie zu? Laut einer neuen Umfrage von Adesso ist die Hälfte der befragten Unternehmen von den eigenen KI-Fähigkeiten nicht überzeugt.
Künstliche Intelligenz

Quelle: everything possible/shutterstock

  • Laut einer neuen Studie von adesso hält jedes zweite befragte Unternehmen die eigene Organisation für mittelmäßig oder sogar schlecht aufgestellt.
  • Viele Unternehmen wollen in neue Mitarbeitende, Weiterbildung oder externe Berater investieren, um ihr Know-how in KI zu verstärken.
  • 81 Prozent der befragten Unternehmen sind überzeugt, dass ein Investment in KI mittelfristig Wettbewerbsvorteile bringt.

Der Einsatz neuer Technologien, allen voran künstliche Intelligenz, gehört für Unternehmen zu den größten Herausforderungen, die sie in den nächsten drei Jahren angehen wollen. Mehr als jeder zweite Befragte der von adesso veröffentlichten Studie „Zum Status von KI in DACH – Pläne, Prognosen, Projekte“ hält jedoch die eigene Organisation – im Wettbewerbsvergleich – für mittelmäßig oder sogar schlecht aufgestellt. Die Gründe dafür sind vielfältig: Immerhin 38 Prozent führen Widerstände gegen künstliche Intelligenz im eigenen Unternehmen an. 52 Prozent sind überzeugt, dass gesetzliche Rahmenbedingungen den gewinnbringenden Einsatz verhindern.

Investitionen in künstliche Intelligenz bringen Wettbewerbsvorteile

Die Mehrheit der Unternehmen schöpft die Potenziale von KI bislang nicht aus. Aber viele wollen jetzt in neue Mitarbeitende, Weiterbildung oder externe Berater investieren, um sich Know-how an Bord zu holen. Gerade das Gewinnen qualifizierter Kräfte wird jedoch angesichts des Fachkräftemangels zu einer herausfordernden Aufgabe. Entsprechend ist das Top-Management gefragt. Und das wird seiner Vorbildfunktion gerecht, indem es sich hinter KI-Themen stellt und sie vorantreibt (66 Prozent). Die Gründe für die Anstrengungen der Unternehmen liegen auf der Hand: 81 Prozent sind davon überzeugt, dass ein Investment mittelfristig für Wettbewerbsvorteile sorgt und einen großen Einfluss auf das eigene Geschäftsmodell hat. 72 Prozent halten künstliche Intelligenz unverzichtbar für Produktinnovationen.

Möglichkeiten, soweit das Auge reicht

Der Anteil der Unternehmen, die KI-Projekte bereits umgesetzt haben, hält sich quer durch alle abgefragten Einsatzszenarien in Grenzen. Am weitesten verbreitet sind Anwendungen, die auf dem Erkennen und Verstehen natürlicher Sprache basieren: 22 Prozent nutzen KI bereits dafür, 28 Prozent planen es. Dahinter folgen KI für Predictive Maintenance (vorausschauende Wartung) mit 20 Prozen. 18 Prozent setzen bereits Fraud Detection (Betrugsprävention) und 16 Prozent Churn Prediction (Kündigungswahrscheinlichkeit von Kunden) ein.

Beim Blick auf einzelne Branchen offenbaren sich indes große Unterschiede: So schätzen 60 Prozent der Befragten aus dem Finanzwesen und 54 Prozent in der Automobilbranche die eigene KI-Aufstellung im Vergleich zum Wettbewerb gut oder besser ein. In der Energiewirtschaft und im Gesundheitswesen sind es dagegen nur 33 Prozent beziehungsweise 39 Prozent. Gleichwohl wissen – branchenübergreifend – 84 Prozent der Unternehmensverantwortlichen, dass KI auf immer mehr Themengebieten den Wettbewerb zwischen Unternehmen entscheiden wird.

Einsatz von KI steckt noch in den Anfängen

„Es ist eine spannende Phase für Unternehmen: Quer durch alle Branchen und Aufgabenbereiche investieren sie grundlegend in KI-Technologien, -Prozesse und -Fachwissen. Unsere Studie zeigt: Damit schaffen sie jetzt die Grundlagen, die den zukünftigen Erfolg sichern. Und bei diesem Erfolg wird künstliche Intelligenz eine wichtige Rolle spielen – auch wenn der Einsatz heute noch in den Anfängen steckt“, erklärt Prof. Dr. Volker Gruhn, Aufsichtsratsvorsitzender der adesso SE.

adesso Gruhn
Prof. Dr. Volker Gruhn ist Aufsichtsratsvorsitzender der adesso SE. (Bild: adesso)

Zur Methodik der Studie: adesso hat für die Studie „Zum Status von KI in DACH“ gemeinsam mit der Kölner Marktforschungsagentur heute & morgen von Januar bis Februar 2021 eine Umfrage durchgeführt. Dabei wurden 956 Unternehmensentscheider und 1.000 Verbraucher unterschiedlicher Branchen und Altersgruppen in der DACH-Region befragt.
adesso konzentriert sich als IT-Dienstleister mit Beratung und individueller Softwareentwicklung auf die Kerngeschäftsprozesse von Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen. Die Strategie von adesso beruht auf dem Branchen-Know-how der Mitarbeitenden, einer herstellerneutralen Technologiekompetenz und erprobten Methoden bei der Umsetzung von Softwareprojekten. (sg)

Lesen Sie auch: KI-Lösungen: Unternehmen beschleunigen Einführung aufgrund der Covid-19-Pandemie

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