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Krise bringt Jobs nach Deutschland

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Krise bringt Jobs nach Deutschland

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Deutschland wird attraktiver für ausländische Investoren: Mit rund 27.000 neuen Jobs, die 2008 durch Auslandsinvestitionen geschaffen wurden, liegt Deutschland weltweit auf dem neunten Platz der attraktivsten Standorte – 2007 erreichte Deutschland nur Rang 18.

Weltweit sank die Zahl der durch ausländische Investoren geschaffenen Jobs um 25 Prozent auf weniger als eine Million Arbeitsplätze. Hierzulande jedoch wurden 2008 mehr Jobs durch ausländische Investoren geschaffen als im Jahr zuvor. Größ;ter Auslandsinvestor für Deutschland sind nach wie vor die USA – neu unter den Top Ten überraschen jedoch Nationen wie Indien und China. Umgekehrt fließ;en deutsche Investitionen ebenfalls in die USA sowie China, Ungarn und Indien. Zu diesem Ergebnis kommt die diesjährige IBM-Studie „Global Location Trends“.

„Keine andere Nation investiert so nachhaltig in den Standort Deutschland wie die USA. 2008 gingen ein Drittel der deutschen Arbeitsplätze, die durch Auslandsinvestitionen geschaffen wurden, auf das Konto US-amerikanischer Firmen“, sagt Roel Spee, zuständig für internationale Standortstrategien bei der Unternehmensberatung IBM Global Business Services. „Besonders der deutsche Maschinenbau und die Automobilindustrie konnten von den Investitionen profitieren.“

Einen weiten Sprung nach vorne machten die Bereiche Unternehmensdienstleistungen und Kommunikation: von Rang 7 und Rang 5 im Zeitraum 2003 – 2007 auf jetzt Platz drei und vier. In Deutschland und auch weltweit zeichnet sich zudem ab, dass vor allem die groß;en Ballungszentren von ausländischen Investitionen profitieren. In Deutschland liegen die Städte Frankfurt, Berlin und Düsseldorf vorne – weltweit sind es die Metropolen London, Singapur, Paris und Shanghai.

Unterteilt nach Bundesländern sind Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg am attraktivsten für ausländische Unternehmen. Mit Blick auf die neuen Bundesländer fällt auf, dass dort vor allem in die Bereiche Produktion und Fertigung investiert wird. Im Rest der Republik gehen ausländische Investitionen relativ gleich verteilt in Fertigung, Dienstleistungen sowie Forschung und Entwicklung.

Die Ergebnisse für Deutschland sind Teil der weltweiten Studie „IBM Global Location Trends“, die jährlich von der Unternehmensberatung IBM GBS veröffentlicht wird. Hervorzuheben bei der diesjährigen Studie ist vor allem die gestiegene Attraktivität des Standorts Deutschland – entgegen dem weltweiten Trend. Denn insgesamt sanken 2008 die Auslandsinvestitionen um 25 Prozent gegenüber 2007, aber Deutschland konnte zulegen: So schufen ausländische Investitionen 27.000 neue deutsche Arbeitsplätze (40 Prozent mehr als 2007).

Grund für die positive Entwicklung, so zeigt es die IBM Studie, ist der Wunsch vieler Unternehmen, in verlässliche Volkswirtschaften zu investieren. So waren auch die USA und Kanada oder Groß;britannien, Frankreich und die Niederlande relativ erfolgreich. Zu leiden haben unter dieser Entwicklung osteuropäische Länder und auch China und Indien – dort sanken die Auslandsinvestitionen gegenüber 2007 um bis zu 50 Prozent Prozent. Insgesamt gesehen bleiben jedoch Indien und China führend, wenn es um die Schaffung neuer Jobs durch ausländische Investitionen geht: 72.000 beziehungsweise 65.000 Arbeitsplätze.

Die Studie hat auch untersucht, welche Rolle Deutschland als Investor im Ausland spielt. So wurden in anderen Ländern aufgrund deutscher Investitionen insgesamt 95.000 neue Jobs geschaffen. Damit ist Deutschland nach den USA der zweitwichtigste Auslandsinvestor. Jedoch konnten die deutschen Investitionen nicht das Niveau von 2007 erreichen, damals waren es 132.000 neue Arbeitsplätze. Auch weltweit betrachtet ging die Schaffung neuer Arbeitsplätze deutlich – um insgesamt ein Viertel – zurück: von 1,2 Millionen Jobs 2007 auf weniger als eine Millionen im Jahr 2008. Die bevorzugten Ziele deutscher Unternehmen sind 2008 die USA, China, Ungarn und Indien.

Im weltweiten Vergleich hat IBM zwei Trends ermittelt: Einerseits verteilen die Unternehmen ihre Investitionen auf mehr Länder, wovon auch neue Standorte zum Beispiel in Afrika profitieren. Andererseits fokussieren sie sich in diesen unsicheren Zeiten auf Standorte mit stabilen wirtschaftlichen Verhältnissen. Dies führt dazu, dass 2008 die bisherigen Schwerpunkte in Osteuropa wie Ungarn oder Tschechien deutlich weniger vom weltweiten Investitionskuchen abbekommen haben.

Die „IBM Global Location Trends Studie“ der IBM Beratungssparte für Standortstrategien (Plant Location International) analysiert jährlich die weltweit veröffentlichten Standortentscheidungen von internationalen Unternehmen. Die Ergebnisse entstanden auf Basis der unternehmenseigene Datenbank „Global Investment Locations Database“ (GILD), in der zur Zeit über 80.000 Investitionsprojekte verzeichnet sind, die seit 2003 gelaufen sind. GILD ist ein wichtiges Instrument der IBM, um internationale Kunden bei Standortentscheidungen zu beraten. Standortstrategien berücksichtigen eine Vielzahl von Anforderungen, von politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen über Infrastruktur und Marktanbindung bis zur Anzahl und Qualifikation der Arbeitskräfte im Umfeld.

Die Studie finden Sie unter: www.ibm.com/de/pressroom/downloads/global-location-trends-report-2009.pdf

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