17.05.2017 – Kategorie: IT

Kommentar: WannaCry – Keine Zeit für Schuldzuweisungen

cybercrime

Am Wochenende traf eine bisher beispiellose Hacker-Attacke tausende von Rechner weltweit – Europol schätzte, dass ca. 200.000 Systeme in Europa betroffen waren. Reisende der Deutschen Bahn konnten den Angriff der Erpressersoftware auf Zuganzeigetafeln quasi live miterleben. Die erste Angriffswelle ist aktuell unter Kontrolle – eine weitere Ausbreitung ist jedoch nicht gebannt und auch kritische Infrastrukturen wie Energieversorger und Einrichtungen des Gesundheitswesens stehen in der Gefahr, betroffen zu sein.

Am Wochenende traf eine bisher beispiellose Hacker-Attacke tausende von Rechner weltweit – Europol schätzte, dass ca. 200.000 Systeme in Europa betroffen waren. Reisende der Deutschen Bahn konnten den Angriff der Erpressersoftware auf Zuganzeigetafeln quasi live miterleben. Die erste Angriffswelle ist aktuell unter Kontrolle – eine weitere Ausbreitung ist jedoch nicht gebannt und auch kritische Infrastrukturen wie Energieversorger und Einrichtungen des Gesundheitswesens stehen in der Gefahr, betroffen zu sein.

Fehlende Aktualisierungen und archaische IT-Systeme machen es Hackern leicht

Ein Exploit namens EternalBlue attackierte Sicherheitslücken in Microsofts Betriebssystem Windows. IT-Systeme, die nicht regelmäßig den aktuellsten Windows-Updates unterzogen wurden, öffneten so Tür und Tor für den erpresserischen Angriff aus der Cyber-Crime-Szene.

John Gunn, Chief Marketing Officer beim Sicherheitsexperten Vasco Data Security kommentiert die aktuellen Ereignisse wie folgt:

„Schuldzuweisungen an Softwarehersteller und Regierungen sind fehl am Platz. In einer Welt, in der Sicherheitstechnologien enorme Entwicklungsschritte machen, sollte niemand überrascht sein, dass 14 Jahre alte Systeme anfällig für Attacken sind. Die Verantwortung liegt ganz klar bei denen, die sich auf archaische Methoden zur Sicherung der IT-Systeme verlassen – inklusive nicht gepachter Betriebssysteme und überholter Authentifikations-Methoden.
Wir sehen uns heute mit Attacken von bemerkenswerter Raffinesse konfrontiert, denen nur mit den neuesten Innovationen begegnet werden kann. Tut man dies nicht, muss man mit den Konsequenzen, wie sie aktuell viele Unternehmen erfahren, leben.“

(jm)


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