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Kommentar: Software AG übernimmt IDS Scheer

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Mit dem Übernahmeangebot der Software AG in Höhe von 487 Mio. Euro haben die Spekulationen um IDS Scheer erstmal ein Ende. Aus Sicht von Pierre Audoin Consultants (PAC) ist die Übernahme kein überraschender und ein sehr sinnvoller Schritt für beide Unternehmen. Der Standort Deutschland wird ebenfalls vom Zusammenschluss der beiden Technologieführer profitieren. Nach Einschätzung des Marktanalyse- und Beratungsunternehmens Pierre Audoin Consultants (PAC) ist dies eine gute Nachricht sowohl für die Software AG als auch für IDS Scheer. Die Übernahmegerüchte um IDS Scheer haben sich in den letzten ein bis zwei Jahren hartnäckig gehalten und wurden auch von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Scheer nicht aus der Welt geschafft. Daher ist der Schritt durchaus keine Überraschung.

Insbesondere aus Softwaresicht ist die Übernahme durch die Software AG ein zu begrüß;ender Schritt. „Die Software AG gewinnt mit der Produkt-Suite ARIS ein Lösungsportfolio im Bereich Geschäftsprozessmanagement hinzu, das weltweit führend auf dem Markt ist und zugleich das eigene Portfolio ergänzt,“ meint Lynn Thorenz, Senior Consultant bei PAC. Gleichzeitig kann die Software AG der ARIS-Produktfamilie und den IDS Scheer-Mitarbeitern ein neues Zuhause mit Zukunftsperspektive bieten. Dank des stabilen Backgrounds und der fortgeschrittenen Internationalisierung der Software AG öffnen sich für IDS Scheers Produktportfolio neue Optionen, die man allein nur langsam und mühsam hätte verwirklichen können.

„Wie langfristig das SAP-nahe Beratungsgeschäft von IDS Scheer innerhalb der Software AG fortgeführt wird, ist noch nicht klar,“ erläutert Christophe Châlons, Chief Analyst von PAC. Einerseits werte die Software AG vor allem ihr Produktangebot auf und gewinne zusätzlich im Geschäftsprozessmanagement-Umfeld eine starke Beratungsexpertise hinzu, die zum Alleinstellungsmerkmal werden könne. Andererseits verfolge die Software AG allerdings bisher eine mehr oder weniger reine Produktstrategie, in der ein SAP-Beratungsgeschäft in dieser Größ;enordnung wenig Sinn mache. „Ein späterer Verkauf der Sparte erscheint daher durchaus als mögliche Option,“ so Châlons.

Die Übernahme ist auf jeden Fall aus Software-Perspektive ein „Win-win“ mit Potenzial für beide Unternehmen, auch wenn im Hinblick auf das SAP-nahe Beratungsgeschäft noch ein Fragezeichen bleibt.

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