Kommentar: Kondition aufbauen für IT-Innovationen

Neu, neuer, am neuesten: In Technologiedingen geht es heute nur in eine Richtung. Nach vorne! Und viele Technik-Freaks sind dabei. Unverzichtbar, das Handy mit den witzigsten Gadgets, das schmalste und leichteste Tablet mit dem Funktionsreichtum eines Großrechners oder die Digitalkamera mit möglichst vielen Pixeln und Funktionen zur Bildbearbeitung. Am besten gleich noch während des Foto-Shoots. Anbieter locken erfolgreich Verbraucher, wenn es um Innovationen bei technischen Geräten geht. Für viele ist es wie eine Sucht oder Religion, jedem Trend zu folgen. Geld spielt fast keine Rolle und das erforderliche Know-how wird in stundenlanger Internetrecherche selbst aufgebaut, um die neuen Geräte ins heimische Netzwerk einzubauen. Wenn nötig wird technisch auch aufgerüstet, damit alles reibungslos funktioniert. Manchmal überholen Anbieter ihre Klientel dabei; der Wunsch, dran zu bleiben, setzt aber bei der Zielgruppe viele finanzielle und zeitliche Energien frei.

Im Unternehmensumfeld ist das etwas anders. Verwöhnt durch die Techniknutzung im privaten Bereich möchten Endanwender möglichst auch immer up to date sein. Das neueste Auswertungs-Tool wäre schön oder sich Geschäftszahlen mit ein, zwei Klicks auf dem Handy oder Tablet Computer anzeigen zu lassen, ein Traum. Softwarehersteller gehen mit großen Schritten voran und zeigen auf bunten Marketingfolien eine schöne neue einfache Welt mit tollen Innovationen. Bedürfnisse werden geweckt. Der „Haben-Will-Virus“ verbreitet sich schnell. Nur: Die Realität ist grau. Groß ist dann die Enttäuschung in Management und Fachbereich, wenn die IT-Abteilung erst mal abwinkt. Denn was auf dem Demo-Bildschirm einfach und schick aussieht, kann einen massiven Eingriff in Unternehmensprozesse bedeuten. Und den können die Endanwender nicht selbst vornehmen. Mit Plug and Play ist es nicht getan. Das Big Picture steht im Vordergrund. Das bedeutet, dass zunächst einmal die Grundlagen gelegt werden müssen, damit sich beispielsweise Innovationen wie Apps nutzen lassen. Immer wieder neue Anwendungen zu integrieren, erhöht die Komplexität, was den Betrieb von System-Landschaften zunehmend aufwendiger werden lässt. Man denke nur an die vielen Schnittstellen, die es zu pflegen gilt. Bevor sich die Komplexität der Unternehmenslandschaft durch neue Lösungen weiter potenziert, muss diese durch Integration zunächst abgebaut werden. So lässt sich eine gute Ausgangssituation schaffen. Nur wie?

Getreu dem Motto „Wege zur Innovationsfitness“ heißt es, Kondition aufbauen, um Innovationen ohne Stolpern über die Ziellinie zu bringen. Ein langer Atem ist hier gefragt. Was nutzt es, wenn Projekten aus finanzieller und personeller Sicht auf den letzten Metern die Puste ausgeht? Hier sind Softwarehersteller und Anwender gemeinsam aufgerufen, den IT-Parcours zu absolvieren und sich fit zu machen. Für Anbieter wie SAP bedeutet das, praktisch aufzuzeigen, wie ihre Innovationen reibungslos und wirtschaftlich von einer IT-Abteilung umgesetzt werden können. Es muss klar sein, mit welcher Soft- und Hardware-Ausrüstung der Weg ins technologische Neuland gelingt und welche Handlungsoptionen Unternehmen zu Finishern werden lassen und sie ins Ziel tragen. Ansonsten verpuffen die Hochglanz-Innovationen, Anwenderunternehmen werden abgehängt und Anbieter bleiben auf ihren Produkten sitzen. Damit das nicht passiert, arbeiten die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG) e.V. und SAP an einem gemeinsamen Trainingsplan, um Seite an Seite ins Ziel zu kommen.

 

 

 

 

 

 

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