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Kommentar: Digitalisierung und die Macht der Informationen

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Kommentar: Digitalisierung und die Macht der Informationen

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Die Ausweitung von Unterstützungssystemen – als Soft- und Hardware-Lösungen, sogenannten cyber-physiologischen Systemen, die relevante Daten in Echtzeit zur Verfügung stellen und damit ein intelligenteres Monitoring bzw. eine optimierte Entscheidungsfindung bei der Steuerung von Wertschöpfungsnetzwerken ermöglichen – ist eine angestrebte und – mehr oder weniger – aktiv vorangetriebene Entwicklung
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Die Ausweitung von Unterstützungssystemen – als Soft- und Hardware-Lösungen, sogenannten cyber-physiologischen Systemen, die relevante Daten in Echtzeit zur Verfügung stellen und damit ein intelligenteres Monitoring bzw. eine optimierte Entscheidungsfindung bei der Steuerung von Wertschöpfungsnetzwerken ermöglichen – ist eine angestrebte und – mehr oder weniger – aktiv vorangetriebene Entwicklung.

Rechnerleistungen als Ergebnis kluger Programmierer befreien uns von all den  Arbeitsschritten, die planbar und nach klaren Entscheidungsalgorithmen steuerbar sind.

In der Machine-to-Machine-Communication sind wir selbsterklärend bereits bewusst entfernt. Gehen wir gedanklich noch einen Schritt weiter: Wir werden als Menschen künftig nur noch bei den Prozessen einen Mehrwert bieten, die nicht über Algorithmen laufen. Das heißt, dass wir gemeinschaftlich klug und kreativ sein müssen. Wir werden fokussiert disruptive Ideen entwickeln und für unvorhersehbare dynamische Systeme in der Supply Chain Lösungen finden und verantworten, die noch nicht durch Softwarelösungen abgedeckt sind.

Interdisziplinär zusammengesetzte Kreativ-Teams machen dies heute bereits vor.

Doch diese „Entwicklungs-Inseln“ sind noch lange nicht Maßstab für das organisatorische Zusammenwirken in der gesamten Organisation. Die Auseinandersetzung mit dem Mindset der Mitarbeiter, den Persönlichkeitsprofilen im Hinblick auf „Freude an der Entwicklung“, Teamgeist, der Empathiefähigkeit, der Fähigkeit, Erlangtes wieder loszulassen oder dem Spaß an einem Arbeiten mit Wissensträgern – unabhängig von der Hierachieebene –, gehören in vielen Unternehmen zwar zum Abfragestandard der Personalabteilung. Doch sind sie wirklich schlagend im Vergleich zur Fachkompetenz und persönlichem Erfahrungsschatz?

Das Erleben von Silodenken und -handeln finden wir in allen Unternehmensgrößen und in allen Branchen, zwischen den Fachbereichen und auch innerhalb derselben.

Was hat das mit der Auseinandersetzung mit „Digitalisierung“ zu tun?

Man stelle sich nun folgendes Szenario vor: Was wäre, wenn wir zukünftig alle die gleichen Informationen über Marktentwicklungen, Absatzzahlen, Kundenpräferenzen oder Kostenentwicklungen hätten? Wir, unsere Kollegen, der Wettbewerb, unsere Kunden? Wäre das möglich, dass wir alle in die gleiche „Google- oder Amazon- Glaskugel“ reinschauen? Heute fragen wir noch Siri, doch morgen bietet höchst wahrscheinlich ein Pendant eines kreativen Start-ups bereits Antworten, wenn es um Stahlpreise, Angebotspreise von modularen Systemen im Werkzeugbau oder Bedürfnisentwicklungen der Kunden beim Autokauf gibt. Und zwar weltweit.

Was würde passieren? Wodurch heben wir uns dann von anderen Unternehmen ab? Ein schrecklicher Gedanke? Nein! Nur einer, der noch mehr verdeutlicht, worauf wir uns als Menschen im Arbeitsgeschehen konzentrieren müssen. Und was Führungskräfte bereits heute bei der Einstellung, Weiterbildung und Zusammensetzung von Teams und Transformation ihrer Organisation bereits berücksichtigen bzw. einleiten sollten.

Denn der Umgang mit Informationen muss neu gelernt werden. Die Bereitschaft, Erfahrungen, Wissen und Ideen schnell und direkt zur Verfügung zu stellen, wird zur Schlüsselkompetenz, um strategisch arbeiten zu können. Prozess- und kundenorientierte Methoden – wie SCRUM oder Design Thinking – müssen Eingang halten in die aktuell noch traditionell und klassisch hierarchisch aufgebauten Fachbereiche. Und dies eingebettet in agile Organisationsformen, die den Spagat zwischen Selbstorganisation, Cluster- oder Supply Chain-übergreifendem Lernen und Ressourcenschonung nutzen, um zielgerichtet erfolgreich, da nachhaltig gewinnbringend, zu arbeiten.

Autorin: Bettina Bohlmann (im Bild) ist Geschäftsführerin von 3p Procurement Branding, einem auf Einkauf und Supply Chain spezialisierten Unternehmen für Personal- und Organisationsentwicklung. Auf der vierten Internationalen Fachkonferenz „EXCHAiNGE – The Supply Chainers’ Conference, die am 6. und 7. Oktober in Frankfurt am Main stattfindet, wird sie diese Fragen aufgreifen und in ihrer Session klären.

(jm)

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Röschmann
Röschmann
2. September 2016 10:47

Wir haben neben den gleichen
Wir haben neben den gleichen Daten leider auch die gleichen Tools und Methoden. Der Unterschied im Ergebnis ergibt sich aus der Reaktionszeit. Ansonsten dürften kaum Unterschiede entstehen. Es sei, wir erlauben es uns wieder „quer zu denken“

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