Kommentar: d!conomy – Unternehmen müssen mutiger sein

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Die herrschende Meinung, Deutschlands Unternehmen verschliefen die digitale Transformation und Industrie 4.0, ist so nicht richtig. Es gibt Vorreiter, die schon sehr gut aufgestellt sind – das sind etwa zehn Prozent der Unternehmen. Die großen Automobilkonzerne gehören zum Beispiel dazu.

Die herrschende Meinung, Deutschlands Unternehmen verschliefen die digitale Transformation und Industrie 4.0, ist so nicht richtig. Es gibt Vorreiter, die schon sehr gut aufgestellt sind – das sind etwa zehn Prozent der Unternehmen. Die großen Automobilkonzerne gehören zum Beispiel dazu.

Sorgen muss sich vor allem der Mittelstand machen, der aus verschiedenen Gründen nicht so vorwärts kommt, wie er müsste. Das größte Problem ist: Der Mittelstand investiert zu wenig. In der Breite haben mittelständische Unternehmen heute immer noch große Schwierigkeiten, ihr Geschäftsmodell an die Umwälzungen anzupassen, die durch die digitale Transformation entstehen. Doch der Druck kommt nicht nur von außen: Vielfach wollen Fachabteilungen bereits Projekte auf Grundlage digitaler Technologien treiben, aber in den IT-Abteilungen sind keine Investitionen geplant.

Gleichzeitig verschwimmen auch die Grenzen zwischen den traditionellen Märkten und Branchen: Unternehmen werden es zukünftig mit ganz neuen Marktteilnehmern zu tun haben. Diese bislang unbekannten Wettbewerber können Start-ups oder auch High-Tech-Unternehmen sein, die in neue Märkte vordringen. Sie haben erkannt, dass immer mehr Menschen online sein werden, online arbeiten, stets Zugriff auf Informationen haben und globale soziale Netzwerke nutzen. Mit dieser Lebensweise und den daraus entstehenden Bedürfnissen werden auch diejenigen deutschen Unternehmen konfrontiert, die heute keinen so direkten Kontakt zum Endkunden haben. Zukünftig erwartet ein Unternehmenskunde vielleicht, den Betriebsstatus seines gesamten Maschinenparks mit einem Knopfdruck analysieren zu können.

Unternehmen sollten jetzt drei Dinge tun: Erstens Think-Tanks bilden aus IT, Fachabteilungen, Marketing und Geschäftsführung, die Ideen für zukünftige Geschäftsmodelle und Dienstleistungen entwickeln. Zweitens Partner aus der IT-Branche suchen, die über ausreichende Referenzen verfügen. Sie können von ähnlichen Projekten auch aus anderen Branchen lernen. Und Drittens die Kosten für den Bestandserhalt der IT-Landschaft mit Cloud-Technologien senken und die so freigesetzten Ressourcen in die Projekte ihrer Think-Tanks lenken. Die technologische Infrastruktur und die Standards für die Vernetzung, Datenspeicherung, Datensicherheit und Datenanalyse sind da. Was noch fehlt, ist die Bereitschaft, Geschäftsmodelle schnell und grundlegend zu verändern. Um von der digitalen Transformation und Industrie 4.0 profitieren zu können, müssen Unternehmen mutiger sein.

Autor: Sabine Bendiek (im Bild), Geschäftsführerin, EMC Deutschland und Mitglied des Hauptvorstands BITKOM.

 

 

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken
Werbung
Werbung

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Werbung
Werbung

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Internet of Things

Mit Vernetzung zum effektiven Eco-System

Mehr erfahren

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.