Werbung

Kommentar: Arbeit 4.0 will geübt sein

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Kommentar: Arbeit 4.0 will geübt sein

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
"Panta rhei" – alles ist im Fluss der Digitalisierung, auch Strukturen, Inhalte und Organisation der Arbeit. Menschen auf der ganzen Welt, die virtuell zusammenarbeiten, in verschiedenen Experten-Communities aktiv sind und neueste Technologien zum Austausch und für ihre Arbeit nutzen: So sieht für mich die Arbeit der Zukunft aus – und so bestätigt es die Studie Arbeit 4.0, die in Kooperation mit der Universität St. Gallen entstanden ist.
moussavian-reza_463-285

„Panta rhei“ – alles ist im Fluss der Digitalisierung, auch Strukturen, Inhalte und Organisation der Arbeit. Menschen auf der ganzen Welt, die virtuell zusammenarbeiten, in verschiedenen Experten-Communities aktiv sind und neueste Technologien zum Austausch und für ihre Arbeit nutzen: So sieht für mich die Arbeit der Zukunft aus – und so bestätigt es die Studie Arbeit 4.0, die in Kooperation mit der Universität St. Gallen entstanden ist.

Unternehmen sind gut beraten, ihre Mitarbeiter in dieser Arbeitsweise zu fördern und mit virtuellen Arbeitsumgebungen vertraut zu machen – auch, weil uns die umwälzende Kraft der Digitalisierung zunehmend vor sogenannte „Wicked Problems“ stellt. Gemeint sind besonders komplexe und mehrschichtige Aufgaben, dass ein Entscheidungsträger, ein Experte oder auch ein Expertenteam allein sie nicht bewältigen kann. Sie erfordern Zusammenarbeit und kollektives Wissen – kurz: Crowd Intelligence.

Praxisnahes Lernen mit dem Magenta MOOC

Bei der Deutschen Telekom haben wir zusammen mit Partnern aus der Wissenschaft Pionierarbeit geleistet und ein Format entwickelt, das neue Wege der Zusammenarbeit und Lernen effizient miteinander kombiniert: den Magenta MOOC.

MOOC steht für „Massive Open Online Course“ – groß angelegte Online-Kurse, die viele Teilnehmer sowie eine örtlich und zeitlich ungebundene Teilnahme erlauben. Ein Format, das für die Telekom prädestiniert ist, denn als Konzern stehen wir vor der Herausforderung, über 225.000 Mitarbeiter in 50 Ländern zu erreichen, ihnen strategische Orientierung, erfolgskritisches Wissen und gemeinsame Grundvorstellungen, aber auch das „große Bild“ zu vermitteln.

Nachdem der erste Magenta MOOC vor zwei Jahren auf sehr gute Resonanz gestoßen ist, haben wir die Mitarbeiter in diesem Jahr erneut zur Teilnahme an einem Magenta MOOC aufgerufen. Mit „Go digital“ widmete er sich einem Thema, das den Konzern in seiner Gesamtheit betrifft.
Mehr als 3.500 Mitarbeiter aus 32 Ländern haben sich zu dem Kurs angemeldet und gelernt, wie digitale Trends und Technologien in Verbindung mit veränderten Kundenbedürfnissen ganze Branchen umwälzen und das Geschäft der Telekom beeinflussen. Interne und externe Experten – darunter Vorstandsmitglieder der Telekom – haben in kurzen Videovorträgen die Digitalisierung aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. In Summe wurden die Videos 50.000 Mal abgerufen. Ergänzendes Material stand auf der MOOC-Plattform zur Lektüre bereit.

Vorsprung durch digitale und soziale Vernetzung

Kombiniert haben wir diese Wissensvermittlung mit der virtuellen Zusammenarbeit an realen Geschäftsherausforderungen der Telekom, im Magenta MOOC als „Business Challenges“ tituliert. 1.000 der Teilnehmer wurden in 200 Teams mit je fünf Teammitgliedern eingeteilt. Aufgabe der Teams war es, einen Lösungsvorschlag für jeweils eine von den insgesamt zehn Business Challenges zu meistern, die von Bereichs- und Themenverantwortlichen aus verschiedenen Geschäftsbereichen des Konzerns in den Magenta MOOC eingebracht wurden.

Hierunter fanden sich Themen wie „Connected Car“, „Internet der Dinge“, „iBeacons“ und „Führungskräfte als Vorbilder im digitalen Zeitalter“ – allesamt relevante Digitalisierungsthemen für die Deutsche Telekom. Jeweils 20 Teams haben an einer „Business Challenge“ gearbeitet. Auf diese Weise sind innerhalb der großen MOOC-Gemeinschaft zusätzlich kleine Themen-Communities entstanden und einen wertvollen Beitrag zur Unternehmens- und Organisationsentwicklung geleistet. Jene Teamteilnehmer, die alle Aufgaben erfüllt und eingereicht haben, wurden zusätzlich mit einem Zertifikat der europäischen Business School ESCP Europe ausgezeichnet.

Bei der Teamarbeit haben die Teilnehmer Innovations-Methoden wie „Design Thinking“ angewandt und wurden begleitet von Mentoren und Tutoren sowie der großen Gemeinschaft der Kollegen, die sich als „Supporter“ zum Magenta MOOC angemeldet hatten. In der Zusammenarbeit ist eine breite Vielfalt an Lösungen und Prototypen entstanden.

Ein Beispiel ist der Entwurf einer Plattform für die Sicherheit an Flughäfen, die sowohl Flughafenbetreibern als auch Passagieren hilft, Sicherheitswarnungen so früh wie möglich zu registrieren und ohne Zeitverzögerung zu reagieren.

Quer denken, miteinander sowie voneinander lernen und Neues ersinnen: Wo geht das besser als in einem heterogenen Team, in dem intensiv diskutiert und interagiert wird? Das Feedback, das wir erhalten haben, bestätigt, dass sich die Mitarbeiter eine solche digitale und soziale Lernerfahrung wünschen. Die Ergebnisse bestärken uns darin, dass Lernen in der Gemeinschaft und an realen, beruflichen Aufgaben hoch effektiv ist, insbesondere wenn es um digitale Innovation und Transformation geht.

Blaupause für eine neue Arbeitsweise

Der MOOC hat gezeigt, wie wir die „Crowd“ wirkungsvoll nutzen können: Die Teilnehmer haben den Business-Verantwortlichen Ideen für neue Produkte und Services geliefert. Dabei haben wir die Zusammenarbeit über Bereiche, Hierarchie- und Ländergrenzen gestärkt – ein Gewinn für alle Beteiligten und die Blaupause für eine neue Arbeitsweise, mit der sich die Deutsche Telekom in Zeiten der Digitalisierung behaupten kann. Der griechische Philosoph Heraklit sagte: „Dem, was ich geschaut, gehört, gelernt habe, gebe ich den Vorrang.“ Wir haben ein Format geschaffen, das Lernen und Erleben verbindet.

Autor: Reza Moussavian, Senior Vice President HR Digital & Innovation. (im Bild)

(jm)

 

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Die MTU Maintenance ist spezialisiert auf alle Themen rund um das Triebwerk. Der rund 5.000 Mitarbeiter starke und weltweit führende Anbieter von Serviceleistungen für Luftfahrtantriebe zählt rund 200 Airlines zu seinen Kunden und betreut fast 30 verschiedene Triebwerksmuster. Das Unternehmen suchte nach einer Lösung, um die Abläufe im Einkauf effizienter zu gestalten.
Werbung

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Werbung
Werbung

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Auf dem daten Friedhof

Dark Data: Wirtschaftliche Chancen mit Cloud, KI und BI nutzen.

Mehr erfahren

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

    * Jederzeit kündbar

    Entdecken Sie weitere Magazine

    Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

    Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.