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KMU-Umfrage: 70 Prozent aller Anwender sind schon „in der Cloud“

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KMU-Umfrage: 70 Prozent aller Anwender sind schon „in der Cloud“

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Der Lehrstuhl für Informations- und Kommunikationsmanagement der TU Berlin hat in einer Umfrage mit dem IT-Banchenverband SIBB die Akzeptanz und Nutzung von Cloud Computing in kleinen und mittelständischen Unternehmen der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg untersucht. In der Zeit von September bis November 2010 wurden mehr als 40 KMUs aus dem Dienstleistungsbereich (25 Prozent) und dem IuK-Sektor (62 Prozent) interviewt. Kernergebnisse: Fast alle befragten Unternehmen interessieren sich für Software „aus der Wolke“. 70 Prozent sind heute bereits als Anwender oder Anbieter „in der Cloud“ unterwegs. Rund 2/3 sieht für entsprechende IT-Angebote in Zukunft eine hohe Relevanz.

Prof Dr. Rüdiger Zarnekow, Inhaber des Lehrstuhls für Informations- und Kommunikationsmanagement an der TU Berlin: „Cloud Computing wird die IT-Industrie nachhaltig beeinflussen und verändern. Insbesondere der Mittelstand ist gefordert, sich intensiv mit den Potenzialen, Herausforderungen und Auswirkungen des Cloud Computing auseinander zu setzen. Eine flexible, kostengünstige und sichere IT-Versorgung ist schon heute für viele Unternehmen – nicht nur für KMUs – geschäftsentscheidend. Der zunehmende Wettbewerbsdruck und steigende Compliance-Anforderungen lassen kleineren und mittleren Unternehmen keine andere Chance, als das Thema Cloud IT auf die Agenda zu setzen.“

Dr. Mathias Petri, Vorstandsmitglied des SIBB und Leiter des Forums Cloud Computing & SaaS im SIBB: „Im IT-Branchenverband SIBB setzen wir uns intensiv mit den neuen Paradigmen der professionellen IT-Nutzung „in der Cloud“ auseinander. Unser Forum Cloud Computing & Software as a Service analysiert Technologien und Angebote nationaler und internationaler Anbieter und prüft aktuelle sowie künftige Lösungen auf wirtschaftliche wie technische Vor- und Nachteile. Jedes Unternehmen – nicht nur in der mittelständisch geprägten IT-Industrie unserer Region – sollte sich jetzt intensiv mit den Möglichkeiten der „Cloud“ auseinandersetzen, um den Anschluss nicht zu verpassen“

90 Prozent der von der TU Berlin befragten kleinen und mittelständischen Firmen in Berlin und Brandenburg interessiert sich für Cloud Computing. 70 Prozent der Unternehmen sind als Anwender oder Anbieter heute bereits „in der Cloud“, 40 Prozent davon sowohl als Nutzer als auch als Anbieter. 25 Prozent der online aktiven Firmen nutzen lediglich cloudbasierte Produkte und Dienste, 5 Prozent sind ausschließ;lich als Anbieter tätig. 20 Prozent der befragten Unternehmen diskutiert die Einführung von Cloud-Computing-Lösungen für den eigenen Betrieb. 10 Prozent der befragten Teilnehmer gehen davon aus, auch in Zukunft kein Cloud Computing auf Anwender- oder Anbieterseite einzusetzen.

Auf Cloud-Anbieter-Seite sind zu 65 Prozent gemietete Lösungen im eigenen Haus im Einsatz, auf der reinen Anwender-Seite sind es aktuell 37 Prozent. Bei den Nutzern interessieren sich jedoch 43 Prozent für IT-Leistungen aus der Cloud. Vor allem bundesweit tätige Unternehmen haben sich mit der Thematik bereits beschäftigt. Sie sind im Moment zu 40 Prozent „in der Cloud“. International tätige KMUs haben zwar ein geringeres Interesse, sind jedoch zu 52 Prozent mit Cloud-Computing-Lösungen im täglichen Geschäft vertraut. Insgesamt bewerten etwa 60 Prozent aller Befragten ihr Wissen zum Thema Cloud Computing als gut oder sehr gut.

Alle befragten IT-Unternehmen mit weniger als eine Million Euro Jahresumsatz nutzen heute bereits Cloud-Lösungen. Bei KMUs mit bis zu 20 Millionen Euro Umsatz liegt die Zahl der Nutzer bei etwa der Hälfte (50 Prozent). IT-Firmen mit 20 Millionen Euro Umsatz oder mehr trauen sich zu 30 Prozent, Cloud Computing einzusetzen. Wichtigster Treiber ist der steigende Wettbewerbsdruck. Es werden kaum Wettbewerbsvorteile durch Cloud IT erwartet, jedoch klare Wettbewerbsnachteile durch Ignorieren des Themas. Mit 85 Prozent stehen vor allem IT-Berater der Cloud positiv gegenüber. 70 Prozent der Softwareanbieter stufen die Entwicklung in Richtung Cloud Computing zumindest als relevant ein. Dagegen bewertet jeder 2. Anbieter im Bereich IT-Betrieb Cloud Computing heute eher skeptisch und künftig als uninteressant.

70 Prozent der KMUs sehen in Software as a Service/SaaS (Miet-Software) den größ;ten Nutzen für das eigene Geschäft, gefolgt von 55 Prozent für den Bereich Infrastructure as a Service/IaaS. 40 Prozent sind an Platform as a Service/PaaS interessiert, wie sie u. a. von Google, force.com oder Microsoft angeboten werden. Als finanzielle Vorteile werden Kosteneinsparungen (60 Prozent Nennungen) und eine geringere Kapitalbindung (zu 50 Prozent) genannt. Auf technischer Seite gehen die IT-Unternehmen von einer höheren Ausfallsicherheit der IT (zu 65 Prozent) und einem geringeren administrativen Aufwand (zu 50 Prozent) aus. Wirtschaftliche Vorteile haben bei cloudbasierten Produkten und Leistungen gegenüber technischen Vorzügen die Oberhand.

Bei IT-Beratern stehen vor allem Ressourcenverfügbarkeit und Interoperabilität im Mittelpunkt der Empfehlungen für „die Cloud“. Auß;erdem sehen sie einen konstanten Bedarf an IT-Spezialisten im Cloud-Umfeld als Vorzug. Softwareanbieter bewerten „die Cloud“ unter Compliance-Anforderungen als mögliche Zukunft der IT. Systemintegratoren und IT-Betreiber erwarten durch „die Cloud“ einen Wandel der IT-Industrie vom Spezialistentum zum standardisierten Generalangebot. Unternehmen mit einem Anteil von mehr als 75 Prozent technischem Personal setzen mit mehr als 60 Prozent überproportional stark auf Miet-Software und -Systeme, Unternehmen mit einem geringen IT-Fachkräfte-Anteil (weniger 10 Prozent) setzen heute lediglich zu 30 Prozent Cloud-Lösungen ein.

Die Auswirkungen auf Sicherheit und Datenschutz durch Cloud Computing werden von den befragten Unternehmen weder als besonders vorteilhaft noch als äuß;erst nachteilig beurteilt. Als groß;es Hemmnis für den Einsatz cloudbasierter IT-Angebote wird mit 40 Prozent vor allem die Anbieterbindung (Lock-In Effekt) gesehen. Für eine Verlagerung der eigenen IT in fremde Hände erwarten 95 Prozent die Integration in ihre bestehenden IT-Lösungen und die Nutzung allgemeiner Standards. Ebenso hoch ist die Erwartung an die Erfahrungen der Cloud-Anbieter im Bezug auf das eigene Geschäft. Das Preis-Leistungs-Verhältnis spielt für 83 Prozent der Fach- und Führungskräfte eine Schlüsselrolle.

75 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte von KMUs in der Hauptstadtregion bewerten den Cloud-Computing-Markt derzeit als äuß;erst intransparent. 1/3 der Unternehmer und leitenden Angestellten bewerten die aktuelle Diskussion um das Thema als marketinggetrieben. Als wichtigsten internen Promotor für den Einsatz von IT-Mietangeboten sehen 30 Prozent vor allem die Geschäftsführung. Sie entscheidet aus Sicht von 75 Prozent der befragten Teilnehmer, welche Leistungen auß;er Haus gegeben werden. Für die interne Abstimmung gilt die IT-Abteilung mit 60 Prozent als maß;geblicher Bereich. Fachabteilungen werden mit 20 Prozent als wenig relevant für Entscheidungen „pro Cloud Computing“ angesehen.

Mit Cloud Computing entsteht ein neues Paradigma der Industrialisierung von IT-Angeboten. Es ermöglicht Unternehmen, IT-Leistungen auf Anwendungs- und Infrastrukturebene nachfrageorientiert und vor allem auf Mietbasis zu beziehen. Dabei befinden sich Daten, Anwendungen und Rechner nicht mehr am Arbeitsplatz oder im firmeneigenen Rechenzentrum, sondern in der „Cloud“ – einem zumeist nicht näher spezifizierten Bereich des Internets. Der Zugriff auf die entfernten Systeme erfolgt über das Internet oder das firmeneigene Netzwerk. Ziel der Umfrage war es, das aktuelle Bewusstsein im Mittelstand für Cloud Computing sowie dessen strategische, organisatorische und technische Auswirkungen zu erheben.

Im Fokus der Studie standen Führungskräfte und weitere leitende Mitarbeiter von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in Berlin und Brandenburg. 44 Prozent der befragten Führungskräfte waren Geschäftsführer, 21 Prozent Fachbereichsleiter und 17 Prozent IT-Abteilungsleiter. Weitere 10 Prozent der Teilnehmer zählen zur Kategorie der leitenden Mitarbeiter in IT-Abteilungen und 8 Prozent in Fachabteilungen. Mit 32 Prozent engagiert sich der größ;te Teil der befragten Unternehmen deutschlandweit. 27 Prozent gaben an, ihre Produkte und Dienstleistungen weltweit anzubieten, 20 Prozent sind europaweit geschäftlich tätig. 11 Prozent der KMUs gab an, nur in der Region zu arbeiten.

Fast 4.000 Unternehmen der Digitalen Wirtschaft bieten in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg Consulting, Software und Services an. Mehr als 50.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter optimieren Geschäftsprozesse, installieren, warten und pflegen IT-Systeme für Wirtschaft und Verwaltungen und bieten Produkte und Services im offen-vernetzten Web an. Laut aktueller Studie „Wachstumschancen für Berlin“ des DIW zählt die IT-Industrie der Hauptstadtregion auf Grund ihrer positiven Beschäftigungsentwicklung zu den zukunftsweisenden Wachstumsbranchen.

Info: http://www.sibb.de/

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