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Karriere: Dr. Nicole Kimmelmann zur Professorin für Wirtschaftspädagogik an der Universität Paderborn berufen

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Karriere: Dr. Nicole Kimmelmann zur Professorin für Wirtschaftspädagogik an der Universität Paderborn berufen

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Mit der Berufung von Prof. Dr. Nicole Kimmelmann am 20.07.2016 ist der vierte Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik an der Universität Paderborn wieder besetzt. Die gebürtige Nürnbergerin ist in der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften keine Unbekannte. Die 38-jährige bewährte sich hier in den letzten vier Semestern bereits als Lehrstuhlvertretung. Kimmelmann ergänzt nun hier das breite, praxisorientierte Spektrum von Forschung und Lehre durch teilweise neue, aktuelle sowie zukunftsweisende Herausforderungen aufnehmende Themen, die das Profil des Departments ergänzen und zugleich die dort vertretene stark individuelle sowie potenzialorientierte Perspektive bei Fragen der Kompetenzentwicklung unterstreichen.
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Mit der Berufung von Prof. Dr. Nicole Kimmelmann  (im Bild) am 20.07.2016 ist der vierte Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik an der Universität Paderborn wieder besetzt.  Die gebürtige Nürnbergerin ist in der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften keine Unbekannte. Die 38-jährige bewährte sich hier in den letzten vier Semestern bereits als Lehrstuhlvertretung. Kimmelmann ergänzt nun hier das breite, praxisorientierte Spektrum von Forschung und Lehre durch teilweise neue, aktuelle sowie zukunftsweisende Herausforderungen aufnehmende Themen, die das Profil des Departments ergänzen und zugleich die dort vertretene stark individuelle sowie potenzialorientierte Perspektive bei Fragen der Kompetenzentwicklung unterstreichen.

 Auf ihre Forschungsthemen angesprochen, nennt die Professorin drei Felder: In der „Kompetenzentwicklung für die Arbeits- und Lebenswelt 4.0“ beschäftigt sie sich mit den Kompetenzanforderungen und neuen Formen der Aus- und Weiterbildung vor dem Hintergrund einer zunehmenden Vernetzung aber auch gesellschaftlichen und berufsbildenden Herausforderungen, wie z.B. Migration, Inklusion, Work Life-Balance, sowie gesellschaftlichem und sozialem Engagement von Unternehmen und einzelnen Bürgern.

Im Bereich der Weiterbildung geht es Nicole Kimmelmann u.a. um die forschungsbasierte Gestaltung von beruflichen Übergängen über die gesamte Lebensspanne hinweg, hier erhält der Begriff  „Lebenslang Lernen“ neue Dimensionen. Bezogen auf ihre Zielgruppe „Hochschulen“ geht es u.a. um die Kompetenzen der Zukunft und eine synergetische Kooperation von Wirtschaft und Hochschule. Hier wird sie zukünftig Module zu den Themen „Service Learning“ und „Community Service Projekte“ für inländische und ausländische Studierende anbieten.

Das zweite Forschungsfeld liegt in der Beschäftigung von „Sprache und Kommunikation in Wissenschaft, Beruf und Medien“. Dabei geht es um die Auswirkungen von Sprache und Kommunikation in der beruflichen Bildung und Arbeitswelt, auch vor dem Hintergrund der beruflichen Integration zugewanderter Arbeitskräfte. Kimmelmann hat hierzu vielfältige Projekte zum integrierten Fach- und Sprachlernen in beruflichen Schulen, Ausbildungseinrichtungen, aber auch direkt am Arbeitsplatz durchgeführt und hierfür Lehrkräfte, Ausbildungspersonal und Dozenten qualifiziert. Ein aktuelles Projekt hierzu bezieht sich auf Qualifizierungsmaßnahmen für internationale Ärzte und Pflegepersonal. Ein zukünftiger weiterer Focus richtet sich auf die neuen Medien, deren Einsatzmöglichkeiten für den Spracherwerb, aber auch auf die Veränderungen des Sprachverhaltens durch diese Medien.

Diese Thematik berührt ebenfalls Kimmelmanns’ drittes Forschungsfeld, die „Didaktisch-methodische Grundlegung zur Digitalisierung von Kompetenzentwicklung und Lehre“. Hier geht es u.a. um die Schaffung von kompetenzfördernden virtuellen Lernumgebungen in Berufsschulen, Unternehmen und Weiterbildungseinrichtungen. Forschungsgegenstand ist der Einsatz von neuen Medien zu Lehr-und Lernzwecken bzw. Formen der Weiterbildung und Profilierung.  
Nach Ihren Kompetenzen gefragt, nennt die Professorin den bewussten Umgang mit den Stärken und Potenzialen des Einzelnen, unabhängig von seinem Lebenshintergrund und seiner Lernbiographie sowie der Blick für anstehende Herausforderungen in Gesellschaft und Bildung. Ansätze der Kompetenzentwicklung werden von ihr innovativ, interdisziplinär und im Sinne einer Förderung von Bewältigungskompetenz für die eigenen beruflichen oder privaten Herausforderungen bzw. Übergänge verstanden.  

Dabei kann sie auf vielfältigen Erfahrungen innerhalb und außerhalb des universitären Feldes aufbauen. Die gelernte Bankkauffrau beschäftigte sich bereits während ihres nachfolgenden Studiums der Wirtschaftspädagogik intensiv mit benachteiligten Jugendlichen, sowohl mit als auch ohne Migrationshintergrund. Als langjährige Mitarbeiter des „Internationalen Bunds“ (IB) baute sie u.a. eine private Berufsfachschule für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz mit auf, unterstützte in Neuseeland interkulturelle Projekte in Kooperation mit dem dortigen Goetheinstitut und unterrichtete Deutsch in Integrationskursen.

Über ihre Expertise im Bereich Migration und Sprachbildung kam sie an die Nürnberger Universität zurück, wo sie bei Prof. Wilbers zum Thema „Cultural Diversity als Herausforderung der beruflichen Bildung“ promovierte. Seit 2011 hatte sie dort die Juniorprofessur für Berufliche Kompetenzentwicklung inne. Die Themen Integration, aber auch Übergänge von Benachteiligten, Sprachförderung in Ausbildung und Beruf sowie Lernen mit neuen Medien wurden von ihr bereits dort intensiv in Projekten mit beruflichen Schulen, sozialen Einrichtungen und Unternehmen bearbeitet. Diese Erfahrungen wird sie nun in Paderborn weiter ausbauen und in die beschriebenen neuen Forschungsfelder einfließen lassen.

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