31.08.2022 – Kategorie: Geschäftsstrategie

IT-Infrastruktur: Wie sich Unternehmen in der Krise aufstellen sollten

Quelle: Tural - Adobe Stock

Die aktuellen Krisen bringen zahlreiche Herausforderungen für Unternehmen mit sich. Insbesondere die IT-Infrastruktur sollte für die besonderen Anforderungen gerüstet werden.

Im Krisenfall wird die IT-Infrastruktur von Unternehmen oft auf unvorhergesehene Weise beansprucht und Administratoren müssen plötzlich ungeahnte Herausforderungen meistern. Während sich die USA beispielsweise wahrscheinlich auf eine wirtschaftliche Rezession zubewegen, haben Technologieunternehmen und Startups bereits begonnen, Maßnahmen zu ergreifen, um sich zu schützen. Denn Nachrichten über Einstellungsstopps, Entlassungen und Budgetkürzungen stehen selbst bei Big Playern der Branche an der Tagesordnung. Schließlich kann eine Rezession die Zukunftspläne und Wachstumsprognosen drastisch verändern. Auch wenn ein wirtschaftlicher Abschwung immer mit Ungewissheit verbunden ist, gibt es immer Schritte, die Betriebe gehen können, um ihr Unternehmen und ihre Mitarbeiter zu schützen.

IT-Infrastruktur: Einführung neuer Technologien überdenken

In erster Linie kann eine effektive IT-Infrastruktur maßgeblich dazu beitragen, Kosten zu senken. Und zugleich die wirtschaftliche Effizienz eines Unternehmens steigern. Entsprechend stehen IT-Teams unter hohem Druck, ihren Mitarbeitern jetzt die bestmögliche IT-Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Zudem gilt es die Performance der Applikationen sicherzustellen und Daten zu schützen. Neben diesen Faktoren entpuppt sich jedoch auch der IT-Fachkräftemangel in der aktuellen Situation als zentrales Problem. So müssen einige Unternehmen ihre Entscheidungen zur Einführung neuer Technologien in ihren bestehenden Umgebungen überdenken. Denn angesichts der angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt und des drohenden Einstellungsstopps aufgrund der anhaltenden Ukraine-Krise und der steigenden Inflation müssen Führungskräfte ihre bestehenden Mitarbeiter halten und in sie investieren.

Skalierbare Lösungen sind gefragt

Nicht erst der Homeoffice-Boom hat den Einsatz der Cloud-Technologie zunehmend in den Fokus gerückt. Um den neuen Herausforderungen strategisch zu begegnen, planen Unternehmen zwar höhere Budgets, ändern jedoch auch die Prioritäten der Einsatzbereiche. Ebenso müssen die Verantwortlichen für eine strategische Ausrichtung der IT-Infrastruktur über ausreichend Rechen-, Speicher- und Netzwerkkapazitäten verfügen. Die Pandemie der vergangenen Jahre hat dabei gezeigt, dass unvorhersehbare Marktbedingungen skalierbare Ressourcen erfordern, die schnell zur Verfügung stehen müssen.

So planen viele Unternehmen, verstärkt auf flexible Verbrauchsmodelle zu setzen. Dies kann beispielsweise bedeuten, dass Unternehmen Basiskapazitäten erwerben oder zusätzliche Server für Spitzenzeiten mieten. Die Kostenverlagerung durch den Einsatz der Private Cloud und flexible Nutzungsmodelle ermöglichen so eine flexible und skalierbare IT-Infrastruktur. Mit dieser können Unternehmen schnell auf vorübergehende Geschäftsanforderungen reagieren, ohne zusätzliche Investitionen in physische Ressourcen zu tätigen.

IT-Infrastruktur wird zum strategischen Instrument

Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass sich die Aufgabenbereiche der IT-Abteilungen in den letzten Jahren verändert haben und nicht mehr nur interne technische Funktionen, sondern auch wichtige strategische Komponenten umfassen. Auch auf Ebene des Managements lässt sich eine ähnliche Wahrnehmung beobachten. So sieht ein Großteil der Führungskräfte die IT-Infrastruktur nicht nur als Unterstützungsfunktion, sondern immer mehr als bedeutendes strategisches Element.

Aus diesem Grund sollte die IT nicht mehr nur eine leistungsstarke Infrastruktur gewährleisten, sondern auch durch innovative Ideen, Geschäftsmodelle und Prozesse zum Erfolg beitragen. Betriebe sind künftig dazu angehalten, eine kosteneffiziente und agile IT-Infrastruktur als Basis ihrer geschäftlichen Tätigkeiten sicherzustellen, denn Wachstum lässt sich in Zeiten des Abschwungs nur schwer vorhersagen. Daher müssen Unternehmen Systeme aufbauen, die sich an eine veränderte Nachfrage anpassen lassen, anstatt sich auf Ausgaben festzulegen, die sie nicht beeinflussen können. Dieser Grundsatz gilt dabei für eine Reihe von Kosten – vom Cloud Computing bis zu Marketing- und Vertriebsausgaben.“

Rechenzentren diva-e
Jerome Evans ist Managing Director Data Centers & Cloud der diva-e Cloud GmbH. (Bild: diva-e)

Über den Autor: Jerome Evans ist Managing Director Data Centers & Cloud der diva-e Cloud GmbH. Seit über 15 Jahren befasst er sich mit IT-Dienstleistungen und speziell Rechenzentren. Damals gründete er das Unternehmen firstcolo, das heute auch zur diva-e Gruppe gehört. Er verantwortet dort den Aufbau und Betrieb von Rechenzentren wie auch von Cloud-basierten Serverinfrastrukturen. Zudem ist Jerome Evans Experte für Blockchain-Technologien und trägt mit seinen Management-Skills aktiv zur Zukunftsgestaltung der diva-e Digital Value Excellence GmbH.

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