03.05.2022 – Kategorie: Technologie

IT-Infrastruktur: Wie IT-Verantwortliche flexible Arbeitsmodelle umsetzen können

Ein neues Whitepaper von ADN Group und Unicon zeigt IT- Entscheidern und Administratoren, wie sich die Fragen einer modernen IT-Infrastruktur im Hinblick auf Verwaltbarkeit, Sicherheit und Skalierbarkeit lösen lassen.

Viele Umfragen und Studien belegen, dass mobile und hybride Arbeitsmodelle, wie wir sie in der Pandemie kennengelernt haben, bestehen bleiben. Der klassische Büroarbeitsplatz befindet sich in einem historischen Wandel. Und seine Veränderung hat noch lange kein Ende erreicht. Immer mehr Arbeitnehmer – insbesondere die nachwachsende Generation – wünschen sich einen Mix aus Homeoffice, Remote Work, mobilem Arbeiten bis hin zu digitalem Nomadentum. Doch hybrides Arbeiten stellt die IT-Abteilung vor zahlreiche organisatorische und logistische Herausforderungen bei der IT-Infrastruktur.

Wie man diese lösen kann, erklären die Cloud-Experten Michael Bölk von der ADN Distribution GmbH und Denis Brendelberger von Unicon. Unicon ist spezialisiert auf Cloud-basierte Lösungen zur Bereitstellung und Administration moderner IT-Arbeitsplätze. Gemeinsam erklären sie in dem Whitepaper „New Ways of Working“, wie IT-Entscheider und Administratoren die zentralen Fragen einer modernen IT-Infrastruktur im Hinblick auf Verwaltbarkeit, Sicherheit und Skalierbarkeit lösen lassen.

Herausforderungen für die IT-Infrastruktur identifizieren

Für die IT stellt vor allem das Management der Hardware während der Nutzung eine Herausforderung dar. Diese befindet sich bei hybriden Arbeitsformen auch zu einem großen Teil außerhalb des Firmen-LAN. „Die abrupte Umstellung auf Remote Work war zu Beginn der Corona-Pandemie für IT-Abteilungen vor allem organisatorisch und technisch herausfordernd. Während die personellen Ressourcen in den Abteilungen oft gleichblieben, war es nötig, gleichzeitig eine Vielzahl an zusätzlicher Hardware anzuschaffen, zu koordinieren und zu managen“, erklärt Michael Bölk, Leiter Professional Services DACH bei der ADN Advanced Digital Network Distribution GmbH.

So müssen auch Aktualisierungen und Updates durchgeführt und Ausfallzeiten minimiert werden. Und die IT-Abteilung muss bei Problemen sofort mit den Mitarbeitenden in Kontakt treten und eingreifen können. Die Verwendung von VPN-Lösungen ist hier in der Regel sehr aufwendig und für die Unternehmen zudem kostenintensiv. Doch auch Sicherheitsaspekte und Datenintegrität sind für den reibungslosen Geschäftsablauf essenziell. Hinzu kommen weiche Faktoren wie die konsistente User Experience der Beschäftigten, da sich ungewohnte IT-Infrastrukturen und -Umgebungen negativ auf Effizienz und Produktivität auswirken können.

Einsparpotenzial durch modularisiertes Betriebssystem

Eine Lösung für diese Problematik schafft Unicon aus Karlsruhe, die seit 25 Jahren im Bereich End-User-Computing und DaaS-Dienstleistung tätig ist. Mit eLux hat Unicon ein Betriebssystem auf Linux-Basis geschaffen, das sich auf sämtlichen x86-Geräten einsetzen lässt. Dank dieses Vorteils kann auch bereits vorhandene Hardware umfunktioniert und weiterverwendet werden. Für die ADN liegt in der langjährigen Kooperation mit Unicon großes Potenzial.

„Die Unicon-Lösung birgt im Bereich Modern Workplace große Chancen für unsere Partnerinnen und Partner und uns als Distribution. Gerade der modulare Aufbau des Betriebssystems ermöglicht es, auch ältere oder bereits stillgelegte Endgeräte wie private Laptops oder Desktop-PCs wieder zu aktivieren. Bei der Nutzung des Betriebssystems werden zudem nur die Funktionen aktiviert, die tatsächlich benötigt werden. Das schont zusätzlich Ressourcen und Bandbreiten“, erläutert Bölk. Ein weiterer Vorteil ist das vollständig individualisierbare eLux-Image. Unternehmen können das Look-and-Feel ihrer Endgeräte individuell im vorhandenen Firmen-Branding konfigurieren und zudem im Einklang mit den Sicherheitsrichtlinien und -vorgaben passgenau einstellen.  

Nahtloser Ablauf der Geschäftsprozesse

Die einheitliche Verwendung des Betriebssystems ermöglicht neben unternehmensinterner Transparenz auch die Vereinheitlichung der Geschäftsprozesse in einer hybriden Arbeitswelt aus VDI- oder DaaS-Umgebungen und On-Premise-Lösungen. Gerade bei komplexeren VDI-Umgebungen mit einer ständig wachsenden Anzahl an Geräten unterstützt die von Unicon entwickelte webbasierte Scout-Konsole die IT-Administration beim Monitoring und Management der Endgeräte.

Um darüber hinaus notwendige Aktualisierungen der Clientsoftware bzgl. Sicherheit und Funktionalität auch für die Remote-Arbeitsplätze gewährleisten zu können, hat Unicon das Scout Cloud Gateway (SCG) entwickelt. Geräte, die sich außerhalb des internen Unternehmensnetzwerks befinden, werden über das SCG an die Infrastruktur angebunden und können wie alle anderen Geräte zentral verwaltet werden.

„Das SCG unterstützt Anwenderinnen und Anwender beim nahtlosen Ablauf sämtlicher Geschäftsprozesse, da sich durch die unmittelbare Anbindung Ausfallzeiten geringhalten lassen. Zudem lassen sich neue Geräte bequem ins Netzwerk einpflegen“, bilanziert Denis Brendelberger von Unicon. „Eine separate und aufwendige VPN-Backend-Lösung wird dadurch obsolet. Das spart zusätzlich Ressourcen, Zeit und Aufwand.“ Gleichzeitig behält die lokale IT weiterhin den vollen Zugriff auf Geräte außerhalb des Firmennetzwerks, kann diese aus der Ferne verwalten und zu jeder Zeit absichern. Somit können sämtliche Geräte in komplexen, verteilten Umgebungen zentral und transparent verwaltet beziehungsweise angebunden werden.

Praxisbeispiel für eine gelungene IT-Infrastruktur

Die Zentrale Datenverarbeitung der Finanzverwaltung (ZDFin) des Landesamts für Steuern Rheinland-Pfalz arbeitet bereits seit knapp 20 Jahren mit Unicon zusammen. Die Behörde bietet ihren Mitarbeitern stets moderne IT-Arbeitsplätze. Der Lockdown im März 2020 stellte ZDFin jedoch vor die Herausforderung, den reibungslosen Ablauf der Finanzverwaltung trotz Homeoffice zu garantieren. Binnen kürzester Zeit erhöhte sich der Anteil der knapp 7.000 Beschäftigten, die zu Hause arbeiteten, auf 75 Prozent. Durch die Einführung des Scout Cloud Gateway und der Umfunktionierung von 1.200 Notebooks zu mobilen Thin Clients mithilfe von eLux konnte der Geschäftsbetrieb erfolgreich aufrechterhalten werden. Und das bei gleichzeitiger Einhaltung der strengen Sicherheitslinien in der Finanzverwaltung sowie dem höchsten Schutz sensibler Daten. (sg)

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Aufmacherbild: Girts – Adobe Stock


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