Werbung

IT im Spannungsfeld von Skepsis und Begeisterung

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

IT im Spannungsfeld von Skepsis und Begeisterung

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Unter dem Titel "520 Wochen" führen am 25. Oktober 2016 Oliver Fronk, PRIOR1 GmbH, und Dr. Peter Koch, EMERSON Network Power, einen interaktiven Battle im Rahmen der Internetwoche Köln durch. Im folgenden Interview erläutern die beiden IT- und RZ-Spezialisten in einem Blick auf die IT-Welt der Zukunft ihre unterschiedlichen Standpunkte.
Oliver Fronk

Unter dem Titel „520 Wochen“ führen am 25. Oktober 2016 Oliver Fronk, PRIOR1 GmbH, und Dr. Peter Koch, EMERSON Network Power, einen interaktiven Battle im Rahmen der Internetwoche Köln durch. Im folgenden Interview erläutern die beiden IT- und RZ-Spezialisten in einem Blick auf die IT-Welt der Zukunft ihre unterschiedlichen Standpunkte.

Herr Fronk, Herr Dr. Koch, am 25. Oktober führen Sie im Rahmen der Internetwoche Köln den interaktiven Battle „520 Wochen“ durch – was hat es mit dem Titel auf sich?

Oliver Fronk: Wir hätten natürlich auch von „10 Jahren“ sprechen können, aber wir wollten bereits im Titel ein Signal für die hohe Innovationsgeschwindigkeit in der IT-Technologie setzen. Außerdem ist es angelehnt an den Schweizer Zukunftsforscher Lars Thomsen, der auch nur noch in Wochen rechnet, selbst wenn die Zahlen dreistellig sind.

In ihrem Streitgespräch gehen Sie unter anderem auf „Edge Computing“ ein. Was verstehen Sie unter diesem Trend?

Peter Koch: „Edge“ – Englisch für Rand – steht für den Rand des Internet, im Gegensatz zum „Core“, in dem sich die zentralen Großrechenzentren befinden. Für eine rasch wachsende Zahl von Anwendungen – wie z.B. Mobile Computing, Smart City aber auch Bank- und Handelsfilialen – fallen riesige Datenmengen an, die sehr schnell verarbeitet werden müssen.

Dabei hat es wenig Sinn, sie über große Entfernungen und mit einiger Zeitverzögerung durch das Netz zu großen Zentralrechenzentren zu schicken. Wir sehen dafür eine Vielzahl von Kleinst-Rechenzentren „at the edge“ als die beste und wirtschaftlichste Lösung an.

Innovationsskepsis ist so alt wie die Menschheit – so hat etwa der ehemalige CEO von IBM, Thomas Watson, 1943 den weltweiten Bedarf an Computern auf 5 Maschinen eingeschätzt. Wo sehen Sie heutzutage die „verborgenen Potenziale“ schlummern?

Oliver Fronk: Wenn wir den privaten Bereich anschauen, so werden uns Themen wie Smart Home, autonomes Fahren oder Augmented Reality beschäftigen und unser Leben verändern. Auch die Art, wie ich ein Device bediene, wird sich in den nächsten Jahren massiv verändern. Maus und Tastatur oder Touchscreen werden schnell sterben und durch Sprachsteuerung und Gestik ersetzt werden. Unabhängig von der künstlichen Intelligenz, die uns viele Arbeiten abnehmen wird.

Peter Koch: Etwas Skepsis ist da schon angebracht. Viele dieser neuen Möglichkeiten werden massiv in unser Leben und die Gesellschaft eingreifen, vielleicht mehr, als wir vielen begeisterten Nutzer von Smartphones ahnen. Auf der Liste der 10 größten Bedrohungen für die Menschheit stehen neben Supervulkanen und Klimawandel auch die künstliche Intelligenz und damit die Machtübernahme durch die Maschinen.

Herr Fronk, 2013 sind Sie für ihr Konzept eines „algenativen Rechenzentrums“ mit dem Deutschen Rechenzentrumspreis ausgezeichnet worden. Wie sieht für Sie das Rechenzentrum der Zukunft im Jahre 2025 aus?

Oliver Fronk: Hoffentlich noch energieeffizienter. Das muss, wenn man das Wachstum der Rechenzentren betrachtet, eine wesentliche Maßgabe sein. Ob diese jetzt über regenerative, regional erzeugte Energie versorgt oder in Recycling-Kreisläufe eingebunden werden, ist dabei erst einmal sekundär. Aber wir gehen davon aus, dass uns das Thema Energiespeicherung und auch Recycling in den nächsten Jahren vermehrt begegnen wird.

Peter Koch: Wie heute wird es das Rechenzentrum der Zukunft nicht geben. Ich denke eher, das die Vielfalt noch zunehmen wird. Ein starker Trend ist die wieder zu beobachtende Dezentralisierung in viele kleine Einheiten, die die Konsolidierung in riesige „Datenfabriken“ ergänzen wird. Neben Dauerbrennern wie Effizienz und Verfügbarkeit wird Sicherheit ein Thema, das uns alle massiv beschäftigen wird. Mehr dazu in unserer „Battle“.

Zu guter Letzt: Warum sollte man den interaktiven Battle am 25. Oktober in Köln definitiv nicht verpassen?

Oliver Fronk: Da gibt es viele Gründe: Obwohl wir beide uns beruflich ausschließlich mit Rechenzentren beschäftigen und dieses auch ein Fokus-Thema ist, betrachten wir hier auch den Einfluss der IT auf unser alltägliches Leben und zeigen auf, wohin die Reise gehen wird. Und das nicht anhand von fiktiven Ideen und Visionen, sondern an konkreten Beispielen. So kann man nicht nur für das Business was mitnehmen, sondern auch für sich persönlich.

Peter Koch: Das wird ein spannender Mix aus Zukunftsvision und realer Technologie, Begeisterung und Skepsis, Auswirkungen für unser persönliches Leben und konkreten Zukunftskonzepten für Rechenzentren und Netzwerke. Oliver und ich werden unseren Spaß daran haben – und wir sind sicher, unsere Zuhörer auch.

Dr. Peter Koch ist seit 2010 Senior Vice President Engineering und Product Management bei Emerson Network Power tätig und beschäftigt sich tagtäglich mit Rechenzentren.

Oliver Fronk (im Bild) plant und baut als Senior Consultant der PRIOR1 ebensolche Rechenzentren und hat mit seinem international preisgekrönten Konzept des „Algenativen Rechenzentrums“ bewiesen, dass er über die Trends und Notwendigkeiten der Zukunft Bescheid weiß.

520 Wochen – Ein interaktiver Battle
25.10.2016, eco Kubus Köln

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Wandel ist Fortschritt, Stillstand bedeutet Niedergang. Dass dieses Credo im Besonderen auch auf die IT zutrifft, zeigte die 3. ITSM-Konferenz in Fulda. Unternehmen, die es schaffen, ihre IT-Infrastruktur an Veränderungen anzupassen, gehen gestärkt aus dem Wandel hervor. Ein Gastbeitrag von Stephan Kraus von it-novum GmbH.
Werbung

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Werbung
Werbung

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Auf dem daten Friedhof

Dark Data: Wirtschaftliche Chancen mit Cloud, KI und BI nutzen.

Mehr erfahren

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

    * Jederzeit kündbar

    Entdecken Sie weitere Magazine

    Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

    Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.