IT-Experten nutzen Zeitarbeit als Karriere-Tool

Klammheimlich und im Schatten der großen Diskussionen um Arbeitnehmerrechte, Mindestlohn und Scheinselbständigkeit hat die klassische Arbeitnehmerüberlassung, als eine von vielen möglichen Vertragsformen, Einzug in die Personalplanung von IT-Projekten gehalten. Der „Zeitarbeiter“ von heute ist hochspezialisiert, gut bezahlt und sehr gefragt. Für IT-Spezialisten ist Zeitarbeit zu einem wertvollen Karriere-Tool geworden.

IT-Personal- und Servicedienstleister nutzen das Modell der Arbeitnehmer-überlassung, auch Zeitarbeit genannt, viel und gern. Und das mit gutem Grund. Die IT wurde in den letzten Jahren mehr und mehr zum Treiber für den geschäftlichen Erfolg eines Unternehmens. Die Anforderungen an die IT und die  Komplexität und Geschwindigkeit der Projekte stiegen rasant und dieser Trend bleibt ungebrochen. IT-Spezialisten werden oft händeringend gesucht – allerdings meist projektbezogen und daher zeitlich begrenzt.

Für die schnelle und erfolgreiche Umsetzung von IT-Projekten bietet das Vertragsmodell der Arbeitnehmerüberlassung viele Vorteile für die Auftraggeber und IT-Experten. Unternehmen können hochprofessionelle Teams flexibler und effizienter zusammenstellen und schneller auf neue Technologien und Marktsituationen reagieren. Das sichert Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit.

Vorteile für die Arbeitnehmer

Experten über 50 finden in den Branchen IT und Engineering schnell neue Aufgaben mit Perspektiven. Berufseinsteiger haben die Chance auf einen schnellen Aufstieg und verantwortungsvolle Positionen in unterschiedlichen Projekten. Quereinsteiger können sich in neuen Bereichen orientieren und Wiedereinsteiger finden nach einer beruflichen Unterbrechung leichter Anschluss an die einmal ausgeübte Tätigkeit. Freiberufler nutzen Phasen in der Arbeitnehmerüberlassung, um Einnahmeausfälle durch Projektleerlaufzeiten aufzufangen.

Mehr Vertragssicherheit durch Zeitarbeit

Auch die Unternehmen profitieren von dieser Form der Zusammenarbeit, nicht zuletzt auf der Vertragsebene. In der Personaldienstleistung wird mit ganz unterschiedlichen Vertragsformen gearbeitet, zum Beispiel mit Dienst- oder Werkverträgen, die sich dann auf konkrete Projekte beziehen. Hier gilt es, das Problem der Scheinselbständigkeit zu beachten, bei dem Freiberufler wie Angestellte behandelt werden und schon kleine Unachtsamkeiten in der Form der Zusammenarbeit für Unternehmen schwerwiegende Konsequenzen haben können.

Themen wie diese gehören zum täglichen Geschäft von Personaldienstleistern. Die Zusammenarbeit mit ihnen kann helfen, Fallstricke zu vermeiden und gesetzeskonforme Prozesse aufzusetzen. Die Arbeitnehmerüberlassung ist für Unternehmen oft mit weniger Aufwand verbunden, als das Rekrutieren und Steuern von Selbstständigen durch das Unternehmen selbst. Denn: In der Zusammenarbeit mit Freiberuflern haben Unternehmen viele Regeln zu beachten, bei der Arbeitnehmerüberlassung ist es deutlich einfacher. Hier werden die Fachkräfte beim Dienstleister fest angestellt und für einen definierten Zeitraum beim Kunden vor Ort eingesetzt. Eine rechtliche Grauzone existiert hier nicht.

Ein Modell mit Zukunft

Besonders im Bereich der IT-Dienstleistungen hat das Modell Arbeitnehmerüberlassung Zukunft. Derzeit sind 52 Prozent aller Zeitarbeiter in der Bundesrepublik Helfer, 40 Prozent Fachkräfte, nur 7 Prozent sind Spezialisten*. Im Bereich der IT-Dienstleistungen sind Experten gefragt: der IT-Sourcing-Spezialist top itservices AG beschäftigt 30 Prozent Spezialisten, 61 Prozent Fachkräfte, 70 Prozent von ihnen sind Akademiker, und nur 9 Prozent der Mitarbeiter gehen weniger hoch qualifizierten Tätigkeiten nach.

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