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IKT-Standort Deutschland: Trotz Wirtschaftskrise stabile Platzierung

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IKT-Standort Deutschland: Trotz Wirtschaftskrise stabile Platzierung

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Die deutsche IKT-Wirtschaft besteht die Herausforderungen der Wirtschaftskrise und sichert sich einen stabilen siebten Platz im Ranking der Top-15-IKT-Nationen. Dies ergibt der „Monitoring-Report Deutschland Digital 2010″, der gestern von TNS Infratest vorgestellt wurde. Deutschland liegt als Standort für die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) im Vergleich der Top-15-IKT-Nationen auch in diesem Jahr im Mittelfeld und belegt gemeinsam mit den Niederlanden den siebten Rang. Anders als im Vorjahr erreicht Deutschland 2010 bei keinem der 24 analysierten Indikatoren einen ersten oder zweiten Platz. Bei fünf Indikatoren konnte Deutschland dagegen besser abschneiden als im Vorjahr, bei 14 Indikatoren hat sich Deutschland verschlechtert. Das sind die zentralen Ergebnisse des „Monitoring-Report Deutschland Digital 2010“, der anlässlich des Fünften Nationalen IT-Gipfels der Bundesregierung in Dresden vorgestellt wurde. „Eine Platzierung auf dem siebten Platz ist für mich nicht zufriedenstellend und Ansporn genug, hier mehr zu tun und unsere Stärken gezielt zu bündeln“, so Hans-Joachim Otto, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

Die Benchmark-Studie, die TNS Infratest im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie von 2009 bis 2011 jeweils jährlich erstellt, analysiert den Stand der deutschen Informationswirtschaft im Vergleich zu den 14 führenden IKT-Weltregionen und Ländern. Die Leistungsfähigkeit wird hinsichtlich der auf den IKT-Märkten stattgefundenen Entwicklungen, Anwendungen der IKT sowie infrastruktureller Voraussetzungen mittels 24 Kernindikatoren gemessen.

Deutschland im 15-Nationenvergleich weiterhin im Mittelfeld

Die Positionierung Deutschlands hat sich relativ zum Weltmarktführer Südkorea im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Deutschland erreicht 59 Prozent der bestmöglichen Performance und platziert sich gemeinsam mit den Niederlanden im Benchmark auf Rang sieben. Der Abstand auf den neuen weltweiten Spitzenreiter Südkorea ist mit 13 Indexpunkten deutlich.

Belegte Deutschland im Jahr 2008 noch Spitzenpositionen in einigen Kernindikatorbereichen, so sind die besten Platzierungen im Jahr 2009 lediglich zwei dritte Ränge bei der „Mobilen Internetnutzung“ und beim „Reifegrad des Telekommunikationsmarktes“. Mit dieser Leistung liegt Deutschland hinter anderen westeuropäischen Ländern zurück. Dänemark und Groß;britannien teilen sich den vierten Platz mit jeweils 62 Indexpunkten, Schweden liegt mit 60 Indexpunkten auf Platz sechs.

Deutschland trotz Wirtschaftskrise auf Platz sieben: Zeugnis für einen starken Standort

Die nach Indexpunkten rückläufigen Marktentwicklungen können vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise im Branchenvergleich dennoch als Erfolg gewertet werden. Während die weltweite Rezession in Deutschland 2009 zu einem auß;ergewöhnlichen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von insgesamt fünf Prozent geführt hat, waren die Umsätze im IKT-Bereich (ohne Konsumelektronik) dagegen nur um 3,7 Prozent auf 127,2 Milliarden Euro rückläufig. Im Vergleich dazu verzeichnete beispielsweise der deutsche Maschinenbau einen Umsatzrückgang von 22,5 Prozent.

IKT-Strategie „Deutschland Digital 2015“: Den deutschen IKT-Standort an die Weltspitze führen

Im Rahmen eines Workshops zur IKT-Strategie „Deutschland Digital 2015“ erarbeiteten hochkarätige IKT-Experten Empfehlungen, die helfen sollen, Deutschland in einer möglichst groß;en Anzahl von Bereichen mit Spitzentechnologien an die Weltspitze zu bringen. Die wichtigsten Schlussfolgerungen aus Expertensicht sind:

  1. Stärken in den Innovationsfeldern nutzen. Priorisiert nach den höchsten jährlichen Wachstumsraten sind dies: Cloud Computing mit 48 Prozent, Green IT mit 39 Prozent, IKT und Energie bzw. Smart Grids mit 21 Prozent, Verkehrstelematik mit 14 Prozent, IT-Sicherheit mit zehn Prozent und Embedded Systems mit neun Prozent.
  2. Chancen ausbauen. Zügige Umsetzung der Breitbandstrategie der Bundesregierung bis zum Jahr 2014. Umgehender Start des Ausbaus digitaler Netze der nächsten Generation.
  3. Top Standort-Nachteile beseitigen. Konzentration der Forschungsförderung auf die vielversprechenden Wachstumsfelder; Inventions-Innovationslücke schließ;en, um die Einführung von neuen Produkten in den Markt zu beschleunigen; Beseitigung von Nutzungsbarrieren, insbesondere Verbesserung der digitalen Kompetenzen; Anzahl IKT-basierter Unternehmensgründungen steigern; Exportaktivitäten, insbesondere der kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) unterstützen.
  4. Risiken minimieren. Gegen den strukturell bedingten Fachkräftemangel adäquate Qualifzierungs- und Zuwanderungspolitik; Vertrauen in die Netz- und Informationssicherheit durch geeignete gesetzgeberische Maß;nahmen als Voraussetzung zur Entfaltung von IKT-Potenzialen schaffen.

Presse-Information, Kurz- und Langfassung der Studie sowie Charts zum TNS Infratest-Gesamt-Benchmark, der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in den Teilbereichen Marktbedeutung, Anwendungen und Infrastruktur finden Sie als PDF-Download unter www.tns-infratest.com/monitoring-deutschland-digital

„Monitoring-Report Deutschland Digital 2010“

TNS Infratest stellt zum Fünften Nationalen IT-Gipfel am 7. Dezember 2010 den weltweiten Vergleich der deutschen IKT-Branche mit den führenden Top 14 IKT-Nationen vor. Um die Performance für alle 15 Länder vergleichbar zu berechnen, wurde Deutschland mit Hilfe von „Kernindikatoren“ in einer quantifizierenden „Standortbestimmung“ positioniert. Insgesamt werden 24 Kernindikatoren für die Leistungsmessung im globalen Vergleich herangezogen. Dabei erhält das jeweils klassenbeste Land 100 Indexpunkte. Die anderen Länder werden im relativen Vergleich zum Weltmarktführer positioniert. Die 14 wichtigsten Wettbewerbsländer in Europa sind: Groß;britannien, Frankreich, Italien, Spanien, Niederlande, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, in Asien: China, Japan, Südkorea und Indien sowie die USA.

Zusätzlich wurde eine qualitative Bewertung des IKT-Standortes Deutschland über hochrangig besetzte Expertenworkshops in Deutschland und Experteninterviews im Ausland, in diesem Jahr in Frankreich und Indien, durchgeführt.

Die erhobenen Beurteilungen führen zu einer Identifizierung von Stärken und Schwächen, sowie von Potenzialen und Risiken des IKT-Standorts Deutschland. Sie dienen im Rahmen der jährlichen IT-Gipfel unter der Schirmherrschaft der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel zur Ableitung von Handlungsempfehlungen für Wirtschaft und Politik.

Forschungspartner des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie ist seit dem Projektbeginn im Jahr 2000 die TNS Infratest Forschung GmbH. Die Projektleitung obliegt dem Forschungsbereich Business Intelligence.

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