25.08.2010 – Kategorie: IT, Technik, eCommerce

IBM-X-Force-Report 2010

Der IBM-X-Force-Report 2010 belegt, dass Sicherheitslücken weltweit einen Höchststand erreicht haben. Die Anzahl der aufgedeckten Schwachstellen stieg um 36 Prozent im ersten Halbjahr 2010. Die Ergebnisse des X-Force-Trend- und Risiko-Reports des ersten Halbjahres 2010 zeigen einen extremen Anstieg von aufgedeckten Schwachstellen: Um 36 Prozent haben diese gegenüber dem Vergleichszeitraum 2009 zugenommen. Insbesondere Web-Applikationen sind die Zielscheibe von Missbrauch, sie sind in mehr als der Hälfte aller Fälle betroffen. Versteckte Angriffe auf JavaScript und Portable Document Formats (PDFs) haben sowohl quantitativ wie auch in ihrer qualitativen Ausprägung

ebenfalls einen neuen Höhepunkt erreicht. Im Gegensatz dazu ist das so genannte Phishing um fast 82 Prozent enorm zurückgegangen, wobei nach wie vor Finanzinstitute mit 49 Prozent die bevorzugten Angriffsziele sind.

Die Angriffe werden immer raffinierter, besonders der Einbruch in Computer-Netzwerke über die Manipulation von JavaScript und PDF können häufig nicht mehr von den traditionellen Sicherheitswerkzeugen erkannt werden. Die meisten PDF-Attacken registrierte das X-Force-Team im April mit einer um fast 37 Prozent höheren Quote gegenüber dem Halbjahresdurchschnitt.

Spam-Kampagnen, speziell über die Zeus- und Pushdo-Botnets, haben besonders dazu beigetragen, die infizierten PDF-Attachments zu verbreiten. „Internet-Bedrohungen werden immer globaler, wie wir am Beispiel von Spams sehen können. Eine Spam wird heute beispielsweise aus Amerika versendet und

enthält europäische URLs, deren Inhalte in Asien gehostet werden“, sagt Carsten Dietrich, Leiter IBM Content Security Solutions in Kassel. Das X-Force-Team in Kassel verantwortet den Bereich Web-Crawling und E-Mail/Spam-Analyse.

Das X-Force-Team hat darüber hinaus folgende Trends identifiziert:

1. Sicherheitsbedenken spielen beim Thema Cloud Computing eine groß; Rolle und sind nach wie vor eine Hürde für die Akzeptanz der Technologie.

2. Immer mehr Unternehmen nutzen virtuelle Server-Infrastrukturen, um ihre CPUs besser auszulasten. Auch hier müssen die Sicherheitsanforderungen entsprechend angepasst werden. Denn eine Attacke auf ein virtuelles System führt möglicherweise auch zu Manipulationen anderer virtueller Systeme, die auf der gleichen physikalischen Maschine betrieben werden.

Das IBM X-Force-Team katalogisiert, analysiert, entdeckt und veröffentlicht Sicherheitsschwachstellen seit 1997. Mit mehr als 50.000 katalogisierten Einträgen verfügt die IBM X-Force über die größ;te Schwachstellen-Datenbank der Welt. Der Analyse von Webseiten, Spams und Phishings liegt eine

Datenbasis von mehreren Milliarden Webseiten und E-Mails zugrunde. Keine vergleichbare Organisation deckt jährlich so viele Sicherheitsrisiken und Schwachstellen auf.

Den vollständigen Report finden Sie im Internet unter www.ibm.com/security/x-force


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