09.10.2012 – Kategorie: Fertigung, IT, Kommunikation, Marketing, Sonstiges, Technik

IBM stellt neue Technologien vor

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IBM hat neue Technologien vorgestellt, die es Unternehmen ermöglichen sollen, den aktuellen IT-Herausforderungen im Umfeld von…

IBM hat neue Technologien vorgestellt, die es Unternehmen ermöglichen sollen, den aktuellen IT-Herausforderungen im Umfeld von Sicherheit, Cloud Computing und der Handhabung sehr großer Datenmengen zu bewältigen. Die neuen Angebote umfassen leistungsstarke Power-Systems-Systeme, ein neues High-End-Plattenspeichersystem und Software-Updates für die aktuelle Generation der IBM-System-z-Großrechner.

„Die Ankündigung ist Teil des IBM-Fokus auf Smarter-Computing-Systeme. Diese können dabei helfen, die sich verstärkenden Herausforderungen von Organisationen zu bewältigen. Dies gilt in Bezug auf die extrem stark wachsenden Datenmengen, fortlaufend steigenden Sicherheitsanforderungen und die Veränderungen durch Social- und Mobile-Technologien“, erläutert Andreas Wodtke, Vice President Systems and Technology Group, IBM Deutschland. Für die Enterprise-Power-Systems-Lösungen mit neuer Hardware und Software wurden nach Angaben des Herstellers mehr als 1,4 Milliarden US-Dollar in Forschung und Entwicklung investiert.


Die IBM Power 770- und 780-Server setzen jetzt den neuen POWER7+-Mikroprozessor ein, eine Technologie, die Leistungssteigerungen von bis zu 40 Prozent bei vielen Workloads gegenüber den vorherigen Modellen ermöglicht. Der POWER7+-Prozessor enthält ein 2,5-fach erweiterten Level3-Cache-Memory, schnellere Dateiverschlüsselung für das AIX-Betriebssystem und Hauptspeicherkompression, die in einem unveränderten Energieverbrauch gegenüber der vorherigen Generation der POWER7-Chips mündet. Am oberen Ende der Power-Produktlinie wurde das System Power 795 verbessert, mit dem Kunden Anwendungen mit besonders großen Leistungsanforderungen schneller ablaufen lassen können. Dabei können bis zu 16 TByte Hauptspeicher mit neuen 64-GByte-Dual-In-Line-Memory-Modulen zum Einsatz kommen.

Zusätzlich hat IBM in die Power-Systems-Familie neue Möglichkeiten eingebaut, um Kunden beim Bau virtualisierter privater Clouds oder Managed-Service-Cloud-Infrastrukturen zu unterstützen. Damit können sie dynamisch auf Veränderungen in den Anwendungs- und Workload-Anforderungen reagieren. Elastic Capacity on Demand for Power Systems Pools ermöglicht beispielsweise das Teilen von Ressourcen über multiple Server. Dies verbessert die Verfügbarkeit und ermöglicht den Zugang zu Ressourcen auch während geplanter und ungeplanter Wartungsaktivitäten. Dabei lässt sich die Effizienz bei Platz- und Energieverbrauch um bis zu 56 Prozent verbessern, wobei extrem hohe Servicelevels für Mission-Critical-Anwendungen erreicht werden können.

Um auf veränderte Geschäftsordnungen zu reagieren und schnell Ressourcen auszubalancieren, können Kunden, wenn eine Cloud-basierte Infrastruktur mit IBM PowerVM Virtualisierungssoftware verwaltet wird, jetzt noch leichter individuelle Serverpartitions verschieben. Einzelne virtuelle Maschinen lassen sich bis zu dreimal schneller verschieben und gleichzeitig stattfindende Migrationen können bis zu 4,7-mal schneller als bei vorherigen Versionen erfolgen.

Eine durchschnittliche Firmen-IT-Infrastruktur wird mittlerweile bis zu 60.000-mal am Tag angegriffen. Der durchschnittliche Schaden einer Organisation bei einem Datenverlust beläuft sich auf bis zu 5,5 Mio. US-Dollar. Damit wird Sicherheit zu einer der Top-Prioritäten in Unternehmen. Für mehr Datensicherheit und regulatorische Compliance wurde die IBM PowerSC Security- und Compliance-Software verbessert und ermöglicht jetzt Echtzeit-Security-Alerts und ein verbessertes Compliance-Reporting.

Die Flut an Informationen, die Organisationen bewältigen müssen, schafft für IT-Administratoren fortlaufend neue Herausforderungen. Steigende Datenmengen beeinflussen die Systemleistung und -verwaltbarkeit sowie die Systemsicherheit. Um Kunden bei der Bewältigung dieser Situation zu helfen, hat IBM zwei High-End-Speichersysteme umfassend erweitert mit Leistungssteigerungen und Sicherheitsupdates.

Das IBM System Storage DS8870 ist das neueste und leistungsstärkste Mitglieder der DS8000-Familie an „High-Density“-Enterprise-Speichersystemen. Durch den Einsatz des IBM POWER7-Prozessors und bis zu 1TByte Systemcache bringt die DS8870 bis zu dreimal mehr Leistung als das vorherige DS8800-Modell. Zusätzlich bringt die DS8870 standardmäßig selbstverschlüsselnde Laufwerke für zusätzliche Sicherheit mit.
Im Vergleich zum Vorgänger verbraucht das neue System bis zu 30% weniger Energie. Die DS8870 erfüllt darüber hinaus selbstverständlich die RoHS-II-Compliance-Richtlinien.

Mit der XIV G3 „Entry“ spricht IBM kleinere Kunden an, die den Komfort, die Leistungsklasse sowie die Enterprise-Verfügbarkeit des XIV-Speichersystems nutzen wollen, aber nicht die hohe Skalierbarkeit der größeren Modelle benötigen. Die neue Multi-Management-Software hilft, mehrere XIV-Systeme wie ein System zu betreiben und zu verwalten. Ebenfalls neu ist der OpenStack-Nova-Treiber für einfache Speicherprovisionierung in der Cloud.


Das als „Storage System of the Year“ ausgezeichnete V7000-Midrange-System Storwize V7000 Unified wurde im Juni um Realtime-Data-Compression, FCoE sowie Scale-out (bis zu 960 Drives und 4-Wege-Ausbau) erweitert. Diese Erweiterungen gelten jetzt ebenfalls für die V7000-Unified-Modelle, die darüber hinaus einen integrierten LDAP-Server aufweisen.

Auf der Bandspeicherseite hat IBM das IBM TS7700 Enterprise Virtual Tape Library System 3.0 überarbeitet. Dieses System kombiniert Virtualisierung und Magnetbandspeicher miteinander. Die TS7700 wird typischerweise in Unternehmen eingesetzt, die Mainframes in Betrieb haben und ermöglicht Administratoren, ihre Tapespeichersysteme zu virtualisieren und damit die Verwaltbarkeit, Kapazität und Sicherheit zu verbessern. Die Version 3.0 erreicht dabei jeweils ein neues Niveau mit End-to-End-Verschlüsselung und der Fähigkeit, bis zu sechs TS7700 in einer Grid-Architektur miteinander zu verbinden für schnellen Zugang zu Informationen sowie Redundanzfunktion.

Die neue IBM Technical Computing for Big Data-Lösung basiert auf dem General Parallel File System (GPFS), einer modernen Datei-Speicherplattform, die oft in Supercomputing-Umgebungen eingesetzt wird. Beispiele für Einsatzbereiche sind Modellierungen für die Wettervorhersage, Erdölexploration oder Produktion digitaler Medien. Durch die Kombination von GPFS mit der IBM InfoSphere BigInsights-Analytiksoftware und der neuesten Version der IBM Platform Symphony-Software für die Verwaltung können Kunden sehr komplexe Analytikaufgaben besser bewältigen.

IBM hat außerdem neue Softwareangebote für die aktuelle Generation der IBM Mainframes vorgestellt. Damit können Kunden ihre IT auf aktuellstem Stand effizient betreiben und ihre unternehmenskritischen Daten direkt auf der Plattform analysieren, um bestmöglichen Service für Kunden zu ermöglichen.

Die zEC12 ist eines der ersten Systeme, das Transaktionsverarbeitungsanwendungen und Analytikanwendungen auf einer Maschine ablaufen lassen kann. Damit werden Kunden befähigt, Daten in Echtzeit zu verarbeiten und zu analysieren. Mit der neuen IBM DB2 Analytics Accelerator V3 Appliance macht es IBM dabei einfacher und wirtschaftlicher denn je, Analytik auf dem Mainframe zu betreiben. Damit reduziert sich die Notwendigkeit, Daten auf Mainframelaufwerken zu speichern um bis zu 90 Prozent, was zu einer deutlichen Senkung der Speicherkosten führen kann. Der Akzelerator kann also die Antwortzeiten für Queries um bis zum Faktor 2000 (!) beschleunigen.

IBM ermöglicht jetzt beim populären Transaktionsprozessor, dem CICS (Customer Information Control System), die Entwicklung, Bereitstellung und den Betrieb in einer Cloud. Damit können zEnterprise-Anwender Private-Cloud-Umgebungen bauen, die sehr große Volumina an Kundentransaktionen bewältigen können. Mit dem neuen CICS 5.1-Portfolio lassen sich interaktive Anwendungen wie Bankautomaten, Finanz- und Versicherungsanwendungen über die Cloud verfügbar machen.

Die neue IBM Security zSecure Suite V1.31.1 verbessert die „Security Intelligence“ durch Aufdeckung auffälliger Aktivitäten, bevor ein System befallen wird. Sie ermöglicht das Monitoring von Bedrohungen durch Real-Time-Alerts und Analytik zum Netzverhalten. Damit wird zur Einhaltung von Compliance Policies und Bewältigung von Security Audits in hohem Maß beigetragen. Die Integration mit QRadar SIEM (Security Information und Event Management) ermöglicht ein unternehmensweites Sicherheitsmonitoring.

Zusätzlich zu den Updates bei Systemen und Speichern kündigt IBM einen Software-Defined-Networking-Controller im Enterprise-Networking-Portfolio an. Dieser neue Programmable Network Controller liefert intelligente Software für IBM-Rack- und andere OpenFlow-befähigte Switche. Mit OpenFlow können Anwender virtuelle Netzwerke bauen mit der Skalierbarkeit und Flexibilität, die Unternehmen in Cloud- und Mobile-Umgebungen benötigen.

Jede IT-Akquisition bringt eine Investitionsentscheidung mit sich: Barzahlung, Finanzmittel am Markt aufnehmen oder Leasing? IBM Global Financing bietet bonitätsgeprüften Kunden individuelle Finanzierungslösungen. Massgeschneiderte Restwert-Leasingangebote mit Zahlungsaufschub am Anfang der Laufzeit erleichtern die Anschaffung von IBM-Systemen und sichern hohe Flexibilität für Aufrüstungen oder Erweiterungen während und faire Vertragsoptionen am Ende der Leasingperiode. Niedrige monatliche Raten anstatt hoher Anfangsinvestitionen minimieren den Kapitalaufwand, optimieren den Cash Flow und helfen, die Investition im Budgetrahmen zu halten.

Sowohl für die neuen Power Systems als auch für den Mainframe kamen signifikante Innovationsbeiträge aus dem deutschen Forschungs- und Entwicklungszentrum in Böblingen, das mit rund 1,800 Ingenieuren weltweit eine der größten Entwicklungsstätten von IBM darstellt. Für die angekündigten Power Systems wurde in erster Linie die Entwicklung des neuen P7+ Prozessors beieinflusst.  Der P7+, der in 32- nm-CMOS-SOI-Technologie gefertigt wird, stellt das neuste Familienmitglied der seit mehr als 20 Jahren sehr erfolgreichen RISC-Prozessoren dar, die durch ihre extremen Performance-Steigerungen immer wieder für Aufsehen gesorgt haben. Ein Großteil der arithmetischen Recheneinheiten des Prozessors wurde in Böblingen konzipiert.  


 




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