HPI: “Cockpit” für Top-Manager liefert aktuelle Analysedaten auf Zuruf

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Langwierige Geschäftsleitungs-Sitzungen mit schwer verständlichen Präsentationen und nicht tagesaktuellen Daten - das "nervt" Manager. Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) hat deshalb eine Lösung dafür entwickelt, wie Entscheider in Unternehmen künftig besser arbeiten können: mit einem neuartigen Softwaresystem samt speziellem Sitzungsambiente in Form eines Cockpits.
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Langwierige Geschäftsleitungs-Sitzungen mit schwer verständlichen Präsentationen und nicht tagesaktuellen Daten – das “nervt” Manager. Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) hat deshalb eine Lösung dafür entwickelt, wie Entscheider in Unternehmen künftig besser arbeiten können: mit einem neuartigen Softwaresystem samt speziellem Sitzungsambiente in Form eines Cockpits.

Entworfen haben das Ganze HPI-Studenten zusammen mit Kommilitonen der Stanford University und mit einem deutschen Konzern. Zu bestaunen war die Lösung jetzt erstmals auf der CeBIT.

“The Q”, so der Name des Prototyps, besteht aus einem Spezialtisch, an dem bis zu acht Entscheider Platz finden. Über ihnen hängt ein Kubus mit acht Bildschirmen, zwei an jeder Flanke. Hierüber werden die Entscheider mit wichtigen Daten in einfacher grafischer Form versorgt. So kann kein Display den direkten Augenkontakt zwischen den Sitzungsteilnehmern stören.

 Sofortiger Zugriff auf Echtzeit-Unternehmensdaten

Die eigentliche Neuerung arbeitet aber im Hintergrund: Das Softwaresystem bietet sofortigen Zugriff auf Echtzeit-Unternehmensdaten und liefert Ad-hoc-Antworten. Dafür werden alle Daten grafisch aufbereitet und ständig mit der Präsentation synchronisiert. Mittels Tablets können Tagesordnung und wichtige Einzelheiten zusammen mit den brandaktuellen Firmendaten interaktiv auf die Displays gebracht und mit Kommentaren versehen werden.

Zusätzlich lassen sich per Sprachsteuerung Rechercheaufträge an das System auslösen. “Sagt ein Manager: ,Zeig mir die Erträge für China im vierten Quartal 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum’, bekommt er sofort die Zahlen aufgelistet”, erklärt HPI-Projektbetreuer Dr. Matthias Uflacker. Technisches Spezialwissen für das Abrufen von Informationen sei nicht erforderlich.

Möglich macht das schnelle Agieren vor allem das am HPI erforschte und mitentwickelte In-Memory Data Management. SAP hat es in Form der Plattform “HANA” zur Produktreife gebracht. Bei der Entwicklung des Daten-Cockpits setzten die Studenten die Innovationsmethode “Design Thinking” ein. Sie wird sowohl am HPI in Stanford als auch in Potsdam gelehrt und in einem gemeinsamen Programm beider Institutionen erforscht.

Das Hasso-Plattner-Institut gehörte in diesem Jahr zu den größten Ausstellern im Themenbereich “Research and Innovation” der CeBIT. Dort präsentiereen die Informatikwissenschaftler neuste Forschungs- und Entwicklungsergebnisse aus der Welt der “Big Data” für die “d!conomy” – so das Kunstwort für die “digital economy”. Es soll die Transformation hin zur vollständig vernetzten Wirtschaft zum Ausdruck bringen. Das HPI stellte auf mehr als 380 Quadratmetern Standfläche zum Beispiel auch eine neue Finanzsimulations-Software vor, die blitzschnelle Gewinnanalysen ermöglicht. Wie das HPI demonstrierte, gibt es auch innovative Möglichkeiten der Big Data-Analyse im Fußball und für die Eindämmung von Epidemien in aller Welt. Ferner wurden neue Lösungen für höhere IT-Sicherheit sowie kostenlose Onlinekurse für jedermann zu Themen der Informationstechnologie vorgestellt.

 

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