Homeoffice: Warum sich Beschäftigte die Rückkehr ins Büro wünschen

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Homeoffice: Warum sich Beschäftigte die Rückkehr ins Büro wünschen

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Eine neue Studie von Barco zeigt, dass Angestellte weltweit den starken Wunsch haben, in ihr Büro zurückzukehren. Gleichzeitig erwarten sie von ihrem Arbeitgeber Investitionen in Technologien, die hybride Besprechungsformate in der Covid-19-Pandemie erleichtern.
Virtuelle Kaffee-Ecke im Homeoffice

Quelle: weedezign/shutterstock

  • Neue Studie von Barco: Arbeitnehmer wollen künftig im Durchschnitt nur maximal zwei Tage pro Woche im Homeoffice arbeiten.
  • Anders wie zu Beginn der Corona-Pandemie arbeitet fast die Hälfe der Angestellten nicht mehr gerne von zu Hause aus.
  • Mitarbeiter rechnen mit einem Anstieg der Anzahl von hybriden Meetings (Meetings mit teils persönlicher und teils virtueller Teilnahme) in den nächsten zwölf Monaten.
  • Investitionen in Videokonferenztechnologie haben die oberste Priorität und wird von jedem dritten befragten Mitarbeiter gefordert.

Die neue, weltweit durchgeführte Studie von Barco liefert überraschende Ergebnisse zu den Erwartungen von Angestellten an den Arbeitsplatz nach der Covid-19-Pandemie. Eines der wichtigen Ergebnisse: Nur 15 Prozent der Mitarbeiter wollen nach der Aufhebung der Covid-19-Beschränkungen weiterhin in Vollzeit von zu Hause aus arbeiten. Fast die Hälfte der Befragten gab an, dass sie heute weniger gerne im Homeoffice arbeiten als noch zu Beginn der Pandemie. Als Hauptgründe für ihren Wunsch, ins Büro zurückzukehren, nannten sie Herausforderungen bei der Zusammenarbeit mit Kollegen, Schwierigkeiten bei der Mitarbeit in Meetings und das Fehlen der sozialen Komponente des Arbeitslebens.

Stattdessen wünschen sich die Mitarbeiter ein hybrides Arbeitsplatzmodell. In diesem Modell wird die meiste Zeit im Büro verbracht, Mitarbeiter haben aber gleichzeitig die Flexibilität und Freiheit, im Homeoffice zu arbeiten, wenn es für sie am besten passt. Die Umfrage ergab, dass das ideale Gleichgewicht im weltweiten Durchschnitt bei drei Tagen im Büro liegt, wobei maximal 2 Tage pro Woche aus der Ferne gearbeitet wird.

Das Homeoffice hat seinen Glanz verloren

Die Umfrageergebnisse deuten darauf hin, dass viele Mitarbeiter durch die Trennung von ihren Kollegen negativ beeinträchtigt wurden, sowohl emotional als auch in ihrer Arbeit. Weltweit erklären 49 Prozent, dass ihnen die Arbeit von zu Hause aus mit der Zeit weniger Spaß gemacht hat. 37 Prozent geben an, dass ihnen die Zusammenarbeit schwerer fällt, wenn sie aus der Ferne arbeiten. 29 Prozent sind der Ansicht, dass es für sie schwierig ist, bei Meetings etwas beizutragen, wenn sie virtuell zugeschaltet sind. 28 Prozent bekräftigen, dass sie im Homeoffice leichter abgelenkt werden.

Es überrascht nicht, dass die Zusammenarbeit und sozialen Kontakte die Hauptgründe waren, warum die Menschen wieder ins Büro zurückkehren wollten: 45 Prozent der Befragten geben an, dass sie es einfacher fanden, mit Kollegen im Büro zusammenzuarbeiten. Der gleiche Anteil gab an, dass ihnen der soziale Aspekt des Bürolebens gefiel. 44 Prozent bekräftigen die Bedeutung spontaner Begegnungen hervor.

Veränderte Meetings werden eine Umgestaltung der Büros nach sich ziehen

Laut Studie sind die meisten Mitarbeiter der Meinung, dass die Arbeitswelt nach der Corona-Krise wieder zu einer Art der Normalität zurückkehren wird. Allerdings werden hybride Treffen, bei denen ein Teil der Belegschaft virtuell zugeschaltet und der andere Teil aus dem Büro teilnimmt, zur Norm werden.

Nachdem in den vergangenen Jahren ein enormer Trend hin zu Umgebungen für spontane Meetings, sogenannte Huddle Spaces, zu verzeichnen war, deuten die Ergebnisse darauf hin, dass es sich bei diesen Bereichen um ein Auslaufmodell handeln könnte. 50 Prozent der Befragten geben an, dass sie formelle Meetingräume bevorzugen. 75 Prozent bevorzugen geplante Meetings gegenüber spontanen Treffen.

Überraschenderweise schienen die Mitarbeiter sehr stark gegen die Idee zu sein, mehr Zeit in Satellitenbüros oder Kollaborationsräumen zu verbringen – ein Trend, den viele als Folge der Pandemie vorausgesagt hatten. Die meisten Mitarbeiter ziehen es weiterhin vor, die meiste Zeit in einer großen Unternehmenszentrale zu verbringen. Allerdings mit mehr Flexibilität als zuvor, um teilweise vom Homeoffice aus arbeiten zu können.

Videokonferenzen sind der Herzschlag der geschäftlichen Zusammenarbeit

Neue Investitionen wollen die Befragten der Studie am liebsten in Videokonferenzgeräte für Meetingräume sehen. Die Ergebnisse mögen auf den ersten Blick überraschend erscheinen, doch der Einsatz von Videokonferenztechnologie ist mittlerweile weit verbreitet. Die Technologie spielt eine grundlegende Rolle bei der Zusammenarbeit, Kommunikation und Produktivität einer digitalen und modernen Belegschaft. Nach den herkömmlichen Meetingräumen sind Videokonferenzräume die am häufigsten genutzten Räume im Büro. 77 Prozent der Befragten nutzen Videokonferenzräume mindestens einmal pro Woche und durchschnittlich 28 Prozent täglich.

Homeoffice: Notebooks werden wichtiger für die Kommunikation der Mitarbeiter

Der bereits vor Covid-19 zunehmende Trend „Bring Your Own Meeting“, bei dem die Mitarbeiter nicht nur ihre eigenen Geräte, sondern auch ihre eigenen bevorzugten Konferenzlösungen verwenden, hat sich während der Pandemie weiter verstärkt. Die Ergebnisse der Studie zeigen in der Tat, dass der Laptop heute für die meisten Arbeitnehmer im Arbeitsleben das wichtigste Gerät ist: 77 Prozent erklärten, ohne Laptop während der Arbeit nicht arbeiten zu können.

Trotz des Anstiegs der Nutzung von Raumkameras (traditionelle Konferenzsysteme im Raum und USB-basierte SWAPs) von 30 Prozent auf 40 Prozent in einem Jahr, werden in das Notebook integrierte Kameras immer noch am häufigsten für virtuelle Meetings verwendet. 54 Prozent verwenden ihre Laptop-Kamera, verglichen mit 40 Prozent, die Raumkameras verwenden, und 24 Prozent, die ihre Smartphone-Kamera verwenden. Gleichzeitig klagen mehr als 60 Prozent der Befragten über Störungen ihrer Kameras während der Meetings.

Technologischer Wandel führt zu weiteren Verbesserungen von Meetings

Fast die Hälfte der befragten Mitarbeiter sind der Meinung, dass die Häufigkeit von Meetings im vergangenen Jahr zugenommen hat. Obwohl viel Frustration im Zusammenhang mit virtuellen Meetings während des Lockdowns geäußert wurde, waren die Befragten insgesamt der Meinung, dass sich die Qualität der Meetings in den letzten zwölf Monaten verbessert hat. Fast doppelt so viele Personen gehen von einer Verbesserung von Meetings aus, anstatt von einer Verschlechterung.

Mitarbeiter haben hohe Erwartungen an technologische Verbesserungen bei zukünftigen Meetings. Die größten Prioritäten werden Technologien eingeräumt, die Effizienz und Benutzerfreundlichkeit erhöhen und Arbeitsabläufe vereinfachen. 56 Prozent sind der Meinung, dass Apps zur Teilnahme an einer Videokonferenz mit einem Klick innerhalb des nächsten Jahres verfügbar sein sollten, falls dies nicht bereits der Fall ist. Außerdem erwarten die meisten Menschen innerhalb von zwei Jahren Spracherkennungstechnologie, Kollaborationssoftware und Instagram-ähnliche Filter für Videokonferenzen.

Dies unterstreicht die Notwendigkeit von Meeting-Technologien, um in Zukunft mehr Konnektivität zwischen physischen und virtuellen Teilnehmern zu ermöglichen. So nennen sechs von zehn Personen einen Mangel an persönlicher Interaktion mit Kollegen als einer der Hauptgründe für weniger Verbundenheit mit ihren Mitarbeitern. 49 Prozent geben an, dass die Zusammenarbeit mit Kollegen, Kunden und anderen Personen aus der Ferne nicht selbstverständlich ist. Wenn Technologie dabei helfen kann, eine bessere Verbundenheit etwa durch hybride und virtuelle Meetings zu fördern, werden wir weiterhin eine Steigerung der Qualität von Meetings sehen.

Auch nach Covid-19 wird das Büroleben nicht enden

Lieven Bertier, Director of Workplace bei Barco, kommentiert die Ergebnisse der Studie:
„Für Unternehmen mit einer hauptsächlich im Büro arbeitenden Belegschaft hat Covid-19 die größte und schnellste Veränderung der Arbeitsweisen bedeutet, die wir je erlebt haben. Doch während die Arbeitswelt nie mehr dieselbe sein wird, wird das Büroleben nicht enden. Die Menschen werden in absehbarer Zukunft nicht auf universelle Fernarbeit umsteigen. Es gibt jetzt den dringenden Wunsch der Mitarbeiter, zur Normalität zurückzukehren. 85 Prozent der Belegschaft möchten in ihr Büro zurückkehren und den kooperativen und sozialen Aspekt des Arbeitslebens wiederaufnehmen – wenn auch mit der Freiheit und der Flexibilität, sich zwischen Heim- und Büroarbeit zu entscheiden.

Technologie wird entscheidend sein, um diese Flexibilität zu erreichen. Aus unserer Umfrage geht die Botschaft laut und deutlich hervor: Büroangestellte wollen vor allem, dass ihre Unternehmen in Technologien zur Zusammenarbeit investieren. Um in der Welt nach einer Pandemie zu überleben, sich neu aufzubauen und schließlich wieder florieren zu können, müssen die Unternehmen in neue Technologien investieren und ihre Büroräume neu gestalten oder zumindest umgestalten. Sie müssen ihren Mitarbeitern die Werkzeuge an die Hand geben, die sie benötigen, um optimal arbeiten zu können – unabhängig davon, wo sie sich befinden oder wie sie sich verbinden wollen. Wenn sie diese Veränderungen schnell und effektiv vornehmen können, sind sie fit für die Zukunft.“

Homeoffice Barco
Lieven Bertier ist Director of Workplace bei Barco. (Bild: Barco)

Zur Methodik der Studie: Die Studie basiert auf einer internationalen Befragung von 1.750 Angestellten, die einen „Bürojob“ ausüben (auch wenn sie derzeit nicht im Büro beschäftigt sind). Die Stichprobe besteht aus jeweils 250 Angestellten aus folgenden Ländern: Großbritannien, USA, Australien, Indien, Frankreich, Vereinigte Arabische Emirate und Deutschland. Die Umfrage wurde online von Dynata, einem Anbieter von Forschungspanels, im Zeitraum vom 7. und 18. September 2020 durchgeführt.
Barco stellt Visualisierungs-, Audio- und Sharing-Lösungen bereit, um die Zusammenarbeit von Menschen und den Austausch von Erkenntnissen zu verbessern. Folgende Märkte fokussiert Barco: Unternehmen (Besprechungs-, Kontroll- und Firmenräume), Gesundheitswesen (von der Radiologie bis zum Operationssaal) und Unterhaltung (Kinos und Live-Veranstaltungen). (sg)

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