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High Performance Computing im Mittelstand

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High Performance Computing im Mittelstand

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In einem Interview spricht Hans-Jürgen Bahde, Vorstand der transtec AG, über High Performance Computing im Mittelstand. Herr Bahde, Sie vertreten die These, dass Supercomputing das Rechenzentrum verlassen und insbesondere im Mittelstand immer stärker nachgefragt wird.

Bahde: HPC war noch bis vor kurzem eine Domäne groß;er Forschungseinrichtungen in Industrie und Wissenschaft. In der engen Zusammenarbeit mit unseren Kunden merken wir, dass sich die Situation verändert: Insbesondere im Mittelstand sehen wir eine groß;e Nachfrage nach effizienten und hochleistungsfähigen IT-Lösungen. Wir gehen davon aus, dass der Mittelstand immer mehr Rechenleistung brauchen wird – ich nenne das die Industrialisierung des High Performance Computing in den Mittelstand. Diesen Trend werden wir mit anführen, denn hier sehen wir die Möglichkeit, mit unserer Erfahrung und Kompetenz schneller zu wachsen als der Markt.

transtec wird sich zukünftig verstärkt auf High-Performance-Lösungen für den Mittelstand konzentrieren. Warum ist transtec dafür gut aufgestellt?

Bahde: transtec hat 30 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Realisierung komplexer IT-Lösungen und sehr gute Kontakte zu Forschungs- und Entwicklungsorganisationen. Zwei Drittel aller europäischen Universitäten sind bereits transtec-Kunden, in Deutschland beispielsweise die Universität Tübingen, die TU Darmstadt oder das Forschungszentrum Dresden-Rossendorf. Das Know-how aus diesen Projekten werden wir künftig noch stärker fokussieren und für den Mittelstand nutzbar machen. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Marktteilnehmern haben wir auch die Erfahrung in der Konzeption, Umsetzung und Betreuung von IT-Lösungen für den Mittelstand. Wir wissen, was dort zählt – und das ist nicht vorrangig Größ;e, sondern Wirtschaftlichkeit und Effizienz. Läuft die IT schnell und fehlerlos, reduziert sich auch die Arbeitszeit hochbezahlter Ingenieure, Entwickler und Forscher. Wir haben den Anspruch, das Unternehmen zu sein, das die Übertragung von High-End-Technologien in die Arbeitsbedingungen mittelständischer Unternehmen vorantreibt.

transtec ist der einzige groß;e deutsche Anbieter des Deskside-Supercomputers CRAY CX1. Wie profitieren Ihre Kunden davon?

Bahde: Mit der CRAY CX1 wird High Performance Computing für typische Workstation-Arbeitsplätze zugänglich. Wir ermöglichen mit unseren sofort einsetzbaren CRAY-CX1-Systemen, Unternehmen und Institutionen in das Supercomputing einzusteigen, die für die bisher benötigte High-Performance-Computing-Infrastruktur nicht die entsprechenden finanziellen und personellen Ressourcen bereitstellen konnten. Die transtec-HPC-Lösungen basieren auf den CRAY-CX1-Systemen, die als Blade-Systeme konzipiert sind. Je nach Bedarf und Anwendung lassen sich Storage-, CPU- und GPU-Blades kombinieren. Mit einem Formfaktor leicht über Desktop-Größ;e (Near-Desktop) passen die transtec-HPC-Systeme unter jeden Schreibtisch und sind mit wenig Aufwand zu managen. Zur absoluten Spitzenleistung in Sachen Rechenkapazität kommt bei unseren transtec Bundles auß;erdem die einfache Bedienbarkeit hinzu. Schließ;lich steckt in jedem CRAY CX1, den wir beim Kunden aufstellen, auch das komplette Know-how der transtec-HPC-Experten. Wenn der Rechner vor Ort installiert ist, kann er sofort produktiv werden. So macht transtec aus High Performance High Productivity.

Vor welchen besonderen Herausforderungen stehen mittelständische Unternehmen?

Bahde: Im Mittelstand steht nicht das technisch Mögliche, sondern das wirtschaftlich Sinnvolle im Fokus. Deshalb übersetzen wir bei transtec HPC ‚Performance‘ in ‚Produktivität‘, denn so denken unsere Kunden. Für die wenigsten von ihnen zählt die reine Leistung der Hardware, die wir ihnen hinstellen können. Insbesondere mittelständische Unternehmen wollen die Lösung für ein IT-Problem, und sie erwarten, dass sich ihre Produktivität dadurch steigert. Ein ganz zentraler Faktor ist dabei die Einfachheit der Bedienung. Selbst erfahrene IT-Administratoren legen immer mehr Wert darauf, dass sich der Verwaltungsaufwand von Clustern in Grenzen hält und die Komplexität des Managements nicht ganz schnell Effizienzgewinne bei Rechenleistung und -schnelligkeit auffrisst. Und für kleinere Unternehmen gilt das natürlich noch mehr. Da sind oft schlicht nicht die entsprechenden Zeit- und Know-how-Ressourcen vorhanden. Jeder Kunde, auch kleine Ingenieursbetriebe und -dienstleister, erhält von transtec eine maß;geschneiderte Speziallösung, die High Performance, IT-Effizienz und Zuverlässigkeit gleichermaß;en verbindet.

Wie unterscheiden sich die Anforderungen von groß;en und mittelständischen Unternehmen?

Bahde: Im Mittelstand geht es im ersten Schritt um eine Übersetzung der Business-Anforderungen in die benötigten Funktionalitäten und Infrastrukturen. Danach können wir gemeinsam mit dem Kunden eine individuelle Strategie entwickeln. Wir stoß;en dabei meist auf sehr heterogene Infrastrukturen, die aus der Unternehmensgeschichte gewachsen sind. Mittelständische Unternehmen müssen sich heute auch mit Themen wie Virtualisierung oder Storage auseinandersetzen, um effizient zu arbeiten und wettbewerbsfähig zu bleiben. Sie können Lösungen, die bei Groß;unternehmen funktionieren, jedoch nicht einfach übernehmen – das ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Kernthema von IT-Verantwortlichen im Mittelstand ist deshalb die Gratwanderung zwischen individuellen Bedürfnissen und effizienten standardisierten Lösungen.

Was unterscheidet transtec von anderen Anbietern?

Bahde: Es gibt viele IT-Anbieter, die ihren Kunden geeignete Produkte bieten. Unserer Meinung nach ist jedoch die eigentliche Kunst die intelligente Kombination und Integration von IT-Bausteinen in vorhandene Infrastruktur. Als Bausteine sehen wir nicht nur Hardware, sondern auch Software und Dienstleistungen. Wir haben 30 Jahre Erfahrung in der engen Zusammenarbeit mit unseren Kunden und sind deshalb in der Lage, Kunden individuell zu beraten und auf Wunsch auch einen kompletten IT-Bebauungsplan zu erarbeiten. Wir finden heraus, was der Kunde braucht und entwickeln gemeinsam mit ihm die optimale Lösung. Das differenziert uns im Markt und stabilisiert den Preis- und Margenverfall, wie er beispielsweise bei reinen Commodity-Produkten zu beobachten ist.

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