26.02.2018 – Kategorie: Management, Marketing

Hermes macht Paketversand teurer

Zum 1. März 2018 hebt der Paketdienstleister Hermes seine Versandpreise für Geschäftskunden um durchschnittlich 4,5 Prozent an. Dazu kommt ein „Peak-Zuschlag“ für die letzten beiden Monate des Jahres. Die Mehreinnahmen sollen in die „letzten Meile“ fließen.

Zum 1. März 2018 hebt der Paketdienstleister Hermes seine Versandpreise für Geschäftskunden um durchschnittlich 4,5 Prozent an. Dazu kommt ein „Peak-Zuschlag“ für die letzten beiden Monate des Jahres. Die Mehreinnahmen sollen in die „letzten Meile“ fließen.

Die „letzte Meile“, das sind die letzten Meter, die ein Paket auf dem Weg zum Empfänger zurücklegt. Und es sind die bei weitem aufwendigsten. Hermes Germany will nun verstärkt in die „letzte Meile“ investieren und hebt dazu seine Versandpreise für Geschäftskunden zum 1. März um etwa 4,5 Prozent an. Zusätzlich wir ein sogenannter „Peak-Zuschlag“ für Sendungen in den Monaten November und Dezember fällig.

Investitiionen in Lohnkosten

Thomas Horst, Geschäftsführer Sales bei Hermes Germany, erklärt das Progamm dahinter so: „Die Kosten in der Paketlogistik und speziell auf der letzten Meile steigen seit langem überproportional stark. Nichtsdestotrotz möchten wir Kunden und Auftraggebern weiterhin bestmögliche Services anbieten und unser Angebot fortlaufend verbessern. Die hierfür notwendigen Investitionen, insbesondere in Lohnkosten für unsere Zusteller, lassen sich jedoch nur mit einer nachhaltigen Preisstruktur realistisch abbilden.“

Probleme, ausreichend Mitarbeiter zu finden

Während bundesweit die Versandmengen durch den Onlinehandel steigen, wird es für die deutsche Paketbranche zunehmend schwieriger, ausreichend Mitarbeiter zu finden. „Das hängt einerseits mit der allgemeinen demographischen Entwicklung in Deutschland zusammen. Andererseits aber muss auch der Job des Zustellers finanziell attraktiver werden, damit mögliche Engpässe gar nicht erst entstehen. Dafür bedarf es auskömmlicher Versandpreise. Die jetzige Preisrunde ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung“, so Thomas Horst.

Aktuell investiert Hermes bereits in die logistische Infrastruktur und in die sukzessive Elektrifizierung des Fuhrparks. So baut das Unternehmen noch bis 2020 insgesamt neun neue Logistik-Center im gesamten Bundesgebiet, um die Abwicklungskapazitäten deutlich zu erhöhen. Parallel werden in den nächsten zwei Jahren zunächst 1.500 elektrische Zustellfahrzeuge in Betrieb genommen. Ein weiterer Ausbau der E-Flotte bis 2025 ist fest geplant.

Zustellung an die Haustür ohne Aufpreis

Der Privatpaketversand ist von der aktuellen Anpassung ausgenommen. Ein privat versendetes Päckchen innerhalb Deutschlands kann also auch weiterhin schon für 3,89 Euro bundesweit mit Hermes verschickt werden – egal, von wo nach wo.

Thomas Horst: „Auch, wenn Paketdienste in Deutschland künftig verstärkt auf PaketShops und andere Zustellservices setzen, wird es immer auch eine Lieferung nach Hause geben. Die Haustürzustellung ist nach wie vor die bevorzugte Zustelllösung vieler Kunden und somit kein Auslaufmodell. Gleichzeitig aber ist natürlich eine Lieferung an die Haustür nicht sinnvoll, wenn der Empfänger zuhause nicht anzutreffen ist. Und das ist immer öfter der Fall, eben weil viele Onlineshopper tagsüber arbeiten. Unser Ziel ist es deshalb, alternative Zustelloptionen so attraktiv wie möglich zu gestalten. Auch digitale Lösungen werden für uns dabei immer wichtiger.“

PaketShop-Netzwerk wird größer

In diesem Zusammenhang vergrößert Hermes bis 2020 sein PaketShop-Netzwerk in Deutschland von 15.000 auf 20.000 Annahmestellen. Die Zustellung von Sendungen ins Büro wird seit Anfang 2018 durch eine neue Kooperation mit dem Logistik-Start-up Pakadoo vereinfacht. Zudem haben Privatkunden die Möglichkeit, über die WunschZustellung unmittelbaren Einfluss auf den Versandweg ihrer Sendung zu nehmen.


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