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Haushaltsroboter im Kommen: Das Beispiel Saugroboter

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Haushaltsroboter im Kommen: Das Beispiel Saugroboter

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Der Multimillionen-Markt der Haushaltsgeräte ist durch die fortschreitende Digitalisierung in der Hausarbeit in Bewegung geraten. Besonders Saugroboter sind angesagt, denn sie erledigen lästige Aufgaben automatisiert. Wenige Spezialisten teilen sich hier den lukrativen Zukunftsmarkt auf, während Traditionsmarken drohen, auf der Strecke zu bleiben.

Grafik Saugroboter aus Deutschland Haushaltsroboter

Der Multimillionen-Markt der Haushaltsgeräte ist durch die fortschreitende Digitalisierung in der Hausarbeit in Bewegung geraten. Besonders Saugroboter sind angesagt, denn sie erledigen lästige Aufgaben automatisiert. Wenige Spezialisten teilen sich hier den lukrativen Zukunftsmarkt auf, während Traditionsmarken aus Deutschland drohen, auf der Strecke zu bleiben.

Haushaltsroboter sind beim Konsumenten beliebt. Laut einer repräsentativen Umfrage des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) aus dem September 2017 liebäugeln 42 Prozent der Bundesbürger mit der Anschaffung eines entsprechenden Geräts. Bei immerhin 15 Prozent der Deutschen verrichten Saugroboter und Co. demnach bereits heute ihren Dienst. In einem entwickelten Markt wie dem Staubsauger-Geschäft muss eine so erfolgreiche neue Produktkategorie zwangsläufig zu Umwälzungen führen, mit denen nicht alle Anbieter gleich gut zurechtkommen.

Market Genius hat im September die Staubsauger-Märkte in Deutschland sowie den USA untersucht (nur Geräte für den Hausgebrauch, keine Nass- und Handstaubsauger, keine Wischroboter) und dabei mehr als 400.000 Verkaufstransaktionen analysiert. Betrachtet wurde das Geschäft der jeweils 20 umsatzstärksten Staubsauger-Anbieter auf amazon.de und amazon.com.

Jeder sechste Staubsaugerkäufer wählt Saugroboter

In Deutschland nimmt die Haushaltsroboter-Revolution gerade erst so richtig Fahrt auf. Im September 2017 waren 17,4 Prozent der über amazon.de verkauften Staubsauger Roboter-Geräte. Das mag sich zunächst nicht nach viel anhören, bedeutet jedoch, dass sich schon heute mehr als jeder sechste Staubsaugerkäufer für einen Saugroboter entscheidet. Der monetäre Anteil am Staubsaugergeschäft ist indes noch deutlich größer. Weil Saugroboter in der Regel teurer sind als klassische Modelle, erreichte die Gerätegruppe einen Umsatzanteil von beachtlichen 25,5 Prozent. Saugroboter stehen somit bereits für fast ein Viertel des Staubsauger-Geschäfts. Dabei zahlten die Amazon.de-Kunden im Rahmen dieser Untersuchung für einen Saugroboter durchschnittlich 65 Prozent mehr als für ein klassisches Gerät. Und der Roboter-Marktanteil wird in Zukunft nicht schrumpfen. Ganz im Gegenteil, wie der Blick über den großen Teich verrät. Im September wählte fast jeder fünfte Staubsauger-Käufer auf amazon.com (19,3 Prozent) einen Saugroboter. Der Umsatzanteil der Geräte lag bei beachtlichen 34,9 Prozent. Dabei haben die US-Kunden bereitwillig einen Saugroboter-Aufschlag von im Schnitt 132 Prozent gezahlt.

Saugroboter aus Deutschland: Traditionsmarken müssen zittern

Doch was bedeutet das für den Markt? Im Multimillionengeschäft Staubsauger zählen Marken wie Bosch/Siemens, Philips, Dyson, Miele und AEG zu den international führenden Playern. Erfolge mit Saugrobotern können die etablierten Marken indes derzeit kaum vorweisen. Stattdessen teilen einige wenige spezialisierte Anbieter den lukrativen Zukunftsmarkt Saugroboter unter sich auf. In Deutschland führt iRobot das Segment an. 24,7 Prozent der verkauften Saugroboter stammten hierzulande von dem US-Hersteller. Im heimatlichen US-Markt wird iRobot noch vom chinesischen Konkurrenten Ecovacs überrundet. Die Marke erreichte dort nach Stückzahlen einen Anteil von 39,9 Prozent. Allerdings geht Ecovacs mit sehr günstigen Saugrobotern in den Markt. Umsatztechnisch liegt daher iRobot in beiden Märkten vorn. In Deutschland steht der Anbieter im Rahmen dieser Untersuchung an fünfter Stelle der umsatzstärksten Staubsaugerhersteller. In den USA belegt iRobot hinter Dyson den zweiten Platz.

Dabei treibt iRobot die Saugroboter-Revolution nicht alleine voran. Auch in Deutschland ist der chinesische Anbieter Ecovacs stark aufgestellt, der Marktanteil beträgt hierzulande 23,8 Prozent bei den Saugrobotern. iLife Robots aus China und US-Hersteller Neato Robotics sichern sich derzeit ebenfalls große Stücke vom wachsenden Roboter-Kuchen.

Haushaltsroboter aus Deutschland kommen nur schwer gegen Marken aus USA an

Währenddessen können die etablierten Marken in diesem wichtigen Trendmarkt kaum punkten. Zwar leisten sich inzwischen fast alle Hersteller ein oder zwei Robotermodelle, gegen das breite Angebot der spezialisierten Hersteller tun sich die großen Marken aber ausgesprochen schwer. Anbieter wie Dyson, Philips, Miele und AEG in Deutschland sowie Shark Ninja, Bissell oder Hoover in den USA kommen im Robotergeschäft momentan nur sehr schwer voran.

Der deutsche Marktführer BSH Hausgeräte beispielsweise stellt mit Bosch und Siemens die in Kombination absatzstärksten Marken. Doch hat BSH derzeit pro Marke lediglich ein einziges Robotermodell im Angebot. Der Rooxter von Bosch kommt erst 2018 auf den Markt und spielte in dieser Untersuchung daher keine Rolle. Das Siemens-Modell VSR 8000 war indes im untersuchten Zeitraum weder bei amazon.de noch bei amazon.com lieferbar. Doch auch Philips kommt als Nummer zwei im deutschen Markt im Robotergeschäft nur auf bescheidene 0,4 Prozent Marktanteil. AEG (0,4 Prozent Roboter-Marktanteil) und Miele (0,04 Prozent) können in diesem jungen Marktsegment ebenfalls nicht punkten.

Haushaltsroboter: Ein Trend verändert den Markt

„Ein Trend verändert den Markt und Saugroboter erobern immer größere Marktanteile“, kommentiert metoda-CEO Stefan Bures. „Die etablierten Hersteller können jedoch das Tempo momentan nicht mitgehen. Sie sind im Saugroboter-Geschäft zurückgefallen und müssen dringend dazulernen. Mit steigender Leistungsfähigkeit und sinkenden Preisen werden in Zukunft noch mehr Konsumenten Roboter für sich saugen lassen. Daher werden die Karten im Marktsegment Staubsauger derzeit neu gemischt.“

Insgesamt erfasste Market Genius im untersuchten Zeitraum via amazon.de mehr als 71.000 Verkaufstransaktionen. Über amazon.com orderte die Kundschaft parallel über 342.000 Staubsauger.

Lesen Sie auch: Kaufverhalten der Deutschen – Verbraucher lieben es nicht nur günstig

Zur Methodik: Das Data-Science-Team von metoda arbeitet seit mehreren Jahren kontinuierlich an Algorithmen zur Absatzanalyse auf Amazon. Dabei werden täglich die Rankings der relevanten Keywords, Preisinformationen, Kundenbewertungen sowie die entsprechenden Produktlisten beobachtet und analysiert. Für die vorliegende Untersuchung hat Market Genius die Nachfragedaten der Topseller der Amazon.de-Kategorien „Küche & Haushalt“, „Staubsauger & Fußbodenpflege“, „Staubsauger“, „Bodenstaubsauger“, „Bürstenstaubsauger“ und „Roboterstaubsauger“ erfasst und analysiert. Für die US-Zahlen wurden die Amazon.com-Kategorien „Home & Kitchen“, „Vaccums & Floor Care“, „Vaccums“, „Canister Vaccums“, „Upright Vaccums“ und „Robotic Vaccums“ betrachtet. Die Analyse umfasste den Zeitraum September 2017. Der metoda-Algorithmus verarbeitet dabei mehrere Millionen Datenpunkte und liefert aktuelle Marktfakten direkt aus dem digitalen Warenkorb. Market Genius erfasst keine personenbezogenen Daten.

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