GULP: Projekte für selbständige Ingenieure

Mehr als 40 Prozent aller bei der Projektbörse GULP eingetragenen selbstständigen Ingenieure stammen aus dem süddeutschen Raum. Dennoch müssen weder Ingenieure aus anderen Regionen fürchten, keine Projekte zu bekommen – noch müssen Unternehmen im Norden Angst haben, keine Ingenieurs-Freiberufler zu finden. Denn Angebot und Nachfrage in den einzelnen Regionen passen gut zusammen. So ist im Süden auch der Bedarf an Ingenieuren höher: In 47,4 Prozent der Engineering-Anfragen werden Selbstständige für Bayern und Baden-Württemberg gesucht.

Im Süden spielt sich auf dem Projektmarkt für Ingenieure deutlich mehr ab als im Rest Deutschlands.

40,9 Prozent aller bei www.gulp.de eingetragenen Ingenieure stammen aus den Postleitzahlgebieten 7 (Stuttgart, Karlsruhe), 8 (München, Ingolstadt) und 9 (Nürnberg, Regensburg). Das ist keine Besonderheit der Engineering-Freiberufler, sondern betrifft alle der mehr als 75.000 bei GULP eingetragenen Selbstständigen aus IT/Engineering. Dennoch: Etwas stärker ist die Konzentration auf den Süden Deutschlands bei den Ingenieuren schon. „Nur“ 33,1 Prozent aller IT/Engineering-Selbstständigen aus dem GULP Kandidatenpool wohnen in den Postleitzahl-Regionen 7, 8 und 9. Die Region um München (8) kann hier den größten Unterschied zwischen Engineering-Selbstständigen und allen Freiberuflern verzeichnen: Der Anteil der Ingenieure ist dort um 23 Prozent höher.

 Auch der Bedarf ist im Süden Deutschlands höher  

Der Bedarf an selbstständigen Ingenieuren ist im Süden Deutschlands ebenso höher als im Rest Deutschlands. In 47,4 Prozent der Engineering-Anfragen werden Selbstständige für die Postleitzahlgebiete 7 (Stuttgart, Karlsruhe), 8 (Ingolstadt, München) und 9 (Nürnberg, Regensburg) gesucht. Der Bedarf an Ingenieuren liegt dagegen in den Regionen mit den Anfangsziffern 4 (Essen, Düsseldorf), 5 (Köln, Bonn) und 6 (Frankfurt am Main, Mannheim) bei niedrigen 27,6 Prozent.

 Ein Problem wäre diese Konzentration der Freiberufler auf einzelne Regionen nur, wenn sich die Nachfrage entweder gleichmäßig über alle Regionen verteilen – oder sich in ganz anderen Regionen bündeln würde. Dem ist nicht so.

 

 

„Wo Projekte vorhanden sind, sind in der Regel auch Freiberufler – und anders herum. Angebot und Nachfrage passen zusammen. Außerdem sind einer anderen GULP Umfrage zufolge 27 Prozent der IT-Freiberufler bereit für ein interessantes Projekt weltweit anzureisen. Da dürfte ein Wechsel zwischen Bundesländern in der Regel kein Problem sein“, so Stefan Symanek, Marketing-Leiter von GULP.

 Branchenspezifische Konzentration

 In den Gebieten, in denen die Postleitzahl mit 8 und 9 beginnt, kommen viele der Anfragen, in denen Ingenieure gesucht werden, aus dem Automotive-Bereich. In der Postleitzahlregion 2 (Hamburg, Bremen) ist in punkto Engineering-Nachfrage die Luft- und Raumfahrtindustrie maßgebend. Im Raum 7 ist es eine Kombination: Automobil-Branche in und um Stuttgart, Luft- und Raumfahrt in der Bodensee-Region. Im Postleitzahlgebiet 6 – im IT-Projektmarkt allgemein von der Banken- und Finanzindustrie bestimmt – kommen viele Ingenieurs-Projektanfragen von Automobilzulieferern. Im Gebiet 9 (Nürnberg, Regensburg) fällt die Energiebranche auf.

 Jobs für Ingenieure in den einzelnen Regionen

 Bei den festangestellten Ingenieuren gibt es im Übrigen die gleiche Konzentration auf einzelne Gebiete. Hier führt laut Zahlen der Bundesagentur für Arbeit die Region in und um München das Ranking an: Dort arbeiteten demnach im Jahr 2009 52.500 Ingenieure in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Insgesamt arbeiten in den Regionen München, Stuttgart, Hamburg, Berlin und Nürnberg zusammen mehr als ein Fünftel aller Ingenieure in Deutschland.

 

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